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24.06.2019 | 06:55

Volkswagen AG – Geschäftsmodell Klimarettung

  • Politik
  • Klimarettung
  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Der größte Autobauer der Welt hat ein neues Geschäftsmodell für sich entdeckt oder vielleicht ist es präziser zu formulieren, dass der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess sich für eine große Wette entschieden hat: Klimarettung. Der Österreicher Diess sitzt nicht nur im Chefsessel von Volkswagen, sondern auch in den Kontrollgremien von Audi, Seat und Infineon. Der Mann hat Übersicht, ist zu vermuten.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Dirk Harbecke, Executive Chairman, Rock Tech Lithium Inc.
    "[...] 2020 sind die Würfel in der Automobilindustrie endgültig in Richtung Elektromobilität gefallen. [...]" Dirk Harbecke, Executive Chairman, Rock Tech Lithium Inc.

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    Wandel mit Ankündigung

    Als Angela Merkel in den 90er Jahren als Bundesumweltministerin Grenzwerte für den CO2-Ausstoss für die Automobilbranche mit auf den Weg brachte, wurden die Weichen für technische Herausforderungen gestellt, die in der Gegenwart das Prädikat ‚kritisch‘ verdienen. In ihrem Buch „Der Preis des Überlebens“ gibt Merkel unmissverständlich zu verstehen, dass nicht jeder Bürger der Welt aus Umweltschutzgründen die gleiche Höhe an Emission haben kann, wie in Industrieländern. „Die Menschen in Deutschland müssten daher auf ein mögliches Sinken ihres Wohlstands vorbereitet werden.“ (Quelle: Angela Merkel: „Der Preis des Überlebens“, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 1997) Die deutschen Autobauer hatten seitdem alle Zeit der Welt, um diesen Grenzwerten bei CO2 und Feinstaub einzuhalten oder entgegenzuwirken, aber sie taten nicht genug und die Folge war der Diesel-Skandal. Mehrere Hunderttausend Menschen stehen bei den Autobauern in Lohn & Brot und Millionen Arbeiter in der Branche, deren Mobilisierung zu Streiks in Berlin, Brüssel und Straßburg hätte einiges ändern können – aber kein Vorstand traute sich auf Konfliktkurs mit der Politik zu gehen. Jetzt herrscht Hektik und Ratlosigkeit. CO2 neutrale Atomkraftwerke werden abgeschaltet, Kohle- sowie Gaskraftwerke sind unabkömmlich und Stromtrassen fehlen.

    Geschäftsmodell Klimawandel

    Wir leben in einer Geschäftswelt. Die Angst vor dem Klimawandel ist ein hervorragendes Geschäft und dabei können jede Menge psychologische Tricks angewandt werden. Steigt die Temperatur, dann ist es Klimaerwärmung, fällt die Temperatur, dann sprechen die Klimaretter vom Wetter. Die Ohnmacht gegenüber der Klimaveränderung kann von Aktivisten dennoch als lohnender Rettungsversuch verkauft werden. Die industriellen Initiatoren scheuen sich auch nicht davor Kinder zu instrumentalisieren, aber nur die Kinder auf der richtigen Seite. Schulschwänzen wird geduldet und gefeiert, aber von der Kinderarbeit im afrikanischen Bergbau will niemand etwas wissen. Selbst Politiker finden Gefallen an der Vollkaskomentalität der Jugend, die lieber fordert, statt zu leisten. Es ist absurd und populistisch, wenn Regierungsvertreter mit der „Fridays For Future“ Bewegung sympathisieren, letztlich sind sie am Steuer und für den Status-quo verantwortlich.

    Nationaler Klimawandel

    Volkswagen versucht derzeit mit einer umfangreichen Marketing Kampagne die Elektromobilität unter den Familiennamen „ID“ den Käufern schmackhaft zu machen. Viele Fragen, möglicherweise absurde Antworten. Woher kommt der Strom, wenn wir alle umsteigen und ist dieser wirklich sicher und sauber? Wie hoch wird der Strompreis in Deutschland in diesem Zusammenhang wohlmöglich steigen? Was wird aus dem Akku nach der Laufzeit? Wie ist die CO2 Bilanz für die bundesweite Verkabelung und die dafür notwendige Kupfergewinnung? Welche Folgen entstehen durch den Lithiumabbau für die Batterien in den Entwicklungsländern? Wie können während der Ferienzeit die Urlauber trotz Staus mit Akkuleistung ans Ziel gelangen? Wer kann helfen, wenn im strengen Winter die Batterie schneller als erwartet schlapp macht? Was passiert mit den Benzin-/Diesel-Autos von deutschen Vorbesitzern im Ausland? Es sind einfache Fragen, die momentan in Deutschland nicht öffentlicht diskutiert werden (dürfen).


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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