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10.03.2022 | 05:45

Nordex, K+S, Desert Gold: Rohstoffe außer Rand und Band

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Bildquelle: pixabay.com

Während der breite Aktienmarkt weiter unter dem Angriffskrieg von Russland in der Ukraine leidet, werden Rohstoffe immer teurer. Am Dienstag hatte sich der Preis für Nickel zwischenzeitlich verdoppelt und die Londoner Metallbörse setzte sogar den Handel aus. Auch für praktisch alle anderen Rohstoffe wie Öl, Gold, Gas und Weizen gehen die Preise durch die Decke. Entsprechend gefragt sind derzeit Aktien aus diesen Branchen, wie die von Kaliproduzent K+S, da große Wettbewerber aus Russland und Weißrussland derzeit vom Weltmarkt abgeschnitten sind. Analysten sind zuletzt zurückhaltend. Vom hohen Goldpreis profitiert Desert Gold, zudem der kanadische Explorer auch vielversprechende Ressourcenschätzungen veröffentlicht hat. Getrieben von den politischen Ankündigungen, noch schneller fossile Energien durch erneuerbare zu ersetzen, gehörte Nordex zu den Gewinnern der vergangenen Woche. Jetzt hat das Unternehmen ernüchternde Zahlen veröffentlicht. Doch die Hoffnung bleibt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

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Inhaltsverzeichnis:


    Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.
    "[...] Wir waren schockiert, als die Ergebnisse aus dem Labor zurückkamen, die zeigten, dass die Abraumhalden einen höheren Gehalt hatten als der Minenplan, den wir zu diesem Zeitpunkt entwickelten. [...]" Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

    Zum Interview

     

    Desert Gold – Vollgas nach überzeugender Ressourcenschätzung

    Von dem steigenden Goldpreis profitieren natürlich die Branchengrößen Barrick Gold und Newmont. Wer es spekulativer mag, kauft Aktien von Explorationsunternehmen. Ein Beispiel ist Desert Gold. Die Kanadier besitzen mit SMSZ und Djimbala zwei Explorationsprojekte in Mali. Ein weiteres Projekt (Rutare) befindet sich in Ruanda. Für das Projekt SMSZ wurde kürzlich die wichtige NI 43-101 Ressourcenschätzung veröffentlicht. Demnach verfügt SMSZ über angezeigte Mineralressourcen von 8,47 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 1,14 g/t Gold. Dies entspricht insgesamt 310.300 Unzen. Daraus konnte eine Mineralressource von 20,7 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 1,16 g/t Gold und insgesamt 769.200 Unzen abgeleitet werden.

    Desert Gold CEO Jared Scharf ist zuversichtlich: „Diese erste Mineralressource ist ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen und stellt einen hervorragenden Ausgangspunkt dar. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass es mit weiteren Bohrungen diese Ressourcen erheblich erweitern und neue Ressourcengebiete, wie die 1,6 km lange Entdeckung Gourbassi North West, erschließen wird. Wir erwarten ein arbeitsreiches Jahr 2022 mit einem geplanten Bohrprogramm von mehr als 20.000m und hohen Erwartungen an positive Bohrergebnisse."

    Die Desert Gold Aktie wird neben der Heimatbörse in Kanada auch an zahlreichen deutschen Börsenplätzen – u.a. auch Tradegate – gehandelt. Das Wertpapier notiert derzeit bei 9 Cent und damit deutlich unter dem Allzeit-Hoch aus dem Jahr 2020 von 19 Cent. Desert Gold wird derzeit mit rund 13 Mio. EUR bewertet.

    Nordex Zahlen für 2021 enttäuschen

    Seit Monaten leidet Nordex unter hohen Material- und Transportkosten. Durch die Ankündigung – unter anderem durch Finanzminister Lindner –, dass in den kommenden Jahren noch mehr in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert werden soll, wurde die schwierige operative Entwicklung bei Nordex von vielen Anlegern ausgeblendet. Mit der gestrigen Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Jahr 2021 wurden Anleger wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Windanlagenbauer hat den Umsatz um 15% auf 5,4 Mrd. EUR gesteigert. Die Ergebnismargen waren jedoch rückläufig. So ging das EBITDA von 94. Mio. EUR auf 50 Mio. EUR zurück. Eine Enttäuschung. Einziger Lichtblick ist der Auftragseingang. Dieser legte von 6,0 auf 7,95 GW zu. Die erste Analystenreaktion auf die Zahlen kam von Jefferies. Für sie ist die Entwicklung wie erwartet. Entsprechend wurde die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 20 EUR bestätigt.

