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20.05.2026 | 05:00

Rüstungs- und Rohstoffkrise: Lockheed Martin, Glencore und die besondere Chance von Antimony Resources

  • Antimon
  • zivile Anwendung
  • Rüstung
  • Lieferketten
Bildquelle: KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Exportbeschränkungen und explodierende Rohstoffpreise – die veränderte geopolitische Verfügbarkeit von strategischen Metallen stellt die westliche Verteidigungsindustrie vor Herausforderungen. War die Rohstoffbeschaffung über Jahrzehnte hinweg eine reine Logistikaufgabe im Rahmen einer funktionierenden Globalisierung, bestimmt heute der sichere Zugang zu konfliktfreien Vorkommen über die Wehrfähigkeit westlicher Staaten. Die Tragweite dieses Strukturwandels zeigt sich besonders beim Element Antimon, einer unverzichtbaren Schlüsselkomponente für zivile Technologien und die Rüstung. Da die Vereinigten Staaten über keine eigene heimische Antimonförderung verfügen, ist der Aufbau neuer Minenprojekte in stabilen, nordamerikanischen Jurisdiktionen von höchster Relevanz. In diesem Marktumfeld rückt das kanadische Bergbauunternehmen Antimony Resources in den Fokus globaler Rüstungs- und Rohstoffkonzerne.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64

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Inhaltsverzeichnis:


    Das Antimon-Monopol Chinas und die Auswirkungen auf die Lieferketten

    Die Rüstungs-Lieferkette des Westens leidet unter einer einseitigen Abhängigkeit: Nach Angaben des United States Geological Survey kontrolliert China nahezu die Hälfte der weltweiten Antimon-Minenförderung und war in der Vergangenheit für 63 % der US-Importe verantwortlich. Diese Dominanz nutzt das chinesische Handelsministerium gezielt als geopolitischen Hebel. Nach ersten Exportbeschränkungen im August 2024 folgte im Dezember 2024 ein vollständiges Exportverbot für Antimon, Gallium und Germanium in die Vereinigten Staaten. Die US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies stuft diese Maßnahme als direkte Vergeltung für US-Sanktionen gegen die chinesische Halbleiterindustrie ein.

    Die direkten Folgen für den Markt waren drastisch: Während die chinesischen Lieferungen in die USA nach den ersten Beschränkungen um 97 % einbrachen, verzeichnete der strategische Rohstoff einen historischen Preisanstieg. Analysten von GBC berichten von einer Explosion des Antimonpreises von rund 10.000 USD je Tonne im Jahr 2020 auf einen Höchststand von rund 60.000 USD/t. Da das Element neben zivilen High-Tech-Anwendungen auch für militärische Sensoren, Flammschutzmittel sowie zwingend für Primer und Zündsysteme verschiedenster Munitionstypen benötigt wird, gerät die westliche Rüstungsindustrie unter Zugzwang.

    Lockheed Martin: Auftragsrekorde im Schatten von Versorgungsrisiken

    Als weltweit führender Rüstungskonzern steht Lockheed Martin unter Druck, die Produktionskapazitäten für Lenkflugkörper und präzisionsgelenkte Munition hochzufahren – das gilt umso mehr seit Ausbruch des Irankriegs. Die Zündsysteme für diese Waffensysteme sind zwingend auf hochreines Antimontrisulfid angewiesen, für das es keinen gleichwertigen Ersatz gibt. Lockheed Martin stützt sich zwar auf einen gigantischen Auftragsbestand von 186 Mrd. USD, doch wird man diese Aufträge nur vollumfänglich abarbeiten können, wenn man Zugriff auf Rohstoffe hat. Nach Berichten des Analysehauses Morningstar wirkten sich verschobene Auslieferungen und allgemeiner Margendruck bei Entwicklungsprogrammen mit Festpreisen belastend auf Lockheeds Geschäft aus.

