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11.02.2021 | 05:10

Nikola, Nevada Copper, Nel ASA – Ausbruch wie erwartet!

  • Investments
Bildquelle: Nevada Copper Corp.

Es ist vollbracht. Das Industriemetall Kupfer hat ein Mehrjahreshoch erreicht, von der Entwicklung war dies bereits abzusehen. Wenn Sie jetzt immer noch denken, Investments in Rohstoffe sind langweilig, bitte schön. Wie sehr jedoch Hightech-Branchen wie Elektromobilität, Wasserstoff oder Blockchain von verschiedenen Rohstoffen abhängig sind, werden Sie an den explodierenden Preisen in den nächsten Jahren verfolgen können. Seien Sie jetzt dabei!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA64128F1099 , US6541101050 , NO0010081235

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Inhaltsverzeichnis:


    Von Knappheit bedroht

    Die Entscheidung der Politik und Wirtschaft, zukünftig auf Elektromobilität zu setzen, belastet die Rohstoffversorgungskette enorm. Betroffen ist dabei auch das Trägermetall Kupfer. So begegnet uns Kupfer in vielen Bereichen des Lebens – in der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Elektrotechnik oder bei erneuerbaren Energien. Nicht umsonst zieht der Kupferpreis stetig an. Glaubt man professionellen Marktbeobachtern, dürfte sich das Metall in den nächsten Jahren noch vervielfachen. Durch Investitionen in Aktien von Kupferproduzenten kann man an der aktuellen Entwicklung partizipieren.

    Das Unternehmen Nevada Copper ist der erste neue US-Kupferproduzent seit einer Dekade. Seit 2007 sind die Kanadier bereist am Markt und suchen in der Nähe der Firmenzentralen von Tesla und Google im US- Bundesstaat Nevada im eigenen Kupferprojekt Pumpkin Hollow nach Metallen. Pumpkin Hollow verfügt über beträchtliche Reserven und Ressourcen, einschließlich Kupfer, Gold und Silber. Zu den zwei vollständig genehmigten Projekten des Unternehmens gehören die hochgradige Tiefbaumine und Verarbeitungsanlage, die sich nun in Produktion befinden, sowie ein großes Tagebauprojekt, bei dem Fortschritte in Richtung Machbarkeit erreicht wurden.

    Gut strukturiert

    Im vergangenen Jahr wurde ein erfahrenes Management installiert und das Schuldenproblem, welches Nevada Copper seit Jahren mit sich trug, zumindest gelockert. So wurde im Januar eine deutlich überzeichnete Privatplatzierung über 33,0 Mio. CAD abgeschlossen. Das eingenommene Kapital soll für die Rückzahlung von ausstehenden Verbindlichkeiten und für die Errichtung beziehungsweise den Ausbau des unternehmenseigenen Untertagebauprojekts Pumpkin Hollow genutzt werden. Die Gesellschaft ist derzeit mit 260 Mio. CAD bewertet. Geht man von weiteren steigenden Kupfernotierungen aus, bietet die Aktie von Nevada Copper als Beimischung gute Chancen auf Kursgewinne.

    Katastrophale Entwicklung

    Das zweite Halbjahr 2020 war zum Vergessen für den auf Wasserstofftechnologie spezialisierten LKW-Bauer Nikola. Nach dem erfolgreichen IPO am 4. Juni 2020 mit einem Eröffnungskurs von 35,00 USD ging es innerhalb von Wochen schlagartig in Richtung des bisher erreichten Allzeithochs bei 93,99 USD. Vergleiche mit dem Konkurrenten Tesla ließen Nikola fast an die Börsenbewertung von General Motors heranreichen. Durch den Börsengang erhoffte sich das Startup weitere Gelder für den Infrastrukturausbau von Wasserstofftankstellen, welche mit Hilfe des norwegischen Wasserstoffkonzerns Nel ASA errichtet werden sollten. Zudem sollte die Produktion der Trucks beschleunigt werden.

    Weiter gingen der positive News-Flow im September, als der geplante Einstieg von General Motors und massige Folgeaufträgen erfolgen sollte. Zuerst marschierte die Nikola-Aktie auf 54,00 USD, ehe Betrugsvorwürfe durch „Hindenburg Research“ die Runde machten. Der Kurs brach in der Folge auf 37,00 USD ein. Die Anschuldigungen sind indes enorm. Angeblich soll Nikola ein LKW-Modell auf einen Berg gehoben haben, um ihn dann ins Tal rollen zu lassen.

    Es hellt sich auf

    Die Folgen waren logisch. General Motors nahm Abstand von der geplanten Zusammenarbeit. Ebenso war der Geplante Auftrag für Nel ASA futsch. Und CEO Milton musste seinen Stuhl räumen. Aktuell ist etwas Ruhe eingekehrt. JPMorgan-Analyst Paul Coster veröffentlichte Ende des Jahres eine positive Notiz über die Aktie. Coster sagte voraus, dass sich die Stimmung im Jahr 2021 verbessern würde, "wenn Nikola tatsächlich funktionierende Lastwagen und andere Beweise für die Funktionsfähigkeit seiner Technologie vorstellt." Der Analyst, der davon ausging, dass die Elektro-LKWs von Nikola bis zum Ende dieses Jahres auf den Markt gebracht werden könnten, reduzierte sein Kursziel für Nikola von 40,00 USD auf 35,00 USD, behielt aber sein Rating "outperform“ bei.

    Darüber hinaus hob der Wedbush- Analyst Dan Ives am 1. Februar sein Rating für die Aktie von "verkaufen" auf "halten" an. Der Grund liegt im Optimismus, dass die Demokraten in Washington eine Politik zugunsten Nikolas machen werden. So kündigte das US-Energieministerium an, die Forschung im Bereich der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie zu finanzieren - ein Bereich, der für das Wachstum des Unternehmens von zentraler Bedeutung ist. Auch die Nachricht, dass Präsident Joe Biden plant, die nationale Autoflotte der Vereinigten Staaten durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen, befeuert die Branche.

    Aktie interessant und spekulativ

    Bereits in der vergangenen Woche wurde Nikola als der nächste Short-Squeeze-Kandidat nach Gamestop in die engere Wahl genommen. Was für einen Short-Squeeze sprechen kann ist in der Tat die sehr hohe Short-Quote von mehr als 40%. Im Moment liegt die Börsenbewertung bei 8,8 Mio. USD. Der Kurs liegt aktuell bei 22,90 USD in einer spannenden Formation. Ein Ausbruch über den Widerstand bei 25,00 USD würde das nächste Kursziel bei 37,95 USD zur Folge haben. Ein Überschreiten dieses Vorgängerhochs würde den Weg charttechnisch auf das 2020 erklommene All-Time-High bei 93,99 USD. Wir weisen Sie drauf hin, dass ein Investment in Nikola sehr spekulativ ist.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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