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02.11.2021 | 05:10

Nel Asa, Water Ways Technologies, Everfuel – Das ist leider die Zukunft

  • Wasser
  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Wassermangel ist für viele Länder, vor allem auf dem afrikanischen Kontinent, ein stetig wachsendes Problem. Mehr als zwei Milliarden Menschen leben in Ländern mit Wasserknappheit und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP26 mahnen Wissenschaftler und Aktivisten, die Politik müsse handeln und sich der drohenden Wasserkrise stellen. Die Unternehmen der Wasserwirtschaft fristen seit Jahren ein Mauerblümchendasein an der Börse. Dabei besitzt gerade dieses Thema enormes Potenzial.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Water Ways Technologies | CA9411881043 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , Everfuel A/S | DK0061414711

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Zu wenig Aktionen

Es hängt alles zusammen. Durch den Klimawandel, der die Weltbevölkerung und Umwelt direkt betrifft, gehören Gesundheitsrisiken aufgrund steigender Lufttemperaturen, Hitzewellen und wirtschaftliche Folgen für die Beseitigung der Klimafolgeschäden wie auch Hunger- und Wasserkrisen, insbesondere in Entwicklungsländern, zu den mittelbaren Folgen. Die Vereinten Nationen warnen vor einem wachsenden Ungleichgewicht des globalen Wasserhaushalts mit katastrophalen Folgen. Aktuell leben zwei Milliarden Menschen in Ländern ohne gesicherte Trinkwasserversorgung.

Bis 2050 soll die Zahl auf mehr als fünf Milliarden Menschen ohne ausreichenden Trinkwasserzugang anwachsen. Rund 107 Nationen verfehlen wahrscheinlich das Entwicklungsziel einer nachhaltigen Wasserwirtschaft bis 2030. Laut dem Generalsekretär der Weltwetterorganisation WMO, Petterie Tallas, ist die Gesellschaft jedoch keineswegs auf diese drohende Krise vorbereitet. Neben der Unterfinanzierung der Aktionen gegen den Klimawandel fehlt es vor allem an Systemen für das Wassermanagement. Vor allem im Bereich der Landwirtschaft, die für den Verbrauch von 70% des Süßwassers verantwortlich gemacht wird, sind die Technologien veraltet und die Verschwendung ist dadurch nicht unter Kontrolle.

Das Geschäft brummt

Seit 2003, als die erste Niederlassung in Israel gegründet wurde, entwickelt Water Ways Technologies intelligente und komplexe Bewässerungs- und Steuersysteme für landwirtschaftliche Erzeuger. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Lösungen für kommerzielle Anwendungen in den Segmenten Mikro- und Präzisionsbewässerung. Aktuell beliefert das Unternehmen mit Hauptsitz in Kanada und Ablegern in Israel und China über 400 Kunden aus 40 Ländern.

Das Geschäft brummt. Nachdem Water Ways Technologies zum Halbjahr Rekordzahlen vermelden konnte und der Umsatz auf 8,5 Mio. EUR verdoppelt werden konnte, flattern den Kanadiern Aufträge aus allen Teilen der Welt in die Bücher. Neben dem in der Firmenhistorie größten Einzelauftrag über 2,86 Mio. EUR aus Usbekistan, bei dem eine vollautomatische Tröpfchen-Bewässerungs-Anlage für ein 1.200 Hektar großes Baumwollfeld sowie vier dazugehörige Wasseraufbereitungsanlagen installiert werden soll, kamen Orders aus Äthiopien, Kanada, Mexiko und China. Aufgrund der prekären Situation um das Thema Wasser geht der Direktor bei Water Ways Technologies, Ronnie Jaegermann, davon aus, dass die globale Nachfrage für innovative Bewässerungstechnologie in den kommenden Jahren weiter stark steigen wird.

Für die Zukunft ist die Expansion in weitere Märkte, wie in die USA, geplant. Die Aktie ist langfristig höchst spannend, auch vor dem Hintergrund, dass rund 57% des Aktienkapitals in festen Händen liegt.

Automatisiert in die Zukunft

Knappheit und Engpässe, soweit man schauen kann. Laut einer Studie der internationalen Energieagentur wurde hingewiesen, dass zu wenige Elektrolyseure ein Problem beim Ausbau der Wasserstoffproduktion darstellen könnte. Nel Asa, Spezialist im Wasserstoff-Sektor könnte von diesem Dilemma profitieren, bauen die Norweger doch gerade eine voll automatisierte Produktionsstätte für Elektrolyseure im norwegischen Standort Heroya auf.

Die Führungsriege von Nel Asa hat die Vision, dass ein Kilogramm grüner Wasserstoff 1,5 USD kosten soll. Um dieses zu erreichen, will Nel Asa die Elektrolyseur-Kapazität seiner Anlagen in Norwegen erweitern. Momentan beträgt die Kapazität dank der Anlage in Notodden 40 MW pro Jahr. Doch bei der Fertigstellung des Großprojekts in Heroya sollen es zusammen 500 MW pro Jahr sein. Zusätzlich soll es in Heroya so viel Raum geben, dass die Elektrolyseur-Kapazität Nel Asas in Norwegen auf 2 GW pro Jahr erweitert werden könnte. Bereits im vierten Quartal dieses Jahres soll laut dem Management die Produktion der Aufträge für Nikola und Everfuel beginnen.

Nach einem fulminanten Rebound von 1,20 EUR auf 1,95 EUR, wartet nun der markante Widerstand bei der 2 EUR-Marke. Sollte diese Marke fallen, wäre Potenzial für weitere 20% gegeben.


Der Klimawandel hat auch zur Folge, dass das Süßwasser immer knapper wird. Rund fünf Milliarden Menschen soll bis 2050 der Zugang zu einer ausreichenden Wasserversorgung fehlen. Water Ways Technologies besitzt den Schlüssel mit einem intelligenten Steuerungssystem und ist für die Zukunft bestens gerüstet. Nel Asa besitzt nach den letzten Kurssteigerungen weiter Potenzial.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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