Menü schließen




22.06.2021 | 05:10

Steinhoff, Barsele Minerals, Bayer – Das ist Sprengstoff für die Börsen

  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Ändern die Zentralbanken ihre Ausrichtung oder bleibt „die Politik des billigen Geldes“ mit unlimitierten Anleihekäufen und Nullzinsen zum Wohle des Wachstums erhalten? Vergangene Woche wurden die Märkte bereits auf dem falschen Fuß erwischt, nachdem die FED für das Jahr 2023 zwei Zinserhöhungen prognostizierte. Noch mehr Salz in die Wunden der Anleger streute der Präsident der St. Louis Fed, James Bullard. Dieser sieht in einer beschleunigten Straffung der Geldpolitik eine normale Reaktion auf das Wirtschaftswachstum und die ausufernde Inflation in Folge der Rückkehr der Wirtschaft nach dem Corona-Schock.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA0688921083 , NL0011375019 , DE000BAY0017

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Verluste auf breiter Front

    Aus Angst vor einer früher als erwartet durchgeführten Zinswende gaben die Märkte weltweit stark nach. Die amerikanischen Indizes Dow Jones und der marktbreite S&P 500 verbuchten die schlechteste Woche seit Oktober des vergangenen Jahres, auch die asiatischen Börsen gaben am Montag mit einem überproportionalen Minus von fast 4% nach. Bereits im Vorfeld der FED-Sitzung am vergangenen Mittwoch korrigierten die Edelmetalle scharf. Hofften die Goldjünger noch auf einen Ausbruch über den markanten Widerstand bei 1.920 USD, wurde das charttechnisch positive Bild mit einem Ausverkauf bis auf die Marke von 1.764 USD zu Nichte gemacht.

    Durch diese scharfe Korrektur ist es aus technischer Sicht wahrscheinlich, dass der Preis des gelben Edelmetalls noch einmal den im April ausgebildeten doppelten Boden bei 1.680 USD testen wird. Auf langfristige Sicht jedoch bieten sich im Moment aufgrund der fundamentalen Fakten, etwa der ausufernden Staatsverschuldung, antizyklisch gute Chancen, am steigenden Goldpreis zu partizipieren. Neben einem Investment in Barren oder Münzen, bieten vor allem Aktien von Goldminenbetreibern Chancen auf überdurchschnittliche Kursgewinne.

    Pures Gold in Europa

    Fragt man Anleger nach den Orten interessanter Goldvorkommen, bekommt man als Antwort Südafrika, USA oder Australien. Kaum jemand hat die skandinavischen Länder auf dem Schirm. Dabei gilt Schweden wegen seiner langen Bergbau-Historie als eine der sichersten und besten Goldstätten der Erde. Rund 500 km von der Hauptstadt Stockholm entfernt, hat das kanadische Explorationsunternehmen Barsele Minerals einen Schatz in der Hand, der ein Explorationspotenzial von sage und schreibe 3,5 Mio. Unzen reinem Gold besitzt. Das Barsele-Projekt ist knapp 47.000 Hektar groß und liegt im Fennoscandian Shield, dass die historisch hochgradige „Gold-Linie“ schneidet.

    Bisher war Barsele-Minerals mit 45% am gleichnamigen Projekt beteiligt, die Mehrheit von 55% hielt der Branchenriese Agnico Eagle, der in den vergangenen Jahren federführend für die Explorationsprogramme verantwortlich war. In den letzten sechs Jahren wurden bereits knapp 156.000m und 404 Bohrlöcher zurückgelegt. Im vergangenen Monat wurde zwischen den beiden Parteien eine Absichtserklärung unterschrieben, wonach Barsele die 55% von Agnico Eagle durch Zahlung von 45 Mio. USD übernehmen will und damit alleiniger Eigentümer werden soll. Die Exklusivitätsperiode läuft bis zum 30. Juli 2021 und kann unter bestimmten Bedingungen um weitere 31 Tage verlängert werden. Finanziert werden soll die Transaktion durch Auflage eines Convertible Bonds. Beim finalen Closing gewährt Barsele dem Vertragspartner zudem eigene Aktien im Volumen von 14,9% sowie 6 Mio. Warrants.

    Bereits vor zwei Jahren ergab ein unabhängiges Gutachten eine Ressourcenschätzung von 2,5 Mio. Unzen. In den nächsten zwei Jahren sind nun weitere 30.000 Bohrmeter geplant. Das Ziel des erfahrenen Managements liegt bei 3,5 Mio. Unzen. Sollte die Schätzung nur annähernd eintreten, besitzt die Aktie von Barsele Minerals Vervielfachungspotenzial. Aktuell liegt der Börsenwert bei rund 90 Mio. CAD. Zudem dürfte das Projekt bei weiter positiven Ergebnissen ein potenzieller Übernahmekandidat der großen Goldproduzenten sein. Handeln Sie antizyklisch!

