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11.09.2020 | 04:50

Shop Apotheke, Osino Resources, Steinhoff - wo locken Gewinne?

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Von Penny Stock bis Highflyer – hinter Chartbildern verstecken sich die unterschiedlichsten Geschichten. Von Resignation bis Euphorie – der Nenner ist, dass es keinen Nenner gibt. Warum sollten Kurse einer schon deutlich gestiegenen Aktie nicht weiter steigen? Und warum sollten die Kurse einer deutlich gefallenen Aktie nicht weiter fallen? Wir machen die Bestandsaufnahme bei drei Unternehmen.

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Carsten Mainitz
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Inhaltsverzeichnis:


    Shop Apotheke – „Wir gehen steil bis der Arzt kommt“

    Shop Apotheke Europe N.V. zählt zu den führenden europäischen Online-Apotheken und vertreibt hauptsächlich rezeptfreie Arzneimittel sowie apothekenübliche Schönheits- und Pflegeprodukte.

    Bei der Kursentwicklung der Aktie könnte einem etwas schwindlig werden und noch mehr bei der Bewertung. Die Anteilscheine legten innerhalb der letzten 12 Monate um über 320% zu. Die Börse bewertet das Unternehmen bei Kursen von rund 130 EUR derzeit mit 2 Mrd. EUR – Ende August notierte die Aktie sogar noch 25% höher.

    Im ersten Halbjahr verzeichnete der Konzern einen Umsatzzuwachs von 42%. Dennoch verdient das Unternehmen unter dem Strich noch kein Geld. Eine Verschnaufpause wäre angebracht.

    Osino Resources – Beeindruckender Newsflow

    Natürlich dient der steigende Goldpreis bei Explorationsgesellschaften als Hebel. Dennoch darf man den fast 80%igen Kursanstieg bei Osino Resources nicht nur auf die Rallye des Edelmetalls zurückführen. Das kanadische Goldexplorationsunternehmen mit einem aktiven Explorationsprogramm auf der großen namibischen Liegenschaft konzentriert sich auf die Definition und Erweiterung der neuen Goldentdeckung in Twin Hills im sich entwickelnden Karibib Gold District. In den letzten Wochen hat das Unternehmen extrem gute Nachrichten publiziert.

    Es gelang eine große Finanzierungsrunde und die kompetente Erweiterung des Boards. Ganz wesentlich sind zudem die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse, die eine Mineralisierungskontinuität und die Tiefenverlängerung bei Twin Hills bestätigen.

    Noch werden diese Nachrichten und Fortschritte nicht vom Markt aufgenommen. Weiter steigende Kurse sind angesichts der vielfältigen Potenziale unserer Ansicht nach vorprogrammiert und nur eine Frage der Zeit.

    Steinhoff – Seit fast drei Jahre auf der Intensivstation

    Vor drei Jahren war die Welt für Anleger der Steinhoff International Holdings noch in Ordnung. Der Einzelhandelskonzern, der vor allem Möbel und Haushaltswaren produziert und vertreibt und seine Produktpalette von Möbeln und Einrichtungsgegenständen in zahlreichen Einzelhandelsketten der Gruppe verkauf, verfügte über einen Börsenwert von mehreren Mrd. EUR. Ende 2017 erschütterte ein Bilanzskandal den Konzern. Von diesem hat sich das Unternehmen bis heute nicht erholt.

    Kürzlich gab der Konzern Auskunft über die Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres. Wie zu erwarten sanken im Zuge der Corona-Pandemie die Erlöse. Steinhoff steht vermehrt vor großen Herausforderungen, da viele Absatzmärkte durch den Lockdown nahezu zum Stillstand gekommen sind. „Der Patient liegt somit immer noch auf der Intensivstation – mit ungewissem Ausgang.“

    Die Aktie dümpelt bei rund 0,04 EUR herum.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Durch die gestiegenen Unsicherheiten in der Geopolitik, die ausufernde Inflation mit explodierenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie höhere Zinsniveaus wird es für Unternehmen immer schwieriger, ihre am Anfang des Jahres aufgestellten Prognosen einhalten zu können. Jüngste Beispiele sind u.a. der Batteriehersteller Varta und der Immobilienfinanzierer Hypoport, die ihre Jahresziele zurückziehen mussten. Daneben gibt es jedoch eine ganze Reihe von Unternehmen, die trotz aller Herausforderungen positiv überraschen können.

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    Das Ziel, Unabhängigkeit von russischem Öl und Gas zu erlangen, drängt die Politik zu zukunftsweisenden Alternativlösungen. Zwischen Kanada und Deutschland wurde Ende August ein Abkommen geschlossen, das für die Wasserstoffbranche einen Quantensprung bedeutet. Wasserstoff gilt als Schlüsselelement im Verkehrssektor für das Erreichen der Klimaziele. Im Moment befinden sich noch viele Unternehmen im Korrekturmodus. Dadurch ergeben sich langfristig attraktive Chancen auf überproportionale Kursgewinne.

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