    Glencore: Logistische Dominanz und Fokus auf Rüstungs-Rohstoffe

    Der Schweizer Rohstoff-Multi Glencore profitiert stark von der zunehmenden Rohstoff-Nationalisierung, indem er den Abbau von Metallen mit einer weltumspannenden Handelsplattform kombiniert. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 13,5 Mrd. USD bei einem Gesamtumsatz von 247,54 Mrd. USD. Der vorläufige Jahresbericht von Glencore zeigt, dass die Industriesparte dazu 9,9 Mrd. USD beigetragen hat, gestützt auf starke operative EBITDA-Margen von 30 % im Metallbereich.
    Glencore optimiert sein für die Rüstung relevantes Portfolio immer weiter und baut seine Präsenz in Nordamerika aus. Das Unternehmen betreibt mit der Horne-Schmelze in Quebec die größte metallurgische Verarbeitungsanlage für komplexe Erze und Elektronikschrott auf dem nordamerikanischen Kontinent. Wie Reuters-Meldungen bestätigen, befindet sich der Multi zudem in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Perpetua Resources über eine strategische Partnerschaft zur Raffinierung von Antimon in den USA, da Schmelzkapazitäten dringend gefragt sind.

    Antimony Resources: Riesiges Antimon-Projekt im kanadischen New Brunswick

    In diesem angespannten Umfeld positioniert sich Antimony Resources als Antimon-Pure-Play und potenzielles Übernahmeziel. Das Unternehmen kontrolliert das im Jahr 2025 von Globex Mining optionierte Bald-Hill-Projekt in der kanadischen Provinz New Brunswick. Das Projektgebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 37 km² in Queens County. Die Geologie ist geprägt von drei antimonreichen Zonen, die eine bekannte Streichlänge von 600 bis 700 m und eine Tiefe von mindestens 350 m aufweisen. Da die Vererzung in alle Richtungen offen ist, bietet das Projekt an der nordamerikanischen Ostküste großes Potenzial.

    Ein technischer Bericht nach dem Bergbau-Standard NI 43-101 definierte für die Hauptzone ein Explorationsziel von rund 2,71 Mio. t Erz mit einem Durchschnittsgehalt von 3 % bis 4 % Antimon. Dies entspricht einer potenziell enthaltenen Metallmenge von 81.000 bis 108.000 t, womit Bald Hill zu den bedeutendsten unerschlossenen Projekten in Nordamerika zählt. Die operative Qualität wird durch hervorragende Bohrergebnisse untermauert: Das Bohrloch BH-25-08 lieferte spektakuläre 14,91 % Antimon über 3,00 m, während die Tiefenbohrung BH-26-10 mit 1,37 % Antimon über 14,15 m die Kontinuität des Systems in der Tiefe bestätigte.

    Konsolidierung abgeschlossen? Antimony Resources gilt als vielversprechend.

    Antimony Resources glänzt mit erfahrenem Management

    Die Analysten von GBC berichten, dass das Management mit einem Cash-Bestand von 8,24 Mio. CAD per Ende Februar 2026 über ausreichende liquide Mittel verfügt, um das anstehende Bohr- und Zulassungsprogramm vollständig zu finanzieren. Das Kursziel der Analysten liegt bei 3,00 CAD und damit weit über dem aktuellen Kurs von rund 0,87 CAD. Für das zweite und dritte Quartal 2026 sind weitere 19.000 Bohrmeter geplant, um bis Anfang 2027 eine offizielle Ressourcenschätzung vorzulegen. Das operative Risiko des jungen Unternehmens senkt auch der erfahrene Geologe Jim Atkinson in seiner Rolle als CEO: Atkinson verfügt über große Erfahrung bei Branchengrößen wie Newmont und der BHP Group. Außerdem war er Chefgeologe der produzierenden Antimon-Mine Lake George in New Brunswick – der historisch einzigen produzierenden Antimonmine Nordamerikas. Da aussichtsreiche Antimonvorkommen in politisch stabilen Regionen rar sind, sollten sich Anleger Antimony Resources näher ansehen – sowohl Rüstungs-Riesen wie Lockheed, als auch Rohstoff-Giganten wie Glencore dürften das aufstrebende Unternehmen genau verfolgen.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

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