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11.10.2022 | 04:44

Aktien fahren Achterbahn, hier besonders aufpassen: BYD, Manuka Resources, Porsche, VW

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Bildquelle: pixabay.com

Aktuell gibt es nur wenige Highlights von der Börse zu berichten. Der Megadeal über 100.000 E-Fahrzeuge zwischen BYD und Sixt ist aber nennenswert. Auch der geglückte Börsengang der Porsche AG konnte durchaus begeistern, für VW ist er eine wichtige Stärkung der liquiden Mittel für den Transformationsprozess in Richtung E-Mobilität. Neben Inflationszahlen von knapp 10% erleben wir auch beim Bund-Future größere Abschläge. Die Zinsen steigen weiter, ein Weckruf für Edelmetalle macht sich breit. Hier ein paar Ideen.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , PORSCHE AG | DE000PAG9113 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , Manuka Resources Limited | AU0000090292

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Kurseinbruch trotz Jahrhundertauftrag

    BYD konnte jüngst ein Riesengeschäft mit dem deutschen Autovermieter Sixt abschließen. Es geht um die Auslieferung von rund 100.000 Fahrzeugen unterschiedlicher Modelklassen bis zum Jahr 2028. Sixt möchte seinen Kunden mit dieser Kampagne die E-Innovationen des chinesischen Tech-Konzerns vorstellen. Für BYD und Sixt ist das ein klassischer Win-Win-Deal, denn BYD kann seine bislang unbekannten Autos einem breiten Publikum zum Testen überlassen, während Sixt wegen der großen Stückzahl wahrscheinlich einen gigantischen Rabatt verhandeln konnte. Besser kann man ein Geschäft wohl nicht einfädeln.

    Kurz nach dem Mega-Deal mit Sixt stieg die Aktie von BYD steil an und erreichte wieder die wichtige Linie von 28 EUR. Leider ging es in den letzten Tagen aber wieder sehr schnell abwärts in die Auffangzone 20 bis 25 EUR. In einem guten Börsenumfeld wäre so eine Meldung für eine richtige Rallye gut gewesen. Die enttäuschende Kursentwicklung bleibt wohl der sehr fragilen Gesamtmarktlage geschuldet. Immerhin kam es auch an der Heimatbörse in China zu einem Kurseinbruch von knapp 5% zum Wochenstart. Am härtesten traf es zuletzt die beiden EV-Startups Li Auto und Nio, welche jeweils zweistellig verloren, BYD musste weitere Abschläge hinnehmen. Der chinesische Regierungschef Li Keqiang räumte ein, dass Chinas Wirtschaft aktuell schwächelt und immer noch an den Folgen der Pandemie leidet. Eine schwere Immobilienkrise hat darüber hinaus das Land getroffen, die Kaufkraft der chinesischen Bevölkerung leidet unter diesen Gegebenheiten sehr. Für BYD ist der Ausbau der internationalen Exporte daher sehr wichtig, mit dem Pariser Autosalon geht es in Europa richtig los.

    Manuka Resources – Super Neuseeland-Deal noch nicht im Kurs enthalten

    Über dem Schweizer Bankenmarkt hängen schwarze Wolken, denn angeblich soll die ehrwürdige Credit Suisse in ernsthaften Problemen stecken. Mutiert das Finanzinstitut, das in der Vergangenheit bereits mit Skandalen auffällig wurde, etwa zu einer Lehman Brothers 2.0? Jedenfalls gab es seit den Gerüchten über eine erneute Bankenschieflage bei Gold und Silber eine beachtliche Erholungsbewegung. Innerhalb von nur 72 Stunden stieg Gold ganze 100 USD auf 1.725 USD an, das Silber schaffte in derselben Zeit sogar einen Sprung von 15% auf 20,60 USD. Aktuell kommen keine weiteren Nachrichten und die Edelmetalle korrigieren wieder leicht.

    Wer nicht direkt in die Rohstoffe investieren möchte, kann rund um die Welt nach aussichtsreichen Edelmetallprojekten suchen, eines davon findet sich in Australien. Manuka Resources Limited mit Sitz im Cobar Basin, New South Wales, ist der 100%ige Eigentümer von zwei vollständig genehmigten Bergbauprojekten, einem Gold- und einem Silberprojekt, welche beide im Cobar-Becken liegen. Das Mt. Boppy Projekt war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der größten Goldminen Australiens. Während der laufenden Produktion wurden interessante Neuentdeckungen auf dem Gelände gemacht. Momentan ruht die Produktion und das Management setzt die Bohraktivitäten fort. Ende des Jahres soll auch ein neuer Minenplan für den Schürfbetrieb ab Q1-2023 vorliegen. Insgesamt handelt es sich um eine gewaltige Explorationszone von rund 1.150 Quadratkilometern.