    K+S kein Kauf mehr?

    Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine kennt der Düngemittelpreis praktisch nur noch den Weg nach oben. So gehören Russland und Weißrussland zu wichtigen Kaliexporteuren. Diese fallen durch die Sanktionen erstmal aus und gleichzeitig beginnt auf der Nordhalbkugel die Anbausaison von Feldfrüchten. Die Folge: Preise für Harnstoffdünger an der Börse in Chicago sind zwischen dem 24. Februar und dem 8. März um 46% auf 805 USD je Tonne gestiegen. Entsprechend stark ist derzeit das Interesse an K+S. Allerdings mehren sich die zurückhaltenden Analystenkommentare. Seit dem 28. Februar gab es unter drei Researchupdates keine Kaufempfehlung. Gestern hat die Deutsche Bank zwar das Kursziel für die K+S Aktie von 17 auf 22 EUR angehoben, aber die Einstufung auf "Hold" belassen. Am Montag hatte JPMorgan sogar die Einstufung "Underweight" bestätigt. K+S dürfte zwar von den steigenden Preisen für Kali profitieren, aber die Aktie ist auch schon gut gelaufen. Zuvor hatte sich bereits die UBS mit der Empfehlung "Neutral" und einem Kursziel von 17,10 EUR zu Wort gemeldet.


    Die Volatilität an den Aktienmärkten wird voraussichtlich hoch bleiben. Nachrichten rund um den Krieg trieben die Preise von Rohstoffen und Aktien – positiv wie negativ. K+S und Nordex sind schon gut gelaufen und werden vom Momentum getrieben. Wie lange dieses anhält, bleibt abzuwarten. Desert Gold ist noch ein gutes Stück von den alten Höchstkursen entfernt, obwohl man – abgesehen vom höheren Goldpreis – operativ deutlich weiter ist.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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    • Rohstoffe
    • Elektromobilität

    Der Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar dieses Jahres veränderte alles. Während die globalen Aktienmärkte in eine Schockstarre verfielen, haussierten Aktien von Rüstungsunternehmen. Durch die Aufrüstung in der westlichen Welt sieht die Zukunft für die noch vor dem Angriffskrieg kritisch beäugten Unternehmen rosig aus. Um genügend Panzer, Flugzeuge und andere Kriegsgeräte zu produzieren, benötigt die Industrie jedoch eine Vielzahl von kritischen Metallen, bei denen bereits heute die Nachfrage das Angebot übersteigt.

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    • Gold
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    Gold, Cannabis und Wasserstoff könnten zu den Top-Trends des kommenden Jahres gehören – auch an der Börse. Die Nel-Aktie könnte aufgrund der vollen Auftragsbücher vor einem Comeback in 2023 stehen. Zumindest ist der Umsatz bereits bis Mitte 2024 gesichert. Jetzt muss nur noch der Verlust reduziert werden, um das Kursziel von Analysten zu erreichen. Aurora Cannabis hat die Sanierung weitestgehend abgeschlossen und hofft auf Legalisierung in Europa und den USA. Getrieben von einem starken Goldpreis sind die Minenaktien bereits angesprungen. Jetzt sollten Explorationsunternehmen folgen. Zu ihnen gehört Tocvan Ventures. Und bei dem Goldexplorer können sich Anleger im kommenden Jahr auf einen regelmäßigen Newsflow freuen. Handelt es sich bei den drei Kandidaten um Comeback-Aktien 2023?

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    TubeSolar, Nordex, Siemens Energy Aktie - Energietreiber für’s Depot

    • Erneuerbare Energien
    • Solar
    • TubeSolar
    • Siemens Energy

    German Engineering ist ein Qualitäts-Siegel auch im Ausland. Was manchmal etwas länger in der Entwicklung dauert, zahlt sich langfristig aus. So kann sich der Solaranlagen-Hersteller TubeSolar aus Augsburg über eine TÜV-Zertifizierung für seine patentierten Produkte freuen. In Deutschland stieg der Anteil an Photovoltaik im Stromnetz zuletzt um 11,2%, weltweit ist das CAGR an PV-Installationen um 32% gestiegen. Maßgeblich daran beteiligt ist auch JinkoSolar, ein führender chinesischer Hersteller von Solarmodulen. Doch China-Aktien bergen Risiken. Ganz ohne Risiko geht es momentan auch nicht bei Siemens Energy. Im internen Übernahme-Poker des spanischen Windenergie-Unternehmens Gamesa wechseln die Führungsköpfe...

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