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13.06.2023 | 06:00

Standard Lithium, Grid Metals, Volkswagen – Lithium ist elementar für die Elektromobilität

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Bildquelle: pixabay.com

Der Verkauf von Elektrofahrzeugen übertrifft weiterhin die Verkaufserwartungen und steigert die Nachfrage nach Lithium, Nickel und anderen Batterierohstoffen. Gleichzeitig steht der Rohstoff-Nachschub vor Herausforderungen, einschließlich technischer Probleme bei neuen Lithiumablagerungstypen, Genehmigungsverfahren und sozialen Fragen. Diese Situation könnte zu einer 5- bis 6-jährigen Chance für anhaltend höhere Lithiumpreise führen. Projekte, die als erste auf den Markt kommen, können eine bedeutende Marktbewertung erreichen, weshalb sich Unternehmen auf eine rasche Umsetzung und Umsatzgenerierung konzentrieren. Wir sehen uns daher zwei Lithiumunternehmen an und schauen, wie Volkswagen den Herausforderungen bei der Beschaffung begegnen will.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , GRID METALS CORP. | CA39814L1076 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Standard Lithium – auf dem Weg zur Kommerzialisierung

    Die 650-Millionen-Dollar-Investition von General Motors in Lithium Americas zeigt, wie wichtig die Sicherung einer langfristigen Lithium-Lieferkette ist. Da weniger als 1 % des weltweiten Lithiums in den USA abgebaut wird, ist die Entwicklung inländischer Kapazitäten von entscheidender Bedeutung und die US-Regierung ist gewillt, grüne Technologien zu unterstützen. Das sind gute Nachrichten für Standard Lithium. Das Bohrprogramm in Texas konnte Lithiumgehalte von 298 bis 634 mg/l vorweisen. Das Unternehmen hat seinen Ressourcenbestand in Osttexas strategisch erweitert und sich Rechte an bestehenden und neuen Bohrlöchern gesichert.

    Die Partnerschaft mit KOCH wurde Anfang Mai intensiviert. Gemeinsam mit Koch Technology Solutions will man integrierte Lithium-Sole-Verarbeitungsabläufe entwickeln. Auch in Arkansas geht es voran. Das Unternehmen meldete die höchsten Lithium-Sole-Proben mit einem Gehalt von 581 mg/l. Ende Mai wurde ein Mandat an BNP Paribas vergeben, die als Finanzberater bei Kreditfinanzierungen tätig werden soll. Damit soll das 1. kommerzielle Projekt in Arkansas umgesetzt werden.

    Mit seinen Partnern Lanxess und Koch hat Standard Lithium namhafte Unternehmen an seiner Seite. Sollten mehr Automobilhersteller auf die Idee kommen sich an Lithiumunternehmen zu beteiligen, um ihre Lieferketten zu sichern, könnte auch Standard Lithium auf dem Radar auftauchen. Nachdem die Aktie von ihrem Support bei 3,17 USD Anfang Mai abgeprallt ist und die Meldung über die hohen Lithiumgehalte in Texas veröffentlicht wurde, ging es von 3,15 USD bis 4,69 USD nach oben. Derzeit wird die Aktie um 4,63 USD gehandelt.

    Grid Metals – neue Bohrergebnisse

    Grid Metals (Grid) ist in Kanada, genauer gesagt in der Provinz Manitoba, aktiv und entwickelt sich zum Hot-Spot für kritische Metalle wie Lithium und Nickel. Dort hat sich das Unternehmen mittlerweile ein Produktportfolio von Lithium- und Nickel-Projekten zugelegt. Das derzeit aussichtsreichste Projekt ist die Donner Lake Lithium Liegenschaft, an der das Unternehmen 75 % der Anteile hält. Das Unternehmen arbeitet mit Hochdruck daran, eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) vorzulegen. Mit der bereits produzierenden Tanco Mine wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach Grid die Kapazitäten von Tanco nutzen kann. Eine Win-Win Situation für beide Parteien. Tanco erweitert seine Ressourcenbasis und Grid kann schneller in Produktion gehen.

