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09.09.2021 | 05:10

Nio, Kodiak Copper, Siemens Energy – Endet die grüne Politik im Desaster?

  • Energie
Bildquelle: Kodiak Copper

Der Klimawandel soll schnell vorangehen. Die Parteien, allen voran die Grünen um die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, werben mit immer kürzeren Zielen zur CO2-Neutralität um die Gunst der Wähler. Der Bau von Windkraftwerken, Elektroautos oder Solaranlagen benötigt allerdings einen enormen Bedarf an Metallen. Bereits im Jahr 2021 zeichnet sich eine Knappheit an, die in den nächsten Jahren noch deutlich drastischer ausfallen wird und den Plan der Politik stark ins Wanken bringt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

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Inhaltsverzeichnis:


    Kupfer als Basismetall

    Blickt man durch die rosarote Klimabrille, sieht man Windräder, um denen Schafe und Kühe weiden, hell schimmernde Solarpanels, die Strom generieren und mit Batterie betriebene Autos, die stark an K.I.T.T. aus der 80er-Jahre-Kultserie Knight Rider erinnern. Dass diese enorme Transformation eine unglaubliche Menge an Industriemetallen und seltenen Erden benötigt, ist manchen Aktivisten entweder nicht bekannt oder wird geschickt unter den Teppich gekehrt.

    Dabei steht es in dem Bericht „Megatrend Rohstoffe und seltene Erden" der EU-Kommission schwarz auf weiß geschrieben. Zwischen 1900 und 2015 ist der globale Rohstoffabbau um das 14-Fache gestiegen, zwischen 2015 und 2050 soll er sich noch einmal mehr als verdoppeln. Der Bedarf an einigen Metallen, die für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft benötigt werden, steigt demnach von jetzt bis 2050 sogar um mindestens das Zwölffache. Dazu gehört das rote Metall Kupfer, dass aufgrund seiner Beschaffenheit und Leitfähigkeit als Basismetall der Energiewende gilt.

    Extrem wenig Angebot

    Der hohen Nachfrage nach Kupfer steht jedoch ein äußerst begrenztes Angebot entgegen. Durch den niedrigen Kupferpreis im vergangenen Jahrzehnt floss wenig Investment-Kapital in die Exploration neuer Projekte, die jedoch jetzt dringend benötigt werden. Einen weiten Weg hinter sich gelassen hat bereits das zur Discovery Group gehörende Erschließungs-Unternehmen Kodiak Copper, das durch die erfolgreichen Bohrprogramme der jüngsten Vergangenheit immer näher an den Status des Kupferproduzenten heranrückt.

    Der Fokus von Kodiak Copper liegt auf die im kompletten Eigentum befindlichen Kupfer-Porphyr-Projekte in Kanada und den USA. Dabei sticht das MPD-Projekt im Quesnel Trough im südlichen Zentrum der kanadischen Provinz British Columbia heraus, in dem bereits im vergangenen Jahr hochgradige Mineralisierungen innerhalb einer breiten mineralisierten Ummantelung entdeckt wurden. Die Aussicht auf Erfolg unterstreicht die Tatsache, dass in direkter Nähe produzierende Minen von Copper Mountain, Highland Valley und New Afton liegen.

    Bedeutende Ergebnisse

    Im laufenden Jahr sollen insgesamt 30.000m mit zwei Anlagen gebohrt werden, der Fokus des Managements liegt dabei auf der Erweiterung der Gate-Zone. Bisherige Ergebnisse zeigten beeindruckende Ergebnisse. So wurde die Streichlänge von ursprünglich 125m um mehr als das Siebenfache auf 950 in Nord-Süd-Richtung ausgedehnt. Zudem wurde eine bedeutende Kupfer-Gold-Mineralisierung mit einer Mächtigkeit von 350m in Ost-West-Richtung und bis in eine Tiefe von 800m durchteuft, die in alle Richtungen offen ist. Per 1.September wurden bereits 25 Bohrlöcher über insgesamt 13.600m abgeschlossen. Insgesamt wurden 1.755 geochemische Bodenproben entnommen, überwiegend innerhalb eines Gebiets von fünf qkm, das das südliche Ende der Gate-Zone mit dem historischen Zielgebiet Man verbindet.

    Die ausgezeichneten Entdeckungen auf der Gate-Zone lassen das Management vermuten, dass MPD ein multizentrisches Porphyr-System wie viele andere in British Columbia ist. Die Entdeckungen der Gate-Zone dürften erst der Anfang auf dem Weg zur Ausschöpfung des Potenzials von MPD sein, wurden doch durch die erfolgreiche Explorationsmethode weitere hochprioritäre Zielgebiete wie Dillard, Man, Prime, Axe sowie neue Zielgebiete durch die diesjährigen Feldarbeiten generiert.

    Der Kupferpreis korrigiert nach den Höchstständen im Mai und bietet dadurch eine langfristig gute Einstiegsmöglichkeit. Kodiak Copper besitzt eines der aussichtsreichsten Kupferprojekte. Eine Übernahme durch einen Major wäre vor Erreichen des Produzenten-Status nicht verwunderlich.

    Nio unersättlich

    Dass dringend mehr Kupfer benötigt wird, bestätigt der chinesische Autobauer Nio. Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Deutschen Bank strebt Nio bis Dezember 2022 eine Produktionsausweitung von aktuell 120.000 auf 600.000 Fahrzeugen an. Die Arbeiten zur Kapazitätserweiterung im bestehenden und an einem neuen Werk laufen auf Hochtouren. Um die Expansion zu stemmen, plant das Unternehmen neue American Depository Shares im Wert von 2 Mrd. USD zu verkaufen, was eine Anhebung der Aktienanzahl um rund 3% gleichkommen würde. Der Verkauf der ADS erfolgt nach Ermessen von Nio Zug um Zug durch gewöhnliche Brokertransaktionen oder über die New Yorker Börse oder andere Märkte.

    Der Meldung folgte ein Abverkauf der Aktie auf 35,50 USD, der Verlust lag bei über 5%. Eine breite Unterstützung liegt bei 35 USD, langfristig ist Nio mehr als aussichtsreich.

    Verkaufswelle durch Herabstufung

    Einen noch herberen Kursverlust musste Siemens Energy verkraften. Knapp 8% auf 23 EUR verlor die Siemens Tochter. Der Grund für den Abverkauf war eine Herabstufung des Analystenhauses JP Morgan. Das „Overweight“-Rating wurde gestrichen, das Kursziel auf 29 EUR gesenkt. Aktuell notiert der Kurs bei 23,10 EUR, sollte die Marke von 23 EUR fallen, droht weiterer Druck nach unten.


    Die Klimawende wird zum Spielball der Politik. Immer kürzere Ziele zum Erreichen der Klimaneutralität werden genannt, obwohl nicht sichergestellt ist, dass wichtige Metalle wie Kupfer in den nächsten Jahren überhaupt verfügbar sind. Kodiak Copper ist ein aussichtsreicher Kupferexplorer, der auf aktuellem Niveau zum Kauf animiert. Auch bei Nio lautet das Urteil: Daumen hoch!


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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