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20.06.2022 | 05:10

Viel Bewegung bei Rheinmetall, Aspermont und Deutsche Telekom

  • B2B
  • Rüstung
  • Telekommunikation
Bildquelle: pixabay.com

Die Börsen rund um den Erdball befinden sich weiterhin im Abwärtsstrudel. Aufgrund von Rezessionsängsten auf der einen und Sorgen wegen möglicher größerer Zinsschritte auf der anderen Seite taumelten die Aktienmärkte zu neuen Zwischentiefs. Dabei traten die US-Märkte, getrieben von Technologietiteln, in der vergangenen Woche mit einem Verlust von über 20% in einen technischen Bärenmarkt ein. Dennoch steht die Mehrzahl der Einzelwerte seit den Tiefstständen im Zuge der Corona-Pandemie noch deutlich im Plus. Somit ergeben sich im aktuellen Marktumfeld noch einmal günstige Einstiegschancen bei ausgewählten Werten.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , ASPERMONT LTD | AU000000ASP3

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Inhaltsverzeichnis:


    Neuer Test des Allzeit-Hochs

    Weit unter dem aktuellen Kursniveau von 211,30 EUR stand die Aktie des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall beim Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020. Damals lag der Wert bei rund 80 EUR. Unternehmen, die Panzer, Waffensysteme oder Munition produzierten, wurden zur Bekämpfung des Virus nicht gebraucht und galten noch bis Mitte Februar des aktuellen Jahres als „sozial schädlich“. Doch dieser Zustand änderte sich nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine schlagartig. Nicht nur in Deutschland wurde, um den Frieden auf der Welt zu gewährleisten, über deutliche Erhöhungen der jeweiligen Verteidigungsausgaben diskutiert, die den jeweiligen Konzernen wie eben Rheinmetall ein sattes Wachstum sichern würden.

    So gab die Verkündung eines Sondervermögens über 100 Md. EUR für die deutsche Bundeswehr der Rheinmetall-Aktie einen derartigen Impuls, dass der Kurs seither von rund 92 EUR auf 225 EUR explodierte. Ungeachtet der Rohstoffengpässe, die zu Verzögerungen und niedrigen Margen führen könnten, sowie der bereits äußerst ambitionierten Bewertung, bewegt sich die Aktie der Düsseldorfer nach einem Kursrücksetzer zurück Richtung Allzeit-Hoch. Jedoch dürfte bei Erreichen aufgrund der weiterhin starken Überkauftheit die Dynamik zu einem neuerlichen Ausbruch fehlen. Bereits investierte Anleger sollten ihr Investment mit einem engen Stopp absichern.

    Aspermont - Neue Plattform sorgt für Phantasie

    An Dynamik gewinnen könnte dagegen das Geschäft des global größten B2B-Dienstleisters für die Bergbaubranche, Aspermont. Das digitale Medienhaus, das in seinem Portfolio rund 30 Medienmarken zu der Bergbau-, Energie- und Agrarbranche betreibt und über 3,6 Mio. User in 190 Ländern mit hochwertigen Inhalten versorgt, steht durch den Eintritt in die Fintech-Branche vor dem nächsten Meilenstein. Vor allem im Hinblick auf boomende Rohstoffmärkte und der Nachfrage nach Finanzierungen im Bergbausektor ist die Zeit, die „Bluehorseshoe“-Plattform zu launchen, erstklassig.

    Mit Gründung eines Fintech Joint-Ventures mit den beiden Partnern Spark Plus sowie International Pacific Capital soll im ersten Step die Plattform zur Kapitalbeschaffung für professionelle Investoren auf dem ASX-Markt starten. Dabei besitzt Aspermont mit einer Beteiligung von 44% den größten Anteil am neugegründeten Unternehmen. Spark Plus ist eine Unternehmensberatungsfirma, die sich auf Roadshows für asiatische Unternehmen spezialisiert hat, während der Wertpapierhändler IPC in Asien und Australien Vermögensverwaltungs- und Unternehmensberatungsdienste für Großanleger bietet.

    Aus strategischer Sicht dürfte die Plattform für den Bergbausektor als Proof-of-Concept genutzt werden, um diese sowohl auf andere Segmente als auch Länder auszuweiten. Fundamental ist Aspermont bestens ausgestattet. Neben einem Cash-Polster in Höhe von 4,4 Mio. EUR bei stark wachsenden operativen Cash Flow und einer Bruttomarge von aktuell 65% ist weiteres Wachstum gewährleistet. Positiv auf die Zahlen wirken sich zudem die Wiedereinführung von Live-Events nach den coronabedingten Schließungen aus.

    Der Börsenwert von Aspermont beläuft sich bei einem Aktienkurs von 0,013 EUR auf 30,94 Mio. EUR. Die Analysten der GBC AG sehen ein Kursziel in Höhe von 0,07 EUR, was im Vergleich zum aktuellen Kurs von 0,013 EUR mehr als eine Verfünffachung bedeuten würde.

    Stärkezeichen bei der Telekom

    Im Gegensatz zum Gesamtmarkt zeigte sich die Aktie der Deutsche Telekom seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine stark erholt. Nach Höchstständen von 17,81 EUR vor dem Krieg in Europa verlor das Papier Anfang März knapp 20% an Wert. Danach erfolgte jedoch ein kräftiger Rebound, der die Aktie des Telekomunikations-Unternehmens auf neue Jahreshochs bei 19,30 EUR bugsierte. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf 89,97 Mrd. EUR.

    Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun vermeldete, gäbe es mehrere Interessenten für die 20 Mrd. EUR schwere Funkturmsparte der Bonner. So soll ein Konsortium aus dem Finanzinvestor KKR, Global Infrastructure Partners und Stonepeak Partners ein verbindliches Angebot für einen Kontrollanteil an dem Geschäft abgegeben haben, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dies bedeutet Konkurrenz für das Konsortium aus der Investmentfirma Brookfield Asset Management und Cellnex Telecom aus Spanien. Mit Vantage Towers, die Funkmastparte, die Vodafone an die Börse gebracht hatte, sei ein dritter Interessent vorhanden. Eine Bestätigung der angeblichen Bieterfirmen wurde jedoch noch nicht abgebeben.


    Die Korrektur an den Börsen geht aufgrund von Rezessionsängsten und Sorgen vor steigender Inflation weiter. Rheinmetall ist der klare Outperformer, jedoch schon ambitioniert bewertet. Auch die Deutsche Telekom läuft stärker als der Markt. Aspermont bietet auf aktuellem Niveau enormes Potenzial.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

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