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13.08.2021 | 05:50

Alibaba, Kainantu Resources, JinkoSolar – Weltwirtschaftsmotor Asien

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Bildquelle: kainanturesources.com

Der Einfluss Asiens auf die Weltwirtschaft wird seit Jahren immer stärker. Einerseits als Absatzmarkt - Deutschland transportiert mittlerweile 16% seiner Exporte nach Asien - andererseits steigt der Anteil am Welt-Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 2019 stammte 71% des weltweiten Wirtschaftswachstums aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Dazu haben auch die Exporte beigetragen. Nach Deutschland wurde 2019 fast doppelt so viel exportiert, wie zehn Jahre zuvor. Auch in diesem Jahr wird das Wirtschaftswachstum in Asien wieder höher liegen als im Rest der Welt. Das ist vor allem auf China zurückzuführen. Wir beleuchten heute daher drei Unternehmen aus der Asien-Pazifik Region.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , Kainantu Resources Ltd. | CA48301H1073 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    Alibaba – kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen

    Alibaba kommt aktuell nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Zuerst wurde die Aktie durch die Nachrichten über staatliche Regulierungen nach unten gezogen. Nun steht das Unternehmen vor der Herausforderung, wie man mit den Vergewaltigungsvorwürfen umgeht, die im Raum stehen. Die chinesische Zeitung People’s Daily ruft bereits eine Wertekrise im Konzern aus. Es rollten bereits Köpfe innerhalb des Unternehmens und CEO Zhang versprach eine unternehmensweite Regelung für sexuelle Belästigung.

    Am 3. August stellte der Konzern die Zahlen für das zweite Quartal vor. Der Umsatz stieg um 34% im Vorjahresvergleich, der Nettogewinn um 8%. Der freie Cashflow erreichte eine Steigerung von 43%. Die Kriegskasse ist also gut gefüllt, doch aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten durch die Maßnahmen der Regierung, sind neue Geschäftsbereiche aktuell nicht in Sicht. Es gibt auch einige Analysten, die bei den guten Zahlen ein Haar in der Suppe gefunden haben. Sie sehen das Wachstum der Cloudsparte mit 29% als enttäuschend an.

    Das Management befürchtet, dass auch noch steuerliche Vergünstigungen entfallen könnten. Das würde den Gewinn um bis zu 1,7 Mrd. USD drücken. Die Aktie befindet sich aktuell noch in einem klaren Abwärtstrend. Trotzdem bleibt Alibaba das Vorzeigeunternehmen und es ist aktuell nicht so im Fadenkreuz, wie beispielsweise Tencent, deren Hauptgeschäftsmodell Gaming aktuell schwer unter Beschuss geraten ist. Langfristig wird der Konzern weiterwachsen und auch die Aktionäre werden daran ihre Freude haben.

    Kainantu Resources – Gold- und Kupfervorkommen

    Kainantu ist ein Explorer, der sich auf den asiatisch-pazifischen Raum fokussiert und zwei vielversprechende Goldprojekte im hochgradigen Goldgebiet Kainantu in Papua-Neuguinea besitzt. Das Projekt KRL South liegt 30km südöstlich einer der größten Goldminen der Welt von K92 und erstreckt sich über 597 qkm. Am 5. Mai wurden die Ergebnisse der Schneckenbohrungen bekannt gegeben. Insgesamt wurden drei Zielgebiete definiert und es wurde bis zu 40,13 g/t Gold gefunden. Geologisch gibt es starke Ähnlichkeiten mit den bereits produzierenden Minen im Kainantu Bergbaugebiet.

    Neben dem Hauptprojekt gibt es noch das Projekt KRL North, das direkt an die Grundstücksgrenze der K92-Mine angrenzt. Das Gebiet ist 129 qkm groß. Zusätzlich wurde Mitte Juni das Kupfer-Gold Projekt May River übernommen, das ebenfalls in Papua-Neuguinea beheimatet ist und zwar in direkter Nähe des bekannten Kupfer-Gold Projekts Frieda River. CEO Salthouse sagte kürzlich in einem Interview: „Frühere Bohrungen ergaben 54m mit 1,83 g/t Au, 109m mit 1,53 g/t Au und 96m mit 0,89 g/t sowie Kupfer-Boden-Anomalien von über 2.500 ppm in mehreren Gebieten.“

    Diese Akquisition zeigt, wie gut das Management in diesem Land vernetzt ist und es wäre nicht das erste Unternehmen, das die erfahrenen Manager großgemacht hätten. Ein weiterer Pluspunkt ist die Partnerschaft mit Asia Pacific Energy Ventures Pte, die bereits große Energieprojekte in Papa-Neuguinea durchgeführt hat. Man kann in den kommenden Monaten mit neuen Nachrichten zum KRL South Projekt rechnen, da dort insgesamt 2.500 Proben genommen wurden. Investoren sollten ihre Order aufgrund des recht großen Spreads limitieren.

    JinkoSolar – wichtige Zertifikate erhalten

    JinkoSolar gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Solarbranche. Das Unternehmen vertreibt Solarprodukte und verkauft seine Lösungen und Dienstleistungen in über 160 Ländern an einen breit gefächerten Kundenstamm. Der Konzern verfolgt einen stetigen Wachstumskurs, indem immer mehr Produktionsstätten in den letzten Jahren aufgebaut wurden, und das trotz großem Preiskampf und dem damit einhergehenden Margendruck.

    Eine Studie von BloombergNEF zeigt, dass immer mehr kleinere Wettbewerber verschwinden und die großen Player die Marktanteile unter sich aufteilen. Ein Vorteil von JinkoSolar ist der Technologievorsprung. Als Erster die Massenproduktion von Solarpanelen mit einem Wirkungsgrad von ca. 25% in Gang zu setzen, ist ein Beleg dafür. Jüngst erhielt das Unternehmen als erstes im Großraum China das LCA-Zertifikat und die EPD-Zertifizierung, die in Italien Vorschrift ist. Beide Zertifizierungen zeigen, dass sich das Unternehmen auch mit der Nachhaltigkeit auseinandersetzt.

    In Verbindung mit der Klimadebatte sollte die Nachfrage nach Sonnenenergie weiterhin hoch bleiben. Seit Mitte Mai ist der Abwärtstrend gestoppt und es geht wieder aufwärts mit der der Aktie. Ende Juni wurde der Abwärtstrend dann endgültig gebrochen und gleichzeitig ein neuer Aufwärtstrend etabliert. Solange die Aktie nicht mehr unter 44,26 USD auf Schlusskursbasis fällt, bleibt der Trend intakt. Es scheint aktuell aber auch Widerstand um 60 USD herum zu geben, denn an diesem Level tut sich die Aktie seit einem Monat schwer.


    Die Wirtschaft im asiatisch-pazifischen Raum wächst. Vor allem in China, auch wenn Alibaba derzeit noch mit den Regulierungen der Regierung zu kämpfen hat. Besser sieht es da in Papa-Neuguinea aus, wo Kainantu mittlerweile drei vielversprechende Projekte besitzt. Dort werden die Unternehmen von der Regierung unterstützt. JinkoSolar hat aktuell nichts von Regierungsseite aus zu befürchten, hier geht es eher darum, die Margen zu erhöhen. Wir erwarten weiteres Wachstum bei den Unternehmen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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