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09.12.2021 | 04:44

Tilray, Sativa Wellness, NanoRepro, Valneva – Die Gesundheitssieger 2022

  • Cannabis
  • Covid-19
  • Biotech
Bildquelle: pixabay.com

Das Thema Cannabis lief in den Jahren 2018 und 2019 durch alle Gazetten. Die Niederlande, Kanada und neun US-Bundesstaaten waren damals die bekannten Vorreiter in der Cannabis-Legalisierung. Diese soll nun auch in Deutschland kommen – so steht es zumindest im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien. Die Debatte um eine Legalisierung von Cannabis gibt es weltweit schon seit einigen Jahren. Für Deutschland möchte die Ampel-Koalition die kontrollierte Abgabe an Erwachsene zu Genusszwecken legalisieren. So wolle man mit der Lizensierung des Verkaufs von Cannabis auch den Jugendschutz gewährleisten und die Verbreitung verunreinigter Substanzen verhindern. Die Branche hat kurz mit Kursaufschlägen jubiliert, kehrte dann aber wieder zum Alltag zurück. Wir blicken auf wichtige Branchenvertreter.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SATIVA WELLNESS GROUP INC | CA80403E1043 , NANOREPRO AG | DE0006577109 , TILRAY INC. CL.2 DL-_0001 | US88688T1007 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851

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Inhaltsverzeichnis:


    Stephan Dorfmeister, Finanzressort, Deep Nature Project GmbH
    "[...] Seit 2014 haben wir die ersten Kooperationen mit Bio-Landwirten in Österreich und Deutschland begonnen und diese kontinuierlich weiterentwickelt. [...]" Stephan Dorfmeister, Finanzressort, Deep Nature Project GmbH

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    Tilray – Ein 4 Mrd. EUR-Markt wartet auf die Öffnung

    Tilray ist derzeit der deutsche Marktführer beim Verkauf von medizinischen Cannabisextrakten, man darf annehmen, dass das Unternehmen auch den Freizeit-Cannabismarkt für Erwachsene in der Region dominieren wird. Die Ampel-Koalition hat kürzlich ihre Pläne zur Legalisierung des Freizeitkonsums von Cannabis für Erwachsene angekündigt.

    Als Reaktion darauf stürzten sich die Anleger auf die wenigen deutschen, börsennotierten Cannabisunternehmen, was dazu führte, dass deren Bewertungen zwischen 60 und 100% anzogen. Neben SynBiotic und Cannovum, zwei eher engere Werte, sollte man sich aber auch auf die großen Titel der Branche wie Tilray und Aurora konzentrieren, denn sie sind auf dem deutschen Markt für medizinisches Cannabis führend. Aurora ist die Nummer eins bei den Verkäufen von getrocknetem Cannabis, während Tilray auf dem Markt für Cannabisextrakte führend ist. Insgesamt sieht es so aus, als dass die Investoren die große Marktchance noch nicht vollständig eingepreist haben. Denn innerhalb von drei bis fünf Jahren sollte hier ein neuer Millardenmarkt entstehen.

    Die juristische Seite scheint aussichtsreich, denn der springende Punkt ist: Deutschland hat ein großes Gewicht innerhalb der europäischen Gesetzgebung in Brüssel – so mancher glaubt an schnellere Legalisierungsverfahren, wenn Deutschland mit einer neuen Regierung an dieser Stelle Gas gibt. Die Tilray-Aktie hat nun in 2021 nur noch 24% Gewinn auf der Uhr, zwischendrin waren es über 500%. Insgesamt könnten Cannabis-Aktien aus regulatorischer Sicht in 2022 wieder brillieren.

    Sativa Wellness Group und NanoRepro – Hohe Nachfrage nach COVID-Tests

    Die Sativa Wellness Group ist ein britischer Anbieter verschiedener Dienstleistungen rund um das Thema Cannabis. Von der Selbsttherapie bis Wellness werden die Bereiche Cannabidiol (CBD), Labordienstleistungen sowie andere Wellness-Produkte aus der Hanfpflanze in den Fokus genommen. Sativa Wellness hofft natürlich - auch wie andere Player im Markt - auf eine völlige Legalisierung der Produkte und sorgt schon heute für eine passende Positionierung.

    Aktuell ist man mit der strategischen Aufstellung bereits gut unterwegs. Das etablierte Handelsunternehmen Goodbody Botanicals, hat nach Verlusten in den Vorjahren im gesamten Jahr 2021 bis heute Gewinne erwirtschaftet. Nun gibt es weitere gute Meldungen über die aktuelle Zahl der Buchungen in den angeschlossenen Wellness-Kliniken. Dort wurden im Herbst Rekordumsätze erzielt, was den Erlös nach elf Monaten auf mehr als 13,8 Mio. GBP anwachsen lies.

    Dem Goodbody-Netzwerk gehören inzwischen über 140 Kliniken an, darunter sind auch Betriebe, die von Superdrug unterstützt werden. Die Goodbody-Kliniken bieten in großem Umfang COVID-Bluttests an, die Unsicherheiten rund um das Thema Omikron spielen dem Unternehmen dabei in die Karten. Denn alle Reisenden müssen sich nun zwei Tage nach ihrer Rückkehr in das Vereinigte Königreich einem PCR-Test unterziehen, die in den angeschlossenen Kliniken von Sativa gebucht werden können.

