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21.09.2020 | 05:50

Snowflake, wallstreet:online, Commerzbank – Investoren honorieren Erfolge

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Skalierbare Geschäftsmodelle sind beliebt bei Anlegern. Eine bestimmte Infrastruktur, eine Dienstleistung oder ein Produkt kann vom Anbieter ohne merkliche Zusatzkosten einer steigenden Anzahl von Kunden angeboten werden. Diese oft exponentiellen Wachstumsraten lassen die Kassen der Anbieter klingeln. Die Börsen honoriert in der Regel schon die rosigen Aussichten mit kräftigen Kursgewinnen. Fehlt hingegen die Wachstumsstory, so kann man als Anleger schon mit einer Seitwärtsbewegung zufrieden sein.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: US8334451098 , DE000A2GS609 , DE000CBK1001

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Inhaltsverzeichnis:


    Patrick Grewe, Asset Manager, van Grunsteyn
    "[...] Nachhaltigkeit ist ein großes und wichtiges Thema. Vielfach wird sie aber lediglich mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Tatsächlich umfasst der Begriff aber auch finanzielle Nachhaltigkeit. [...]" Patrick Grewe, Asset Manager, van Grunsteyn

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    Kursverdopplung seit IPO

    Am vergangenen Mittwoch machte der Börsenneuling Snowflake in beeindruckender Weise auf sich aufmerksam. Die Anteilscheine der Cloud-Datenplattform aus San Mateo, Kalifornien, starteten am Tag des IPO in New York mit einem Kursplus von über 100%. Und dies obwohl die Verkaufsspanne kurzfristig von 75 bis 85 USD erhöht und dann auf 120 USD festgesetzt wurde. Gemessen am Mittelzufluss von rund 3,4 Mrd. USD ist Snowflake der bislang größte US-Börsengang in diesem Jahr. Die Gesellschaft wird aktuell mit knapp 70 Mrd. USD bewertet.

    Laut Presseberichten investierte sowohl der SAP-Rivale Salesforce über seinen Investmentarm als auch Berkshire Hathaway, die Firma des Starinvestors Warren Buffett, jeweils 250 Mio. USD zum IPO.

    Das Geschäftsmodell des Unternehmens begeistert viele. Snowflake ermöglicht es Kunden, Daten in einer einzigen Cloud-Quelle zu konsolidieren, Geschäftseinblicke in Echtzeit zu gewinnen, datengesteuerte Anwendungen zu erstellen und Daten gemeinsam zu nutzen (multi-cloud strategy, cross-cloud approach). Die Aktie beendete die Woche mit 240 USD.

    Die 100 EUR-Marke im Blick

    Die wallstreet:online Gruppe ist mit fast 290 Mio. Seitenaufrufen mit weitem Abstand der größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und die größte Finanz-Community. Zudem betreibt die Gruppe seit Anfang 2020 Smartbroker, einen eigenen Online Broker.

    Vergangene Woche erhöhte w:o die Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich. Im Bereich Finanzportale profitieren die Berliner von steigenden Nutzerzahlen und Werbeerlösen. Zudem verläuft das Wachstum von Smartbroker wesentlich dynamischer als noch zu Jahresbeginn erwartet. Im Mai 2020 sah die Planung noch die Gewinnung von 60.000 Kunden vor, jetzt liegt die Zielmarke bei über 83.000 Neukunden.

    Die verbesserten Aussichten ließen die Aktie am Freitag um 6,6% auf 84,40 EUR steigen. Es ist zu erwarten, dass die Analystenhäuser in Kürze die Gewinnschätzungen und in der Folge die Kursziele deutlich erhöhen. Das durchschnittliche Kursziel sollte dabei von aktuell 90 EUR auf deutlich über 100 EUR ansteigen.

    Anleger können sich glücklich schätzen: Die Aktie verfügt über gleich zwei stark wachsende und sich sogar gegenseitig befeuernde, skalierbare Geschäftsbereiche. Es kann also kein Zweifel daran bestehen, dass w:o auch in Zukunft positiv überraschen kann.

    Noch im Seitwärtsmodus

    Die Commerzbank AG zählt zu den führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Seit vielen Jahren ist das Unternehmen dabei, sich neu zu erfinden. Wichtig in diesem Prozess war sicherlich die Übernahme des Online Brokers comdirect im Sommer. Der neue Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter machte vergangene Woche klar: „Die Commerzbank ist kein Sanierungsfall, die Commerzbank muss aber effizienter werden.“

    In der letzten Woche verloren die Aktie gut 7% und gingen am Freitag mit 4,48 EUR aus dem XETRA-Handel. Der Konzern bringt derzeit rund 5,6 Mrd. EUR auf die Börsenwaage. Am 5. November 2020 steht die Veröffentlichung der Neunmonats-Zahlen an.

    Laut einer Meldung vom Freitag, berichteten EZB-Insider, Banken in der Eurozone stünde ein baldiges Ende des faktischen, durch die Corona-Krise verursachten Dividendenstopps bevor. Dies war jedoch belanglos für den renditeschwachen Titel. Zuletzt wurde für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 0,20 EUR ausgeschüttet. Der Konsens der 12 Analysten, erwartet erst für das Geschäftsjahr 2021, also im Kalenderjahr 2022, eine Ausschüttung von 0,04 EUR je Aktie.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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