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23.12.2025 | 05:20

600 Mrd. USD Marktpotenzial – Pfizer und Bayer sind im Rennen, Vidac Pharma auf der Überholspur?

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Bildquelle: pixabay.com

Der Markt für Krebsmedikamente bildet den größten Teilbereich innerhalb der Pharmabranche und besitzt aktuell ein Volumen von über 200 Mrd. USD. Laut Experten wird der Markt 2032 oder 2033 schon bereits 500 bis 600 Mrd. USD groß sein. Unternehmen wie Pfizer oder Bayer gehören zu den Platzhirschen der Branche. Wie so oft gibt es aber abseits der Blue Chips chancenreiche Werte aus der zweiten und dritten Reihe. Ein solches Unternehmen ist Vidac Pharma. Die Gesellschaft verfolgt einen neuen, vielversprechenden Ansatz bei Hautkrebs. Analysten bescheinigen den Anteilsscheinen großes Potenzial.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

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Inhaltsverzeichnis:


    Vidac Pharma – Entscheidender Meilenstein erreicht

    Die Gesellschaft geht andere Wege in der Onkologie, die sich deutlich von klassischen Therapien unterscheiden. Im Kern geht es um den gestörten Stoffwechsel, der das aggressive Wachstum von Krebszellen befeuert. Vidac Pharma hat den Wirkstoff VDA-1102 entwickelt um den sogenannten Warburg-Effekt zu vermeiden, indem es ein Schlüsselenzym blockiert. Ziel ist das Tumorwachstum zu stoppen und die körpereigene Immunabwehr zu stärken.
    Zuletzt konnte die Gesellschaft einen entscheidenden Meilenstein vermelden. In der EU kann Vidac Pharma mit der klinischen Phase-2B-Studie für die Salbe Tuvatexib (VDA1102) gegen eine besonders aktive, schnell wachsende Vorstufe von Hautkrebs beginnen. Generell zeigen die Studiendaten der Gesellschaft in Bezug auf die Forschung und Entwicklung von Therapien gegen fortgeschrittene Hautkrebserkrankungen erfreuliche Ergebnisse. Alles deutet darauf hin, dass das Tumorwachstum eingedämmt werden kann und sich eine Rückbildung einstellt, ohne gesunde Zellen zu schädigen.
    Zuletzt meldete die Gesellschaft, dass Großaktionäre und geschäftsführende Direktoren beabsichtigen, den Streubesitz der Aktie durch den Verkauf eines Teils ihrer Aktienbestände zu erhöhen. Dadurch soll ein liquiderer Handel ermöglicht werden. Die Nettoerlöse aus diesen Verkäufen sollen wieder in das Unternehmen reinvestiert werden, um die Entwicklung der Projekte und der klinischen Programme zu beschleunigen.
    Die neuartige Wirkungsweise und eine differenzierte Pipeline haben das Research-Haus Sphene Capital von den Potenzialen des Unternehmens überzeugt. Die Kapitalmarktexperten formulieren ein Kursziel von 4,20 EUR je Aktie. Damit ergibt sich ausgehend vom aktuellen Kurs um die 0,50 EUR-Marke ein enormes Aufwärtspotenzial. Die Marktkapitalisierung liegt bei moderaten 25 Mio. EUR. Fortschritte in der klinischen Phase-2B*-Studie für die Salbe Tuvatexib (VDA1102) sollten zu positiven Impulsen für die Aktienkursentwicklung führen.

    https://youtu.be/3A9gVbHM-dE

    Pfizer – Strategisch wichtige Übernahme

    Nach dem deutlichen Rückgang des Covid-Geschäfts fokussiert sich der US-Pharmariese auf den Bereich Onkologie. Pfizer entwickelt, produziert und vertreibt zugelassene Krebsmedikamente. Bekannte Medikamente, welche einzeln mehrere Milliarden USD an Umsatz jährlich generieren, sind Ibrance, Xtandi, Padcev und Adcetris.
    Der Konzern investiert hohe Summen in neue Therapien. Strategisch bedeutsam war die milliardenschwere Übernahme des Spezialisten Seagen. Mit diesem Schritt bildet der Konzern die Basis, um sich langfristig als führender Anbieter von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) zu etablieren.
    ADCs sind eine moderne Form von Krebsmedikamenten, die Krebszellen gezielt zerstören und gesundes Gewebe möglichst schonen. ADCs koppeln hochwirksame Zellgifte an präzise Antikörper, welche ausschließlich Tumorzellen ansteuern. Das Gift wird erst im Inneren der Krebszelle freigesetzt. Zudem weisen ADCs bei bestimmten Krebsarten eine höhere Wirksamkeit auf bei oft verbesserter Verträglichkeit.
    Die Gesellschaft ist mit rund 140 Mrd. USD bewertet. Moderate KGVs von 13 bzw. 11 für das laufende und nächste Geschäftsjahr sowie eine Dividendenrendite von rund 7 % erscheinen attraktiv. Jedoch gehen Marktbeobachter in den nächsten Jahren lediglich von einem niedrigen Umsatz- und Gewinnwachstum aus. Das Gesamtbild lässt Analysten im Durchschnitt ein mit 15 % begrenztes Aufwärtspotenzial erkennen.

    Bayer – Onkologie im Fokus

    Bayer will 2030 zu den Top-10 Onkologie-Unternehmen der Welt gehören. Fast ein Drittel aller molekularen Wirkstoffe in der Entwicklungspipeline des Konzerns stehen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Krebs. Bayer hat in den letzten fünf Jahren sein Onkologie-Portfolio verdoppelt. Innovative Therapien, die gezielt Tumorzellen angreifen, wie durch Präzisions- und Immunonkologie-Ansätze stehen im Vordergrund.
    Die Performance der Aktie, die in diesem Jahr zu den besten Werten im DAX gehört war durch operativ schwache Entwicklungen und die Risiken des seit Jahren andauernden Rechtsstreits im Zusammenhang mit einem vermeintlich krebserregenden Unkrautvernichtungsmittel geprägt. Mit aufkeimenden Hoffnungen eines absehbaren Endes der Causa Glyphosat und sich abzeichnenden Erfolgen der strategischen Transformation des Konzerns haben sich die Anteilscheine ausgehend von einer Bodenbildung im Bereich von 19 EUR positiv entwickelt. Aktuell notiert der Titel bei rund 35 EUR, womit die Marktkapitalisierung 35 Mrd. EUR beträgt. Zuletzt erhöhten die Analysten von Berenberg das Kursziel auf 41 EUR.

    Fazit

    Onkologie ist ein großer Markt mit vielen unterschiedlichen Anwendungsbereichen und Ansätzen. Große Player wie Pfizer und Bayer stecken hohe Summen in die Forschung und Entwicklung. Zudem sind Übernahmen in der Branche an der Tagesordnung. Vidac Pharma könnte durch die Fortschritte der klinischen Phase-2B-Studie viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Analysten sind extrem bullish.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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