    Steinhoff-Tochter mit Ergebnis

    Die Steinhoff Investment Holdings, eine Tochtergesellschaft der Steinhoff International, verzeichnete in den sechs Monaten bis Ende März einen operativen Gewinn von 5,2 Mrd. ZAR (Südafrikanischen Rand) nach Materialaufwand, verglichen mit einem operativen Verlust von 10,6 Mrd. ZAR im Vorjahr, nachdem Wechselkursgewinne und eine starke Leistung von Pepkor Holdings das Ergebnis stützten. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 8% auf 36,5 Mrd. ZAR. Die realisierten Wechselkursgewinne lagen bei 3,7 Mrd. ZAR, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust in Höhe von 4,8 Mrd. ZAR entstand.

    Die Rückstellungen für den Vorschlag zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten wurden von 9,4 Mrd. auf 10,6 Mrd. ZAR erhöht, was zu einem zusätzlichen Aufwand von 1,2 Mrd. ZAR führte. Zudem wurde eine Dividende von 292,43 Cents je Vorzugsaktie beschlossen.

    Positive Stimmen für Bayer

    Die Rekordpreise bei Agrargütern dürften den Ergebnissen der Bayer AG nach Ansicht der Analysten der Deutschen Bank noch Luft nach oben verschaffen. So ließ Analyst Falko Friedrichs die Aktie des Pharmariesen bei mit einem Kursziel von 66 EUR.

    Positiv war zudem eine Studie der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, die den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für unbedenklich hält und sich für eine erneute Zulassung ausspricht. Tierversuche, epidemiologische Studien sowie statistische Analysen hätten gezeigt, dass das Mittel weder krebserregend noch erbgutschädigend sei und deshalb kein Risiko für Verbraucher vorliegt. Zu dieser übereinstimmenden Bewertung waren die Prüfbehörden in Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Ungarn gekommen, die von der EFSA beauftragt worden waren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 18.05.2022 | 05:10

    RWE, Almonty Industries, Daimler Truck – Immer mehr Stärkezeichen

    • Märkte
    • Rohstoffe

    Die Weltbörsen taumeln, ein weiterer Sell-off konnte bisher jedoch vermieden werden. Stärke zeigt auch das deutsche Börsenbarometer DAX. Nach einem weiteren Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke bei 14.000 Punkten konnte diese deutlich zurückgewonnen werden. Nun wartet ein wichtiger, seit Anfang des laufenden Börsenjahres ausgebildeter Abwärtstrend. Sollte dieser durchbrochen werden, dürfte eine deutlichere Erholung stattfinden und für weitere Entlastung sorgen. Ähnlich positiv sieht die Entwicklung bei vielen Einzelaktien aus. Nach stärkeren Korrekturen zeigen die Kursrichtungen wieder Richtung Norden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 18.05.2022 | 05:10

    Barrick Gold, Desert Gold, Newmont – Goldene Zeiten

    • Gold
    • Märkte

    Die Situation bei Gold ist im Moment mehr als paradox. Auf der einen Seite wütet der Ukraine-Krieg mit der Gefahr einer Ausweitung auf andere Länder. Dazu springen die Inflationsraten auf Niveaus, die die Welt seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als Sahnehäubchen behindern die No-Covid-Lockdowns in China die eh schon verworrenen Lieferketten. Gold müsste demnach explodieren. Jedoch sieht die Realität anders aus. Das gelbe Edelmetall kämpft aktuell um die Marke bei 1.800 USD je Unze. Langfristig dürfte sich die Krisenwährung durchsetzen und ihren Weg über neue Höchststände bahnen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 05.05.2022 | 05:10

    Rheinmetall, Triumph Gold, K+S – Hype oder nachhaltig?

    • Gold
    • Märkte

    Bereits während der Corona-Pandemie konnte man eindeutig Gewinner und Verlierer identifizieren. Vakzin-Hersteller vervielfachten sich, Unternehmen mit dem Bezug Online-Handel performten ebenfalls besser als der Markt. In der aktuellen Ukraine-Krise drehen sich dagegen die Vorzeichen. Plötzlich sind die vor Kurzem noch verpönten Rüstungsaktien der letzte Schrei. Ebenfalls oben in der Anlegergunst sind Unternehmen von Düngemittelherstellern, die von den Sanktionen und damit der Angebotsknappheit profitieren. Doch wie nachhaltig sind die aktuellen Steigerungen? Auch bei Goldminenaktien sind die Rahmenbedingungen bestens. Doch diese performen im Gegensatz zu Rheinmetall, Hensoldt & Co. deutlich schwächer.

    Zum Kommentar