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22.08.2025 | 05:00

Gold-Story bleibt intakt - 3 gute Ideen für jedes Depot: Dryden Gold, Kinross Gold, Barrick Mining

  • Rohstoff
  • Gold
Bildquelle: pexels.com

„Gold ist Geld, alles andere ist Kredit“ - das wusste schon der Banker J.P. Morgan. Aktuell ist das Edelmetall wieder sehr gefragt. Vor allem ETF-Anleger, aber auch Notenbanken setzen auf Gold – im Juli kletterten die weltweit in ETFs geparkten Bestände auf 3.639 t, das ist das höchste Niveau seit August 2022. Notenbanken kauften während der vergangenen drei Jahre jeweils rund 1.000 t Gold – im gesamten Jahrzehnt zuvor lag dieser Wert bei rund der Hälfte. Das zeigt: Die Nachfrage von Privat- und Profi-Investoren ist ungebrochen. Wir stellen drei aussichtsreiche Gold-Aktien vor und erklären, wo auch spekulativ denkende Investoren auf ihre Kosten kommen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: DRYDEN GOLD CORP | CA26245V1013 , KINROSS GOLD CORP. | CA4969024047 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick: Goldpreis sorgt für Wachstum

    Das Zusammenspiel aus Inflationsangst, Währungssorgen und Krieg hat Gold in diesem Jahr auf neue Höchststände getrieben - der Goldpreis erreichte ein Allzeithoch bei rund 3.500 USD pro Unze. Das sind fast 95 % mehr als beim Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022. Die Analysten der HSBC passten ihre Prognose für den Goldpreis nach oben an und sehen auch im Risiko einer weiter steigenden Staatsverschuldung eine Unterstützung für das Edelmetall. Wenn Anleger in Gold investieren wollen, haben sie mehrere Möglichkeiten: Physische Investments sind der Klassiker und eignen sich als Krisenversicherung und eiserne Reserve. ETFs eröffnen die Chance auf taktische Positionen, Überrenditen sind aber nicht möglich. Gold-Aktien bieten dagegen ganz unterschiedliche Chance-Risiko-Profile. Barrick Mining gilt als zweitgrößter Gold-Förderer der Welt.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, konnte Barrick im 2. Quartal trotz leichter Förderrückgänge ein starkes Ergebnis einfahren. Die Goldproduktion lag mit 797.000 Unzen zwar unter dem Vorjahrwert von 948.000 Unzen, doch der hohe Goldpreis steigerte den Umsatz erheblich. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 0,47 USD je Aktie und übertraf die Erwartungen der Analysten um 2 Cents. Barrick Mining steigerte seinen Cashflow im ersten Halbjahr um 32 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erwirtschaftete einen freien Cashflow in Höhe von satten 770 Mio. USD. Auch hier profitiert das Unternehmen vom hohen Goldpreis. Die Aktie von Barrick gilt zunehmend als konservative Alternative, da die Bilanz solide ist und das Unternehmen mittels Aktienrückkäufen Kapital zurück an Anleger ausschüttet. Eine große Überrendite gegenüber dem Goldpreis ist mit Barrick Mining aber unrealistisch.

    Kinross Gold: Gute Alternative aus der zweiten Reihe

    Etwas besser sieht die Situation bei mittelgroßen Produzenten wie Kinross Gold aus. Kinross fördert jedes Jahr zwischen 2 und 2,5 Mio. Unzen Gold. Wichtige Assets im Portfolio sind Paracatu in Brasilien, Fort Knox und Round Mountain in den USA sowie die Tasiast-Mine in Mauretanien. Letztere wurde zuletzt erweitert und gehört nun zu den kosteneffizientesten Minen von Kinross. Das Unternehmen versucht, auf seinen Projekten stetig neue Ressourcen zu finden und so den Unternehmenswert zu steigern. Die regionale Ausrichtung ist zwar diversifiziert, hat aber dennoch einen Schwerpunkt in sicheren Rechtsräumen. Allein in diesem Sommer sprachen mehrere Analysten Kauf-Empfehlungen für die Aktie aus, darunter unter anderem die UBS und National Bank Financial. Die Aktie hat das Potenzial, sich besser zu entwickeln als der Goldpreis. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 20 Mrd. USD bleibt das Potenzial aber begrenzt.

    Dryden Gold: Bonanza-Grade und viel Luft nach oben

    Ein ganz anderes Kaliber ist die Aktie von Dryden Gold. Dryden verfügt nicht über aktive Goldminen, bringt aber aussichtsreiche Liegenschaften voran. Einen Schwerpunkt legt das Unternehmen auf Projekte im Nordwesten des kanadischen Distrikts Ontario und da insbesondere auf historische Goldminen im sogenannten Dryden-Gürtel, die noch nicht mit modernen Methoden exploriert wurden. Das Besondere an Unternehmen wie Dryden: Sie werden am Markt mit einem deutlichen Abschlag gehandelt, da eine mögliche Produktion noch in weiter Ferne liegt. Die Aktie von Dryden ist daher aktuell lediglich mit rund 20 Mio. EUR bewertet. Trotzdem gibt es bereits erste Hinweise auf das Potenzial der Projekte von Dryden Gold: So entdeckte das Team mehrere hochgradige Erztrends in der Nähe der Stadt Dryden. Insbesondere das Elora-Jubilee-System lieferte sogenannte Bonanza-Gehalte mit 301,7 g/t Gold über eine Strecke von 3,9 m. Auch in benachbarten Zonen stieß das Unternehmen auf Gold, das teils mit bloßem Auge zu erkennen ist. Aktuell stehen noch weitere Bohrergebnisse aus. Gelingt es Dryden Gold, zusammenhängende Goldzonen zu identifizieren, könnte das Unternehmen in den Fokus von Produzenten rücken, die in sicheren Jurisdiktionen zukaufen wollen. Schon heute ist Dryden Gold innerhalb der Branche ein Begriff. Der mittelgroße Produzent Centerra Gold hat bereits Nägel mit Köpfen gemacht und sich 9,9 % der Anteile von Dryden gesichert.

    Analysten optimistisch – Gold-Aktien für jeden Anlegertyp

    Auch aus Sicht von Analysten ist die Aktie interessant: Das Research-Haus Couloir Capital sprach im Juni ein Kursziel von 0,65 CAD aus – das sind mehr als 100 % Potenzial ausgehend vom aktuellen Kurs. Während Fortschritte bei Gold-Produzenten eher nach und nach bekannt werden und auch Bewertungsanpassungen langsam vonstattengehen, kann es bei Projektentwicklern wie Dryden Gold schnell gehen – nach den Bohrergebnissen im Juni sprang die Aktie um mehr als 50 % nach oben. Während konservativ denkende Investoren mit Aktien wie Barrick Mining oder Kinross Gold gut aufgehoben sind, sollten alle, die ihrem Portfolio eine gewisse Würze verleihen wollen auch auf Titel wie Dryden Gold setzen. Maßvoll allokiert eignen sich diese Titel selbst für Investoren mit einem konservativen Risikoprofil.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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