    Die deutsche Nanorepro AG aus Marburg meldete in diesen Tagen, dass die von ihr vertriebenen Antigen-Schnelltests eine SARS-CoV-2-Infektion auch mit der neuen Virusvariante Omikron zuverlässig erkennen können. NanoRepro bietet mit seinen Schnelltests ein notwendiges Instrument für die kostenlosen Testcenter, welche wegen der 3G und 2G+-Regelungen am Arbeitsplatz oder im ÖPNV regen Zulauf haben. Der Umsatz könnte in 2021 auf 250-400 Mio. EUR regelrecht explodieren.

    Sowohl Sativa Wellness als auch Nanorepro sind im aktuellen Pandemie-Umfeld klasse aufgestellt. Während Nanorepro noch mit der charttechnischen Überwindung der 10 EUR-Marke kämpft, hat Sativa Wellness neben den Testangeboten auch eine Reihe von Ideen für die Cannabis-Marktöffnung in 2022. Mit 16,4 Mio. EUR Marktkapitalisierung ist Sativa auch noch deutlich günstiger.

    Valneva – Wann kommt der Totimpfstoff für Europa?

    Die Valneva-Aktie fährt derzeit Achterbahn vom Feinsten. Vor einem Monat noch bei unter 20 EUR zu finden, dann hochgejagt auf 30,50 EUR und nun wieder in der Gegend von 23 EUR. Woher kommt die Volatilität? Da war zunächst das Gerücht, dass die Valneva-Vakzine nicht gegen die Omikron-Variante helfen würden, dann beflügelte aber die Bekanntmachung, dass die EMA den Impfstoff im Schnellverfahren prüfen möchte, nun ist wieder etwas Ruhe eingekehrt.

    Derweil hat der Totimpfstoff-Entwickler für sein Corona-Vakzin VLA2001 einen neuen Vorvertrag eingefädelt. Mit Bahrain bekundet das erste Land außerhalb Europas Interesse am alternativen Impfstoff des Unternehmens. Das Königreich im Nahen Osten will eine Million Dosen von VLA2001 erwerben. Valneva hat dem Vernehmen nach ein rollierendes Zulassungsverfahren bei der bahrainischen Gesundheitsbehörde (NHRA) eingeleitet.

    Glaubt man den Verantwortlichen des Unternehmens, dann wird bereits eine Auslieferung für das erste Quartal 2022 in Aussicht gestellt. Weitere Liefervereinbarungen mit größeren Staaten könnten wieder Musik in den Titel bringen. Ebenso kann jederzeit ein Ergebnis der EMA-Zulassung an den Markt dringen, der Kurs würde jedoch in beide Richtungen erratisch reagieren. Wer die Nerven für ein positives Szenario hat, bringt mit ein paar Valneva-Stücken eine gute Diversifikation ins spekulative COVID-Longdepot. Das Thema wird ja noch für einige Jahre aktuell bleiben, wie auch eine detaillierte Analyse aufzeigt.


    Sowohl die Cannabis-Branche als auch Titel mit Pandemie-Bezug werden in 2022 wieder eine gute Wahl sein, denn es gibt Aussichten auf Wachstum und einiges Überraschungspotenzial. Dauert die Pandemie länger als gedacht, wird auch noch über Monate getestet werden müssen. Die Sativa Wellness Group bietet Lösungen in beiden Bereichen. Vieles bleibt natürlich Spekulation – aber genau das macht die Börse spannend.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. CBD – Der nicht-psychoaktive Inhaltsstoff der Cannabis Pflanze wird Cannabidiol (CBD) genannt.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    Kaum befindet sich das Coronavirus auf dem Rückzug, offenbaren sich die Schäden, die im Zuge der Pandemie Maßnahmen entstanden sind. Besonders junge Männer sind nach zweimaliger Impfung mit dem Pfizer- oder Moderna Impfstoff von Herzentzündungen betroffen. Grund genug für beide Konzerne, jetzt mit einer neuen Studie auf die Forschungsergebnisse einer kleiner kanadischen Studie zu reagieren, die genau dies zu Tage förderte. Die Zunahme an Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen birgt für das Unternehmen Cardiol Therapeutics hingegen eine große Chance, seinen Wirkstoff gegen Periokarditis erfolgreich weiterzuentwickeln. Bisher gibt es in den USA nur eine rein stationäre Behandlungsoption - und die liegt im fünstelligen USD-Bereich. Mit dem Wirkstoff von Cardiol könnte es kostengünstiger und effektiver gelingen, Herzbeutelentzündungen einzudämmen. Eine weitere Folge der Pandemie ist die Zunahme von Krebsfällen. Durch zu späte Diagnose und fehlenden Zugang zur Gesundheitsversorgung wird Krebs weltweit zum Gesundheitsproblem. Morphosys, diese Woche noch angeschlagen durch die enttäuschenden Ergebnisse der Alzheimer Studie, hat jedoch vielversprechende Medikamente in der Pipeline...

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