20.02.2026 | 05:30
Warum Silver North Resources vom Silberhunger von Xiaomi und Broadcom profitiert
Drei Megatrends erschüttern die Wirtschaft: Der KI-Boom treibt den Energiebedarf in schwindelerregende Höhen – ein einziges Rechenzentrum verbraucht heute so viel Strom wie 100.000 Haushalte. Gleichzeitig zerfällt die alte Handelsordnung, und ein unscheinbares Metall wird zur strategischen Schlüsselressource: Silber. Das sechste Angebotsdefizit in Folge macht Explorationsprojekte zur Machtfrage, denn ohne Silber keine Smartphones, keine Chips, keine Energiewende. Wie Sie von dieser Gemengelage profitieren, zeigt die Wertschöpfungskette vom kanadischen Explorer Silver North Resources über den Ökosystembauer Xiaomi bis hin zum Chipgiganten Broadcom.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
SILVER NORTH RESOURCES LTD | CA8280611010 , XIAOMI CORP. CL.B | KYG9830T1067 , BROADCOM INC. DL-_001 | US11135F1012
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Intern gehen wir davon aus, dass die Ressource deutlich wachsen wird, je tiefer wir abbauen. [...]" Dennis Karp, Executive Chairman, Manuka Resources
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Silver North Resources – gut kapitalisiert für die Zukunft
Manchmal läuft es einfach. Silver North Resources wollte eigentlich nur eine solide Finanzierung für die kommende Explorationssaison stemmen – herausgekommen ist ein kleiner Run auf die Aktien. Innerhalb weniger Wochen sammelte das Unternehmen 11,6 Mio. CAD ein, deutlich mehr als ursprünglich geplant. Die Nachfrage war so stark, dass die Platzierung sogar mehrfach aufgestockt wurde. Für einen Explorer in dieser Größenordnung ist das ein starkes Signal und ein klares Votum des Marktes für die eingeschlagene Strategie. Mit dieser finanziellen Basis kann das Management nun voll durchstarten. Anstatt sich auf die nächste Finanzierungsrunde konzentrieren zu müssen, hat das Team jetzt die Planungssicherheit für 2 volle Jahre.
Dass das Geld gerade jetzt fließt, ist kein Zufall. Die letzte Saison auf dem Flaggschiff-Projekt Haldane hat gezeigt, dass dort erhebliches Potenzial schlummert. 7 von 8 Bohrlöchern trafen auf die gesuchte Main-Fault-Struktur. Eine sehr gute Trefferquote, die das Verständnis für die Lagerstätte enorm verbessert hat. Die Mineralisierung ließ sich über 100 m und bis zu 150 Meter in die Tiefe verfolgen, was dem Ziel eine neue Dimension verleiht. Die Gehalte können sich ebenfalls sehen lassen. Ein Abschnitt von gut 9 m lieferte durchschnittlich 428 g/t Silber, inklusive einer hochgradigen Kernzone mit über 1.000 g/t. Wer die Geologie im Keno-Hill-Distrikt kennt, weiß, dass solche Werte in dieser Mächtigkeit bestätigen, dass man hier auf dem richtigen Weg ist, ähnlich wertvolle Strukturen zu identifizieren wie der erfolgreiche Nachbar Hecla Mining.
Mit dem frischen Kapital will Silver North jetzt den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Den Auftakt macht im März eine geophysikalische Messung aus der Luft, um die Strukturen noch präziser zu kartieren. Sobald der Yukon-Winter es zulässt, sollen dann 2 Bohranlagen an den Start gehen. Das Ziel ist die vielversprechende Main Fault Schritt für Schritt weiter abzugrenzen, während parallel die anderen Targets auf dem weitläufigen Konzessionsgebiet in Angriff genommen werden. Dank der gut gefüllten Kasse kann das Team flexibel auf neue Erkenntnisse reagieren und sofort nachsteuern. Die Voraussetzungen für eine wegweisende Saison könnten also kaum besser sein. Aktuell notiert die Aktie bei 0,285 CAD.