    Mit der jüngsten Akquisition des South Taranaki Bight Projekts (STB), welches vor der Westküste Neuseelands liegt, hat das Unternehmen eine neue Größenordnung erreicht. Dort warten unweit vor dem Festland 3,8 Mrd. Tonnen Eisensand, Vanadium und Titan auf ihren Abbau. Die Aktienzahl steigt durch die Akquisition von 287 auf rund 465 Mio. ausgegebenen Aktien. Sie kosten trotz des deutlichen Größensprungs aktuell nur 0,14 AUD, das bringt die Marktkapitalisierung auf niedrige 65 Mio. AUD.

    Neben den neuen Multimetall-Reserven könnte es bei Gold und Silber nächstes Jahr richtig spannend werden, denn verschiedene Researchhäuser sehen wegen der hohen Inflation „Goldene Jahre für Edelmetalle“ mit Kurszielen zwischen 2.000 und 2.500 USD respektive 30 bis 40 USD je Unze. Die Manuka-Aktie wird in Australien und Frankfurt gehandelt, Investoren können den Titel bei 0,09 bis 0,10 EUR erwerben. Wegen des jüngsten Abverkaufs bei kleinen Explorationsfirmen überwiegen die Chancen hier deutlich, denn immerhin können die Manuka-Projekte sofort wieder in die Produktion gehen und Cashflow liefern.

    Porsche und VW – 10 Mrd. EUR für die E-Mobilität

    Die Konzernmutter VW hat ihr „hübschestes Kind“, die Porsche AG, erfolgreich an der Börse platziert. Mit einem Erstlisting zu 82,50 EUR spülte die 25%-Transaktion ganze 9,7 Mrd. EUR in die Kassen der Wolfsburger. Und wer einen Einbruch der neuen Aktien für möglich gehalten hat, lag bislang falsch. Die Porsche-Aktie konnte trotz des schlechten Umfelds Anfang Oktober sogar Kurse um 90 EUR erreichen. Die Nachfrage besteht also nicht nur in den klassischen Fahrzeugen aus Zuffenhausen, sondern auch in der Aktie.

    Doch wichtiger als der kurzfristige Anstieg ist die Langfristperspektive der Schwaben. Zunächst kann sich die Anleger-Community über die Börsenrückkehr eines sehr bekannten Automobil-Konzerns freuen. Nach dem missglückten Übernahmeversuch von VW durch die Gründerfamilien im Krisenjahr 2008 profitierten die Aktionäre nur noch indirekt vom starken operativen Erfolg des Unternehmens. Vor allem durch sein China-Engagement steigerte Porsche seinen Absatz zwischen 2008 und 2021 von etwa 100.000 auf 300.000 Sportwagen. Aktuell liegt China in der geografischen Absatzverteilung vor Europa und Nordamerika. Allein in den letzten drei Jahren stieg der Konzernumsatz von 28,5 auf 33,1 Mrd. EUR und das mitten in der Pandemie. Porsche weist heute eine Eigenkapitalquote von 45% auf, das ist einzigartig im Automobilsektor.

    Wichtig für VW erscheint die Kapitalzufuhr von knapp 10 Mrd. EUR. Derzeit muss auf ein Wunsch-E-Fahrzeug aus Wolfsburg zwischen 8 und 12 Monate gewartet werden. Der Konzern tut daher gut daran, ordentlich zu investieren, um in den Absatzzahlen gegenüber der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen zu geraten. Bei Porsche dürfte es unabhängig von der Entwicklung im E-Bereich auch weiter spürbar nach oben gehen, die Marke ist beliebt und die Käufer können sich den teuren Sprit auch leisten. Im Vergleich der beiden Aktien ist VW analytisch deutlich günstiger, dafür fehlt es dem Konzern gegenüber Porsche natürlich am speziellen Charme.


    Die Börse bleibt volatil und unberechenbar. Für Anleger ist eine solche Zeit aber die Möglichkeit, sich Rosinen herauszupicken, welche durch allgemeine Trends unter die Räder gekommen sind. BYD und VW sind bei 24 respektive 124 EUR sehr interessant. Manuka brilliert durch einen Superdeal, der bislang in der Bewertung keine Beachtung findet.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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