Menü

Aktuelle Interviews

Dr. Andreas Beyer, Geschäftsführer, Fonterelli GmbH & Co. KGaA

Dr. Andreas Beyer
Geschäftsführer | Fonterelli GmbH & Co. KGaA
Waldhornstr. 6, 80997 München (D)

info@fonterelli.de

+49 89 81 00 91 19

Dr. Andreas Beyer von Fonterelli: Wir haben Cashflows im Fokus!


Matthew Salthouse, CEO, Kainantu Resources

Matthew Salthouse
CEO | Kainantu Resources
3 Phillip Street #19-01 Royal Group Building, 048693 Singapore (SGP)

info@krl.com.sg

+65 6920 2020

Interview Kainantu Resources: „Wir haben den Schlüssel zu Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum“


Justin Reid, President und CEO, Troilus

Justin Reid
President und CEO | Troilus
36 Lombard Street, Floor 4, M5C 2X3 Toronto, Ontario (CAN)

info@troilusgold.com

+1 (647) 276-0050

Interview Troilus Gold: „Wir sind überzeugt, dass Troilus mehr als nur eine Mine ist“


14.05.2021 | 05:03

The Very Good Food Company, Anheuser-Busch Inbev, HelloFresh – Reopening im Lebensmittelbereich

  • The Very Good Food Company
  • Anheuser-Busch Inbev
  • HelloFresh
  • Bier
  • pflanzliche Lebensmittel
  • vegan
  • Käse
Bildquelle: pixabay.com

Momentan wird in Börsenkreisen das Thema 'Reopening' heiß diskutiert. Es geht dabei um Aktien, die entweder nach der Corona-Krise ein gewisses Nachholpotential haben oder stark von der Pandemie profitiert haben und nun mit der Normalisierung des öffentlichen Lebens unter Druck geraten könnten. Durch den Lockdown hatten viele Menschen viel weniger Bewegung, weil der Sport wegfiel oder in manchen Fällen sogar der Fußmarsch zur Arbeit. In dieser Zeit haben sich viele Menschen auf eine gesündere Ernährung konzentriert, um dennoch in Form zu bleiben. Viele freuen sich wenn Clubs, Bars und Restaurants wieder öffnen. Daher schauen wir uns heute drei Aktien aus dem Lebensmittelbereich an.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. | Autor: Armin Schulz
ISIN: CA88340B1094 , BE0974293251 , DE000A161408

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


 

Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

Mehr zum Autor


The Very Good Food Company – gute Nachrichten am laufenden Band

The Very Good Food Company hat es sich zum Ziel gesetzt, den Kunden pflanzliche Lebensmittelalternativen zu bieten. Vor drei Jahren starte das Unternehmen mit pflanzlichem Fleischersatz, der aussieht wie beim Metzger gekauft und auch so schmeckt. Die Resonanz war enorm, und so wurde ein Umsatzrekord nach dem anderen vermeldet. Im März wurde erstmals mehr als 1 Mio. CAD Umsatz erzielt.

Das Produktportfolio wird ausgeweitet durch die Übernahme von „The Cultured Nut“ und so bietet The Very Good Food Company nun auch pflanzlichen, milchfreien Käse unter der neuen Marke „The Very Good Cheese Co.“ mit fünf verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Man darf von dieser neuen Sparte erwarten, dass sie den Gesamtumsatz signifikant steigern wird, denn der pflanzliche Käsemarkt wächst in den USA um 42% pro Jahr und lag im Jahr 2020 bei 270 Mio. USD.

Einen Teil dieses Kuchens will sich das Unternehmen sichern, indem fast zeitgleich mit dem Start der neuen Käselinie bekannt gegeben wurde, dass United Natural Foods nun auch den Vertrieb in den USA übernimmt. Schon im letzten Jahr hatte United Natural Foods den Vertrieb für Kanada übernommen. Aufgrund guter Erfahrungen wurde die Vertriebspartnerschaft ausgeweitet. Die Einzelhandelspräsenz soll so weiter deutlich gesteigert werden.

Der Umsatz steigt laufend. Für das dritte Quartal soll zudem der Online-Verkauf in Großbritannien starten. Im vierten Quartal kommt auch die EU in den Genuss der pflanzlichen Produkte. Da der Umsatz steigt, wird parallel auch an Erweiterungen der Produktion gearbeitet, sowohl in Vancouver als auch in Kalifornien. Ende des Jahres soll die Anlage in Kalifornien in Betrieb genommen werden.

Nach dem furiosen Börsenauftakt konsolidierte die Aktie und bietet Anlegern, die auf den aufstrebenden pflanzlichen Nahrungsmittelmarkt setzen wollen, eine sehr interessante Perspektive. Das Management verfolgt eine klare Strategie, und wenn das Nadelöhr Produktion vergrößert wurde steht einem langfristigen Wachstum nichts mehr im Wege.

Anheuser-Busch Inbev – Strategiewechsel gelungen

Aufgrund der Corona-Pandemie ging der Absatz bei den Brauereien deutlich zurück und einige waren gezwungen, ihr Bier schlicht wegzukippen. Es fehlten die Kneipen-, Restaurant-, Stadien- und Festivalbesuche. Was passiert, wenn die Corona Beschränkungen fallen, konnte man im Land der Pubs beobachten. Das Bier wurde knapp, als die Pubs wieder öffneten.