Xiaomi - vom Smartphone-Hersteller zum Auto-Konzern
Der chinesische Technologieriese durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Was vor zwei Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realität. Xiaomi hat sich im Elektroautomarkt etabliert. Doch der schnelle Aufstieg hinterlässt Spuren – im Kerngeschäft und an der Börse. Mit über 410.000 ausgelieferten Elektrofahrzeugen allein im Jahr 2025 hat Xiaomi eindrucksvoll bewiesen, dass der Einstieg in die Automobilbranche kein Experiment war. Der YU7-SUV entwickelte sich zum Verkaufsschlager und ließ im Januar selbst Teslas Model Y in China hinter sich. Doch die Wachstumskurve flacht ab. Die Dezember-Zahlen wurden im Folgemonat unterschritten, und die Auslieferungen der Limousine SU7 ruhen derzeit wegen eines Facelifts. Analysten beobachten zudem verkürzte Wartezeiten – ein mögliches Zeichen nachlassender Nachfrage in einem Markt, der von Preiskämpfen und sinkenden staatlichen Förderungen geprägt ist.
Während die Elektroautos die Schlagzeilen dominieren, bröckelt das Fundament. Im Smartphone-Segment, das lange Zeit das Rückgrat des Konzerns bildete, kämpft Xiaomi mit schrumpfenden Margen. Branchenbeobachter rechnen für die kommenden Quartale mit einem Rückgang auf 8-9 %, belastet durch steigende Speicherchip-Preise und verhaltene Nachfrage. Dabei wäre gerade jetzt Schlagkraft nötig. Die neue Flaggschiff-Serie 17 startet Ende Februar mit ambitionierter Premium-Strategie, muss sich aber in einem gesättigten Markt gegen Apple und Samsung behaupten.
Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 für das laufende Jahr wirkt Xiaomi nicht überteuert, zumindest auf den ersten Blick. Doch die jüngsten Prognoseanpassungen großer Häuser zeigen, dass die Margen im Autogeschäft hinter den Erwartungen zurückbleiben könnten. Der Aktienkurs hat seit seinem Hoch 2025 fast die Hälfte eingebüßt und scheint sich nun zu stabilisieren. Die Wachstumsfantasie ist intakt, aber die Hürden auf dem Weg dorthin sind real. Die Quartalszahlen Ende März werden zeigen, ob sich die Talsohle durchschreiten lässt. Derzeit ist die Aktie für 4,01 EUR zu haben.
Broadcom - vor den Quartalszahlen
Die Ausgangslage könnte widersprüchlicher kaum sein. Broadcom glänzt mit einem Auftragsbestand von über 73 Mrd. USD für die kommenden 18 Monate und prognostiziert für das 1. Quartal ein Umsatzplus von 28 %. Die KI-Erlöse sollen sich auf 8,2 Mrd. USD erhöhen. Dennoch hat die Aktie seit den letzten Zahlen rund 18 % nachgegeben. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der Rücksetzer eine Einstiegschance darstellt oder ob hier fundamentale Baustellen übersehen werden.
Das KI-Wachstum hat seinen Preis. Broadcom liefert zunehmend komplette Systeme für Hyperscaler wie Google, was die Umsätze in die Höhe treibt, gleichzeitig aber die prozentuale Bruttomarge belastet. Die Prognose für das laufende Quartal liegt hier bei 76,9 %, ein Rückgang gegenüber den Vorjahreswerten. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden bleibt ein Risiko, auch wenn diese ihre Investitionen für 2026 massiv aufstocken. Analysten beobachten zudem genau, wie sich die zunehmende Konkurrenz im Custom-Chip-Bereich auswirkt.
Die entscheidende Frage am 4. März wird sein, ob Broadcom die hohen Erwartungen nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Profitabilität erfüllen kann. Der Markt scheint hier noch seine Zweifel zu haben. Investoren sollten genau hinschauen, wie sich der Mix aus margenstarken Software-Erlösen und dem wachstumsstarken, aber druckbelasteten Chipgeschäft entwickelt. Die kommenden Zahlen werden zeigen, ob der Konzern seine starke Verhandlungsposition gegenüber den Hyperscalern tatsächlich in nachhaltige Wertschöpfung übersetzen kann. Momentan kostet eine Aktie 333,51 USD.
Die strategische Bedeutung von Silber eint die drei Unternehmen dieser Wertschöpfungskette. Silver North Resources hat mit der überzeichneten Finanzierung bewiesen, dass Investoren das Potenzial erkennen, im berühmten Keno-Hill-Distrikt an die erfolgreichen Nachbarn anzuschließen. Xiaomi treibt den Silberhunger als Technologiekonzern voran, muss sich jedoch im margenschwachen E-Auto-Markt gegen Tesla behaupten, während das margenstarke Smartphone-Geschäft bröckelt. Broadcom wiederum zeigt, dass der KI-Boom zwar Rekordumsätze bringt, der Druck der Großkunden auf die Marge das Wachstum aber teuer erkauft.
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