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01.12.2020 | 05:50

Royal Helium, Xiaomi, Nikola – Alles aus bei Wasserstoff?

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Was für ein Schock! Anstatt des Befreiungsschlages kommt die Ernüchterung für den bereits seit Monaten unter Betrugsvorwürfen stehenden Unternehmens Nikola, dass LKWs mit Brennstoffzellentechnologie bauen will. Aufgrund dieser Meldung korrigierte gestern die ganze Branche. Klar ist, dass die Wasserstofftechnologie ein absoluter Zukunftstrend ist. Die teilweise überambitionierten Umsatz- und Ertragsziele für die nächsten Jahre müssen allerdings zuerst einmal bestätigt werden. Vieles erinnert an den neuen Markt zur Jahrtausendwende.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA78029U2056 , KYG9830T1067 , US6541101050

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Inhaltsverzeichnis:


    Was war geschehen?

    Es ist nicht das Geschäft, was Nikola mit dem größten Autobauer der Vereinigten Staaten, General Motors, geplant hatte. Ursprünglich wollte sich der Gigant mit 11% an Nikola beteiligen. Unter Strich heraus kam nun eine unverbindliche Absichtserklärung, dass General Motors Brennstoffzellen an Nikola liefern wird. Zudem wird es nichts mit dem Bau des geplanten Elektro-Pick-up-Truck, Nikola Badger, den die beiden Parteien im Plan hatten.

    Blutbad droht

    Wer im Moment mit dem Gedanken spielt, die Aktie von Nikola sei nach dem Abrutschen von über 80% ein Kauf, könnte die nächsten Wochen enttäuscht werden. Am 7. Dezember endet nämlich die Lock-Up-Periode. Ab diesem Datum dürfen neben dem zurückgetretenen ex- Chairman Milton auch andere Insider ihre Aktien versilbern. Insgesamt könnten somit 161 Mio. Papiere auf den Markt fliegen. Allein ex-Chief Milton dürfte nach den Geschehnissen der letzten Monate nicht mehr zwangsläufig langfristig an der Nikola-Aktie festhalten.

    Entwicklung am Anfang

    Die Entwicklung der Wasserstoffbranche ist an der Börse bereits weit fortgeschritten. Dagegen fristet Helium, dass neben Wasserstoff das am meisten vorkommende Element im Universum ist, ein Schattendasein. Betrachtet man die Anwendungsgebiete, in dem man das Edelgas benötigt, steht es seinem großen Bruder jedoch in Nichts nach. So ist in den letzten Jahren sowohl im Gesundheitssektor als auch in der Fertigung ein stark steigender Bedarf zu erkennen.

    Börsenstars von morgen

    Wie am Anfang eines Trends, kommen die entsprechenden Unternehmen erst nach und nach an die Börse. So gibt es im Moment nur wenige Helium- Firmen, die den Gang aufs Parkett wagten. Das kanadische Unternehmen Royal Helium fokussiert sich auf die Exploration und Entwicklung dieses Edelgases. Das Gas kann nicht künstlich hergestellt werden und wird aus Vorkommen im Boden gewonnen. Royal Helium verfügt im Süden von Saskatchewan in Kanada Zugang zu rund 400.000 Hektar aussichtsreicher Helium- Landflächen und ist dadurch einer der größten Helium-Pachtbetriebe Nordamerikas.

    Wichtige Studie geplant

    Mitte des vergangenen Monats wurde bekanntgegeben, dass eine ingenieurtechnische Studie für eine groß angelegte industrielle Gaserzeugungsanlage mit Sitz in Saskatchewan von Royal Helium initiiert und vom Saskatchewan Research Council durchgeführt wird. Die Studie ist Royals erster Schritt zur Ermittlung des wirtschaftlichen Potenzials einer Großanlage für die Trennung und Monetarisierung der Gasströme, die mit Heliumproduktionsbohrungen in Saskatchewan verbunden sind. Dort wird Helium zusammen mit großen Mengen anderer Inertgase produziert, für die es einen großen globalen Markt gibt. Laut dem CEO von Royal Helium, Andrew Davidson, ist die Wirtschaftlichkeit der Heliumproduktion für sich schon beträchtlich. Die Kommerzialisierung anderer Gase könnten den Netto-Cashflow jedoch noch deutlich steigern.

    Platzierung spült Geld in die Kasse

    Gestern gab das ambitionierte Unternehmen unter der Leitung von Cormark Securities Inc. die Durchführung einer Privatplatzierung bekannt. Mindestens 4 Mio. CAD sollen Royal Helium dabei zufließen, bei der Ausübung einer Mehrzuteilungsoption sogar bis zu 6 Mio. CAD. Der Nettoerlös aus der Platzierung soll zur Finanzierung der auf Helium ausgerichteten Explorationsbohrungen auf den Konzessionsgebieten des Unternehmens im Süden von Saskatchewan und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Aktuell notiert der Kurs bei 0,27 CAD. Jüngste Analystenmeinungen gehen von einem Kursziel von 0,80 CAD aus.

    Gib mir die Medaille

    Laut dem Analysehaus Gartner hat der chinesische Xiaomi-Konzern im dritten Quartal mehr Smartphones als Apple verkauft. Dadurch fällt der einstige Primus vom Medaillenpodest. Mit 44,4 Mio. Geräten liegt Xiaomi nun auf Rang drei und eroberte einen Marktanteil von 12,1%. Branchenführer bleibt natürlich weiterhin Samsung Electronics. Den Südkoreanern gehören 22% vom Kuchen. Trotz der US-Sanktionen bleibt Huawei auf Silberkurs. Insgesamt wurden laut Gartner im dritten Quartal knapp 6% weniger Smartphones verkauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch in den beiden Vorquartalen fielen die Verkäufe deutlich schlechter aus als im gleichen Zeitraum 2019.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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