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28.07.2026 | 05:10

SAP, Miivo Ai, Oracle – SAP liefert und diese KI-Perle könnte folgen

  • Künstliche Intelligenz
  • Cloud-Dienste
Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI Inc.

Künstliche Intelligenz verändert die Unternehmenssoftware grundlegend. Während Konzerne Milliarden investieren, um Geschäftsprozesse zu automatisieren und Entscheidungen datenbasiert zu treffen, profitieren inzwischen auch kleine und mittelständische Unternehmen von dieser Entwicklung. Moderne KI-Plattformen analysieren Kundenverhalten, optimieren Vertrieb und Finanzen und liefern in Sekunden fundierte Handlungsempfehlungen. Genau dieser Trend eröffnet sowohl etablierten Softwaregiganten als auch innovativen Spezialisten attraktive Wachstumschancen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: MIIVO AI INC | CA59863J1003 | TSXV: MIVO , SAP SE O.N. | DE0007164600 , ORACLE CORP. DL-_01 | US68389X1054

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Inhaltsverzeichnis:


    SAP – Starke Zahlen und finanzielle Disziplin

    Starke Quartalszahlen und ein zukünftig diszipliniertes Verhalten bei KI-Ausgaben verhalfen den Walldorfern in den vergangenen beiden Handelstagen zu einem Kurssprung von rund 10 %. Der Softwarekonzern SAP reagiert auf die wachsenden finanziellen Belastungen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit einem strukturierten Kostenmanagement. Da das Unternehmen den KI-Einsatz vom Testbetrieb in die Anwendung übernimmt, entsteht ein hoher finanzieller Aufwand durch Nutzungs-Tokens. Um diese Kosten effizient zu steuern, führt das Management nun ein dreistufiges Kontrollsystem ein.

    Mitarbeiter in der Basisstufe erhalten somit ein monatliches Budget von 100 EUR für KI-Anwendungen. Für technische Rollen ist ein erweiterter Rahmen von 500 EUR eingeplant. Nur ausgewählte Nutzer dürfen bis zu 5.000 EUR im Monat aufwenden. Bei Erreichen von 50 beziehungsweise 80 % des jeweiligen Limits greifen automatische Warnmechanismen. Darüber hinausgehende Budgets können nur durch die Führungsebene freigegeben werden. SAP will so mit strikten Kostenmanagement auf den technologischen Wandel reagieren.

    Positiv entwickelt sich weiterhin das Segment der Cloud-Abonnements, bei welchem der Auftragsbestand die Schätzungen deutlich übertraf. Diese operative Entwicklung wird durch Analysten befeuert. Die Investmentbank Jefferies hält eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 210 EUR und begründet das neben dem soliden Auftragseingang mit einer vergleichsweise niedrigen Bewertung der Aktie. Die Deutsche Bank setzt ein Kursziel von 200 EUR und prognostiziert eine Beschleunigung des Cloud-Wachstums in den kommenden Jahren.

    Zurückhaltender äußert sich hingegen JPMorgan. Trotz der überzeugenden Cloud-Metriken verweist das Institut auf ein schwächeres operatives Ergebnis und abnehmende Margen im abgelaufenen Quartal. Mit einer neutralen Einstufung und einem Kursziel von 175 EUR betonen die Analysten, dass SAP im restlichen Jahr ein stärkeres Gewinnwachstum realisieren muss, um die Ertragsziele für das Jahr 2026 abzusichern.

    Miivo AI - Neue KI-Lösung eröffnet Milliardenmarkt im Mittelstand

    Der KI-Spezialist Miivo AI baut seine Plattform konsequent aus und hat mit dem neuen Customer Insights Tool ein vollständig automatisiertes Self-Service-Produkt vorgestellt. Kleine und mittelständische Unternehmen können damit Kundenbewertungen und Stimmungen auf Google Reviews, Instagram sowie Reddit in Echtzeit analysieren, Trends erkennen und KI-generierte Antworten erstellen lassen, ohne aufwendige Implementierung oder zusätzliche Software. Damit erweitert Miivo AI sein Angebot um den wachstumsstarken Bereich Customer Experience Management und schafft die Grundlage für zusätzliche wiederkehrende SaaS-Erlöse.

    Das Geschäftsmodell adressiert einen riesigen Markt. Die Kanadier entwickeln KI-Lösungen speziell für kleine und mittelständische Unternehmen, die bislang häufig keinen Zugang zu teuren Enterprise-Anwendungen hatten. Die Plattform bündelt Finanz-, Vertriebs-, Kunden- und Betriebsdaten, liefert Frühwarnsignale sowie konkrete Handlungsempfehlungen und unterstützt Unternehmen dabei, fundiertere Entscheidungen zu treffen. Ergänzt wird das Ökosystem durch Funktionen wie Business Intelligence, Lead-Generierung, mobile KI-Assistenten und automatisierte Prozesssteuerung. Ziel ist es, ein umfassendes KI-Betriebssystem für den Mittelstand aufzubauen.

    Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Unternehmen zuletzt durch die Übernahme von Tandem Partners. Die bisher eng eingebundene Beratungsgesellschaft wurde vollständig integriert und stärkt die operativen Fähigkeiten, internationale Präsenz sowie bestehende Vertriebskanäle und Kundenbeziehungen. Gleichzeitig erwartet das Management Effizienzgewinne und eine bessere Skalierbarkeit der Plattform.

    Auch die Wachstumsstrategie wirkt überzeugend. Miivo setzt auf ein margenträchtiges Self-Service-Modell mit automatisiertem Onboarding, einfacher Integration in bestehende ERP-, CRM- und Buchhaltungssysteme sowie einer hohen Kundenbindung durch kontinuierliche KI-gestützte Auswertungen. Parallel sollen strategische SaaS-Partnerschaften die Kundengewinnung beschleunigen und die Vertriebskosten niedrig halten. Nach Unternehmensangaben wurde bereits eine Integration mit einem regionalen Softwareanbieter abgeschlossen, der mehr als 14.000 mittelständische Unternehmen betreut.

    Mit der Kombination aus wachsendem KI-Markt, klarer Mittelstandsfokussierung, skalierbarem SaaS-Modell und der kontinuierlichen Erweiterung seines Produktportfolios positioniert sich das mit knapp 11 Mio. EUR bewertete Unternehmen in einem Segment mit erheblichem langfristigem Wachstumspotenzial.

    Oracle - Hohe Schuldenlast bremst

    Oracle verzeichnet aktuell ein starkes operatives Wachstum, das vor allem durch die anhaltend hohe Nachfrage in den Segmenten Cloud-Infrastruktur und Künstliche Intelligenz getrieben wird. Der Konzern weist aktuell einen Auftragsbestand von über 600 Mrd. USD aus. Dennoch steht das Unternehmen vor finanziellen Hürden. Der notwendige Ausbau von Rechenzentren erfordert hohe Kapitalmittel. In der Folge sind die langfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens auf mehr als 120 Mrd. USD angewachsen. Aufgrund der damit verbundenen Risiken, eines negativen freien Cashflows reduzierte die Ratingagentur S&P Global kürzlich die Bonitätseinstufung des Softwarekonzerns.

    In der abgelaufenen Börsenwoche vermeldeten die US-Amerikaner einen strategisch wichtigen Regierungsauftrag. Das US-Verteidigungsministerium schloss mit Oracle einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren ab. Das finanzielle Volumen dieses Deals entspricht knapp 7 Mrd. USD. Der Auftrag umfasst die Bereitstellung von Softwarelösungen für diverse staatliche Institutionen. Zu den zukünftigen Nutzern gehören Teile des Militärs, verschiedene Nachrichtendienste sowie die US-Küstenwache. Aufseiten der Regierung wird erwartet, dass die Einführung dieser IT-Systeme mittelfristig zu Kostensenkungen in Höhe von rund 440 Mio. USD führen wird.

    An den internationalen Finanzmärkten führte die Bekanntgabe des Regierungsauftrags zu einer kurzfristigen Kurssteigerung, verpuffte dann jedoch im Laufe der Handelssitzung. Insgesamt befindet sich die Aktie weiterhin in einem Abwärtstrend. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Aktie im direkten Branchenvergleich mit einem niedrigen KGV bewertet ist. Die zukünftige Preisentwicklung wird voraussichtlich stark davon abhängen, ob es dem Unternehmen gelingt, aus den steigenden Investitionen Gewinne zu erwirtschaften. Bis sich hier eine Tendenz abzeichnet, ist mit einer anhaltenden Volatilität der Aktie zu rechnen.


    Der KI-Boom bietet Anlegern weiterhin zahlreiche Chancen, doch die Ausgangslagen unterscheiden sich deutlich. SAP überzeugt mit starken Quartalszahlen und einem disziplinierten Kostenmanagement. Miivo AI positioniert sich mit seinem skalierbaren SaaS-Modell als interessante Wachstumsstory im Mittelstand. Oracle punktet zwar mit milliardenschweren Cloud- und Regierungsaufträgen, muss jedoch erst beweisen, dass die hohen Investitionen in KI nachhaltig profitabel werden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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