Menü schließen




04.10.2022 | 04:44

Aktien im Fokus: VW, Porsche, Barsele Minerals – Große Umschichtungen, viele Chancen!

  • GreentTech
  • Automobile
  • Energiewende
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Zurzeit werden Aktien eher günstiger als teurer. Ungewöhnlich daran ist nicht die Tatsache sinkender Kurse, verstörend ist nur die nun schon länger andauernde Phase sinkender Bewertungen. Im aktuellen Umfeld steigender Kapitalmarktzinsen wird auch die Refinanzierung für Unternehmen schwieriger und sie hat nun wieder ihren Preis. Die Volkswagen AG aus Wolfsburg besitzt viele Beteiligungen an wertvollen Automobilmarken. Um die Verschuldung nicht weiter ansteigen zu lassen, werden Teile des Besitzes nun an der Börse platziert. Kein schlechter Weg, um die Kassen wieder zu füllen. Worauf sollten Anleger jetzt achten?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: BARSELE MINERALS | CA0688921083 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , PORSCHE AG | DE000PAG9113 , PORSCHE AUTOM.HLDG VZO | DE000PAH0038

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

    Zum Interview

     

    VW platziert Porsche – Nun wird die technologische Transformation fortgeführt

    Nicht jeder hatte an einen Erfolg geglaubt, aber nun ist der Deal gemacht. Die Volkswagen AG hat 25% der Vorzugsaktien der Sportwagentochter Porsche AG an der Börse platziert. Insgesamt 911 Mio. Aktien mit einem Wert von ca. 74,5 Mrd. EUR gibt es, sie sind hälftig aufgeteilt in Stamm- und Vorzugsaktien. Damit sind jetzt 113,87 Mio. Porsche Vorzugsaktien notiert und mit 9,3 Mrd. EUR breit gestreut. Die Konzernmutter VW sollte sich über den Kassenzuwachs freuen.

    Denn mit den Einnahmen kann der VW Konzern nun endlich seine Transformation zu einem weltweiten Hersteller von Elektrofahrzeugen fortführen. Noch ist der Anteil der Stromer am Absatz übersichtlich, auch die Hybridversionen verlieren wegen der wegfallenden Förderung ab 2023 ihre Attraktivität. Für die Porsche AG wird sich der positive Geschäftsverlauf wohl fortsetzen.

    Immerhin lieferte man in 2021 ganze 302.000 Fahrzeuge aus, 13,6% davon waren bereits vollelektrisch. Im laufenden Jahr soll der Umsatz von 33 auf 38 Mrd. EUR ansteigen und die Umsatzrendite knapp 18% erreichen. Damit ist Porsche eine Ertragsperle im VW Konzern mit gutem Wachstumspotenzial. Immerhin kann VW bei steigenden Kursen auch weitere Porsche Vorzüge in den Markt geben. Beim aktuellen Kurs von 125 EUR handeln die Wolfsburger mit einem KGV von 3,7 und lassen ca. 7% Dividende erwarten.

    Porsche SE kauft 25% an der Porsche AG – Die Familien wollen wieder mitreden

    Allerdings sind das nicht die einzigen Mittel, die VW über diese Transaktion generieren wird, denn die Gründerfamilien Piech und Porsche wollen über ihre Holding Porsche SE (vormals Porsche Automobil Holding SE) wieder 25% der Stammaktien plus 1 Aktie erwerben. Als Aufschlag für die Sperrminorität und das wiedererlangte Mitspracherecht wurde mit VW eine Prämie von 7,5% verhandelt. Das Ganze wird als Schütt-aus-hol-zurück-Maßnahme zur nächsten Hauptversammlung umgesetzt, denn VW beabsichtigt 49% der Emissionserlöse der Porsche-Vorzugsaktion per Sonderdividende auszuschütten.

    Bei den Inhabern der Porsche SE herrschte letzte Woche Erleichterung. Denn der jahrelange und milliardenschwere Rechtsstreit um die Folgen der gescheiterten VW-Übernahme durch Porsche im Jahr 2008 wurde erstmal positiv entschieden. Die Richter am Oberlandesgericht Celle wiesen zahlreiche Kläger zurück, sodass die Musterfeststellungsklage keinen Erfolg hatte. Damals hatte die Porsche Automobil Holding versucht, den wesentlich größeren VW-Konzern zu übernehmen. Am Ende hielt die Porsche SE mit 52,2% zwar die Mehrheit an Volkswagen. Der Versuch, 75% an VW zu übernehmen scheiterte jedoch jäh und die Sportwagenmarke ging an VW. Die Anleger in VW verloren durch den künstlich initiierten Shortsqueeze auf über 1.000 EUR sehr viel Geld. Sie fühlten sich von beiden Konzernen irreführend informiert und forderten Schadensersatz. Der Prozess dauerte nun über fünf Jahre, wird aber wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen sein. Die Porsche SE-Aktie sollte sich nun rein rechnerisch an den Kursen von VW und der Porsche AG orientieren.