    Eine fortgeschrittene Explorationsgenehmigung ist beantragt, um Großproben zu entnehmen und Tanco zur Verfügung zu stellen. Am 31. Mai gab das Unternehmen die Ergebnisse aus dem letzten Bohrprogramm bekannt. Auf Basis dieser Ergebnisse soll noch in diesem Monat eine erste Ressourcenschätzung durch SGS Canada vorgelegt werden. Die Spodumenmineralisierung wurde in allen Bohrlöchern nachgewiesen und hat aktuell eine Streichenlänge von etwa 715 m. Bei den Bohrungen wurden Lithiumgehalte zwischen 1,13 % und 1,6 % gefunden. Insgesamt wurden 19 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 4.379 m niedergebracht. Als Ergänzung zum Donner Lake Projekt wurde das Falcon West Projekt erworben, das dem Unternehmen zu 100 % gehört und ein Kerngebiet von 1 km mit historischen Ressourcen aufweist.

    Neben den Lithium Grundstücken gibt es noch das Nickel Portfolio, das aus 6 Projekten besteht. Dabei stechen Makwa und Mayville heraus, die sich im PEA Stadium mit viel Explorationspotential befinden. Neben Nickel ist dort auch Kupfer, Kobalt und PGM Metalle zu finden. Makwa hat vor allem Nickel (0,61 %) und Palladium zu bieten. Mayville beherbergt Kupfer (0,44 %) und Nickel (0,18 %). Beide Ressourcen können im günstigen Tagebau abgebaut werden. Anfang Februar stand die Aktie noch bei 0,245 CAD, dann ging es wie bei fast allen Lithium-Unternehmen nach unten. Derzeit zahlt man für einen Anteilsschein 0,14 CAD. Mit der Ressourcenschätzung könnte die Aktie einen Turnaround hinlegen. Arbeitet man zukünftig mit Tanco zusammen, hat das Unternehmen Einnahmen mit denen die anderen Projekte weiter aufgewertet werden können.

    Volkswagen - Kostensenkungsprogramm

    Auch wenn Volkswagen zuletzt in China Federn lassen musste, so wurden im 1. Quartal 42 % mehr Elektrofahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Das Unternehmen hat sich früh zur Elektromobilität bekannt und viele Mrd. EUR in die Software von Elektrofahrzeugen investiert. Der Konzern plant Giga-Factories in Salzgitter, Valenzia und Ontario. Es gibt Partnerschaften mit Northvolt oder QuantumScape mit dem Ziel, die Batterien für Elektroautos zu optimieren. Noch ist der Konzern nicht an einem Lithiumhersteller beteiligt, aber solche Lieferkettenprobleme wie bei den Mikrochips will man in Wolfsburg künftig sicherlich vermeiden.

    Das Handelsblatt meldete am 12. Juni, dass sich der Aufsichtsrat morgen treffen wird, um über das kommende Sparprogramm zu beraten. Insgesamt sollen mindestens 3 Mrd. EUR eingespart werden, um die Umsatzrendite von 3 % auf 6,5 % zu bringen. Der Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto wird tiefgreifende Veränderungen im Konzern nach sich ziehen. So werden die aktuellen Produktionsverfahren auf den Prüfstand kommen und daraus Rückschlüsse für die Zukunft gezogen werden. Zuletzt konnte man auf dem chinesischen Markt beim Preiskampf nicht mithalten und verlor so Marktanteile.

    Wie es genau weitergeht will VW-Chef Blume am 21. Juni auf dem Kapitalmarkttag verkünden. Investoren sollten diesen Tag im Hinterkopf behalten. Das Kostensenkungsprogramm kam bei den Aktionären gut an. Die Aktie ist momentan für 129,14 EUR zu haben. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sieht mit etwa 5 günstig aus. Mit dem Sparprogramm könnte der Wert weiter sinken, wenn die Margen steigen. Außerdem sind die Lieferkettenprobleme der Mikrochips fast komplett gelöst und somit kann wieder mehr produziert werden.


    Je mehr die Elektrofahrzeuge vom Markt angenommen werden, umso größer ist der Bedarf an Rohstoffen, um die Nachfrage zu bedienen. Das ist gut für die Lithiumproduzenten. Standard Lithium will sein 1. Projekt kommerzialisieren. Grid Metals hat neben Lithium auch Nickel und Kupfer im Angebot. Ein Vorteil ist, dass das abgebaute Material von Tanco verarbeitet wird und man selbst keine Anlagen bauen muss. Volkswagen investiert derzeit vor allem in Batteriefabriken, um unabhängiger von den Batterieherstellern zu werden. Das Kostensenkungsprogramm soll die Marge wieder steigen lassen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Aufsichtsrat – Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan der Aktiengesellschaft und wird von der Hauptversammlung bestellt.
    3. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    4. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    5. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

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