Als Weltmarktführer musste Anheuser-Busch Inbev zwar im Februar einen Umsatzrückgang von 3,7% vermelden, aber das Ergebnis fiel insgesamt besser als erwartet aus. Seitdem klettert der Kurs der Aktie. Gute Zahlen für das erste Quartal und der Absatz in Großbritannien konnten weitere Käufer anlocken. Es kommt dem Unternehmen nun zugute, dass es auf Beyond Beer gesetzt hat. Das Konsumverhalten der Kunden hat sich in den letzten Jahren geändert und es wurden vermehrt Craft Beer, Cider, Alkopops und alkoholfreie Biere getrunken.

Die Beyond Beer Sparte erwartet für die kommenden Jahre ein mittleres zweistelliges Wachstum. Zudem wurde Anfang Mai der CEO gewechselt. Carlos Brito musste nach seinen aggressiven Übernahmen, die zu einer hohen Verschuldung führten, seinen Hut nehmen. Die Strategie geht nun eher zu Premium Marken und Beyond Beer, um außerhalb vom Biergeschäft zu wachsen. Der Ausblick auf weiteres Wachstum ist mit Aussicht auf das Reopening der Gastronomie sehr gut.

HelloFresh – wie geht es weiter?

HelloFresh ist einer der Profiteure der Corona-Krise. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz um über 100% steigern. Der Aktienkurs kletterte seit März 2020 von 16 auf über 77 Euro. Auch die ersten Quartalszahlen dieses Jahres konnten positiv überraschen. Der Trend hielt an und der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal mehr als verdoppelt werden. Auch die Zahl aktiver Nutzer des Service wuchs um 74,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Nach Zahlen passte das Management die Umsatzwachstumserwartungen für das laufende Geschäftsjahr von 20-25% auf 35-45% an. Aktuell ist Corona noch nicht besiegt, und in diesem Marktumfeld funktioniert das Geschäftsmodell von HelloFresh hervorragend. Doch trotz dieser guten Wachstumsaussichten, schaffte es die Aktie es nicht, ein neues Hoch zu bilden.

Es gibt zwei Faktoren, die Aktionären offensichtlich Sorgen bereiten. Erstens: bleibt das Interesse der Nutzer der HelloFresh-Kochboxen bestehen wenn die Pandemie vorbei ist? Zweitens bleibt die Frage offen, ob Amazon Fresh in den Markt von HelloFresh einsteigt. In diesem Fall würde es zu einem Preiskampf kommen, den HelloFresh kaum gewinnen kann. Aktuell sollte man abwarten, wie sich ein Reopening auf die HelloFresh-Zahlen auswirkt.


Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Armin Schulz vom 02.08.2021 | 05:40

The Very Good Food Company, Amazon, Anheuser-Busch Inbev – Einkaufsverhalten durch Pandemie verändert

  • vegan
  • vegetarisch
  • Cloud
  • Bier
  • Fleischersatz
  • The Very Good Food Company
  • Amazon
  • Anheuser-Busch Inbev

Die Corona-Krise hat das Einkaufsverhalten der Menschen weltweit verändert. Einerseits gibt es einen Trend zu mehr Online-Shopping, andererseits geben die Leute mehr Geld für höherwertige Lebensmittel aus, die in den meisten Fällen noch immer vor Ort gekauft werden. In Deutschland kann man das sehr gut anhand einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK erkennen. Die Discounter in Deutschland haben 1,4% weniger Umsatz im ersten Halbjahr 2021 erzielen können während die Supermärkte ein Plus von 6,3% aufweisen. Aufgrund der Pandemie fielen praktisch sämtliche Sonderausgaben wie Restaurantbesuche, Urlaub etc. weg und das gesparte Geld wird unter anderem im Supermarkt in höherwertige Produkte investiert.

Zum Kommentar

Kommentar von Mario Hose vom 08.08.2019 | 00:01

BHB Brauholding Bayern-Mitte AG – Aktie mit Rekordumsatz auf Höhenflug

  • Bier
  • Brauerei
  • Getränke

Die börsennotierte BHB Brauholding Bayern-Mitte AG hält die operative Tochtergesellschaft Herrnbräu GmbH, deren Kerngeschäft die Eigenproduktion und der Vertrieb von Bieren und alkoholfreien Getränken ist. Die Marke Herrnbräu ist eine in Bayern sehr bekannte Biersorte. Des Weiteren gehört die Marke „Bernadett Brunnen“ zu den alkoholfreien Getränken. Als Ergänzung ihres Produktangebotes vertreibt die Gesellschaft zudem auch Getränke anderer Hersteller. Auch wenn die die Gesellschaft ihre Getränke deutschlandweit vertreibt, ist der Fokus der Geschäftstätigkeit auf die Regionen Ingolstadt, München, Regensburg, Nürnberg und Augsburg gerichtet. Darüber hinaus vertreibt die Herrnbräu GmbH über die 40%ige Beteiligung an der Herrnbräu Italia S.r.l. zudem ihre Produkte auf dem italienischen Getränkemarkt.

Zum Kommentar