    Barsele Minerals – Auch hier ist ein Deal mehr als wahrscheinlich

    Fern ab von deutschen Premiumherstellern finden wir die Rohstoffprojekte von Barsele Minerals in der Bergbauregion Västerbottens Län in Nordschweden. Neben den indizierten 2,4 Mio. Unzen Gold gibt es auch Mineralisierungen von Blei, Zink oder Nickel zu finden, gefragte Metalle für alle Greentech-Anwendungen. Im Joint Venture mit Agnico Eagle treibt man das Projekt konsequent voran, denn das ressourcenreiche Skandinavien steht wegen der Energie- und Rohstoffkrise in Europa derzeit sehr im Fokus. Neben Norwegen gibt es hier ausreichend Bodenschätze, die bei andauernden geopolitischen Konflikten hochinteressant werden könnten. Seit Jahren ist Skandinavien ein Entwickler von klimafreundlichen Technologien und offeriert auch kleineren Bergbau-Unternehmen entsprechende Möglichkeiten am Großen und Ganzen zu partizipieren.

    Barsele Minerals besitzt eine ausgezeichnete Liegenschaft und hat einen Major an der Seite. Die Bewegungen in der Aktie sind derzeit schon auffällig ruhig. Denn sämtliche Explorerwerte haben in Kanada den Rückwärtsgang eingelegt, anders die Aktie von Barsele. Sie bewegt sich schon seit einigen Wochen rund um den Platzierungspreis der letzten Kapitalerhöhung und in regelmäßigen Abständen werden alle Briefseiten bis 0,38 CAD säuberlich aus dem Buch gekauft. Wenn das kein Zeichen für einen Aufsammler im Hintergrund ist. Ab 0,45 CAD kommen die ersten Warrants ins Geld, dann dürften sich die Umsätze sprunghaft erhöhen. Die Aktie ist spekulativ hochinteressant.


    Trotz aller Ausverkaufsbewegungen tauchen fast täglich interessante Investitionsobjekte auf dem Radarschirm auf. Es empfiehlt sich, auch auf Insidertransaktionen zu achten. Der VW-Porsche-Deal ist nun vom Tisch, die mittelfristige Chance dürfte eher in der Porsche SE liegen. Wer auf eine Lösung der europäischen Rohstoffkrise setzen möchte, sollte Barsele Minerals auf der Liste haben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.
    3. Hauptversammlung – Die Hauptversammlung ist ein Organ einer Aktiengesellschaft und das Mitwirkungsgremium der Aktionäre.
    4. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
    5. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 01.12.2022 | 05:10

    BYD, Auxico Resources, Hensoldt, Rheinmetall – Für die Zukunft gerüstet

    • Rüstung
    • Rohstoffe
    • Elektromobilität

    Der Einmarsch Russlands in die Ukraine Ende Februar dieses Jahres veränderte alles. Während die globalen Aktienmärkte in eine Schockstarre verfielen, haussierten Aktien von Rüstungsunternehmen. Durch die Aufrüstung in der westlichen Welt sieht die Zukunft für die noch vor dem Angriffskrieg kritisch beäugten Unternehmen rosig aus. Um genügend Panzer, Flugzeuge und andere Kriegsgeräte zu produzieren, benötigt die Industrie jedoch eine Vielzahl von kritischen Metallen, bei denen bereits heute die Nachfrage das Angebot übersteigt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 24.11.2022 | 05:45

    Neues Jahr, steigende Kurse? Aktien von BASF, BioNTech, Manuka Resources im Check

    • Rohstoffe
    • Kritische Metalle
    • Biotechnologie
    • Chemie

    Das Börsenjahr 2022 neigt sich dem Ende und entsprechend richtet sich der Blick auf 2023. Neues Jahr, steigende Kurse? Dies erhoffen sich viele Börsianer und die Chancen stehen gut, dass wir mit dem Ende der Zinserhöhungen im kommenden Jahr wieder steigende Indizes sehen werden. Wir schauen uns heute drei Unternehmen an, die im kommenden Jahr voraussichtlich auf sich aufmerksam machen werden. So ist bei BioNTech die Forschungspipeline prall gefüllt und es stehen zahlreiche Studienergebnisse an.
    Bei BASF lockt die niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite. Doch Analysten warnen vor einem Abschreibungsrisiko. Manuka Ressources überzeugt durch ein profitables Kerngeschäft und ein spannendes Projekt im Bereich der kritischen Rohstoffe könnte zu einer Neubewertung führen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 24.11.2022 | 05:10

    BYD, Globex Mining, Nordex – Wann fliegt der Deckel weg?

    • Elektromobilität
    • Rohstoffe
    • Energiewende

    Die Klimawende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Verschärfungen bei den Zielen zur Klimaneutralität und Milliardensubventionen, die Politik drückt aufs Gaspedal. Dass der Weg zur CO2-neutralen Welt über Erneuerbare Energien führt, ist alternativlos. Trotz der langfristig rosigen Aussichten korrigierten Unternehmen der Friedensenergien in den vergangenen Monaten scharf, sogar Marktführer legten Verluste von über 50% aufs Börsenparket. Eine neue Chance, langfristig an der Energiewende zu partizipieren.

    Zum Kommentar