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25.01.2021 | 04:50

Almonty Industries, Standard Lithium, Ford Motors: Technologie-Pickup gefällig?

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Der Ford F150 ist der "American Way of Drive" in Reinkultur. Dieses Monument der US-Automobilgeschichte ist bis heute der Maßstab für Pickups dieser Kategorie und steht für souveränes Fahrvergnügen im großen Stil. In den USA ist der legendäre F150 seit Jahrzehnten einer der meist verkauften Autos der Fahrzeugklasse ab 2,2 Tonnen und liegt mit insgesamt 34 Mio. produzierten Exemplaren weltweit auf Rang zwei hinter dem Toyota Corolla. Klar wird sich durch die grüne Welle auch in den USA einiges ändern. Nur bis Tesla an die Verkaufszahlen von Ford herankommt, wird es noch einige Jahre dauern, denn die gesamte Tesla-Weltproduktion liegt weit hinter den US-Auslieferungen von Ford, in 2020 allein über 2 Mio. Fahrzeuge. Ein Vergleich in der Aktien-Performance 2020 ist dennoch auffällig: Ford-Aktien stiegen um 14% und Tesla schaffte es auf 580%. Was zu Amerika gut passen würde: In Tesla investieren und den F150-Kult genießen!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA0203981034 , CA8536061010 , US3453708600

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Wolfram goes Australia

    Moderne High-Tech-Produzenten sehen sich heute mit den höchsten Anforderungen an verschiedensten Werkstoffen konfrontiert. Besondere Eigenschaften von Wolfram sind für bestimmte Zwecke unverzichtbar. Wolfram ist ein weißglänzendes Schwermetall hoher Dichte, das bereits bei sehr geringen Verunreinigungen spröde wird. Es ist das chemische Element mit dem höchsten Schmelz- und Siedepunkt. Seine bekannteste historische Verwendung ist die Glühwendel in Lampen und Röhren, heute besteht seine Anwendung als Legierungsmetall mit spezieller Härte und Dichte. Wolfram wird auch für viele militärische Zwecke benötigt und kann in seinen Einsatzgebieten nur durch Uran ersetzt werden.

    Der Wolframgehalt der kontinentalen Erdkruste liegt etwa bei 1 ppm oder 0,0001 Gewichtsprozent, das Metall konnte in der Natur bisher nicht in reiner Form nachgewiesen werden. Die wichtigsten Wolframerz-Minerale sind Wolframit und Scheelit, daneben gibt es noch die selteneren Stolzit und Tuneptit. Die größten Lagerstätten findet man in China, Peru, den USA, Korea, Bolivien, Kasachstan, Russland, Österreich und Portugal. Auch im sächsischen Erzgebirge findet man Wolframerze. Die gemessenen und vermuteten Weltvorkommen betragen derzeit 2,9 Mio. Tonnen reines Wolfram.

    Almonty besitzt Wolfram-Abbaustätten in Spanien, Portugal und Südkorea. Das Projekt in Südkorea wird das größte in der Gruppe werden und geht wahrscheinlich im Jahr 2022 in Produktion. Alle drei Minen zusammen haben einen guten einstelligen Prozentanteil am Weltvorkommen, die Mine in Korea hat sich in 2020 eine KfW-Finanzierung sichern können. Sehr interessant ist auch das Molybdän-vorkommen Sangdong, das zu heutigen Preisen bewertet, den gesamten Almonty-Wert an der Börse verdreifachen würde. Im April geht Almonty nun an die Australische Börse. Die Notiz könnte dort sofort aufleben, denn die Australier sind Experten in Rohstoffaktien. Wir sind es auch und sehen daher zu Kursen um 0,80 CAD noch letzte Möglichkeiten auf den Zug aufzuspringen.

    Standard Lithium Ltd – E-Mobilität gibt nochmal richtig Gas

    Lithium-Aktien starteten mit Raketenantrieben ins Jahr 2021, Standard Lithium ist mit Plus 50% im Januar einer der großen Gewinner. Denn mit der Amtsübergabe an Joe Biden ist es nun manifestiert: Die E-Mobilität und die Investition in grüne Technologien werden noch einmal einen Subventionsschub der Politik erleben. Joe Biden kündigte an, so schnell wie möglich wieder dem Pariser Klimaschutzabkommen beizutreten und weitere 1,5 Billionen USD in moderne, umweltschonende Technologien zu investieren. Das lässt auch die Lithium-Branche jubeln.

    Mit einer Kapitalisierung von 525 Mio. CAD ist Standard Lithium Ltd einer der TOP 20 Lithium-Werte auf dem Kurzettel. Durch den Einsatz eigener Verarbeitungstechnologien und strategischer Partnerschaften ist das Unternehmen in der Lage, das erste neue Lithiumprojekt in den USA seit über 50 Jahren in Produktion zu bringen. Das Abbaugebiet des Unternehmens befindet sich im Süden von Arkansas und ist das am weitesten fortgeschrittene Lithium-Sole-Projekt in den USA mit einer 3,94 Mio. Tonnen Lithiumkarbonat-Ressource. Die größten Sole-Produktions- und Verarbeitungsanlagen Nordamerikas befinden sich in direkter Umgebung.

    Standard Lithium arbeitet bei diesem Projekt mit dem deutschen Spezialchemieunternehmen Lanxess AG zusammen. Die Partnerschaft befindet sich noch in der Demonstrationsphase, um die kommerzielle Machbarkeit der Lithiumextraktion im Massenbetrieb aus Sole zu testen. Sie ist ein Nebenprodukt der bestehenden Bromproduktionsanlagen, die Lanxess im amerikanischen Arkansas betreibt. Technologie „Made in Germany“ - diese Story dürfte noch weiterlaufen!

    Ford Motors – Die Legende lebt

    Wir dürfen davon ausgehen, dass die Käuferschichten eines F150-Pickups wenig mit denen des Tesla Model S zu tun haben. Hier steht der solide, brummige Sound eines V8 dem futuristischen Beschleunigungswunder Tesla gegenüber. Beide Fahrzeuge haben aber gerade in den USA ihre spezielle Community. Denkt man an heutige Subventions-Arien der grün-gefärbten Regierungen, könnte aber auch für den F150-Fan die Anschaffung eines Stromers durchaus Sinn machen. Er reduziert seinen CO2-Footprint im Fuhrpark und mit dem F150 kann er für das Camping-Wochenende in den Bergen trotzdem sicher sein, vollbeladen und benzingetrieben in die entlegensten Regionen vorzudringen zu können. Beide Fahrzeuge zusammen kosten ca. 120.000 USD.

    Wer heute also über die Nutzung von Kraftfahrzeugen philosophiert, darf nie vergessen, dass der Konsument sein Kaufverhalten gerne auch mal den steuerlichen Gegebenheiten anpasst und in Mehrpersonenhaushalten auch zu Mischkulturen bereit ist. Egal wie stark die Politik das eine Thema vorantreibt und dabei jegliche ökologische Kompetenz vermissen lässt, der private Nutzer wird die einen Vorteile gerne nutzen und seine Vorlieben anderer Art trotzdem weiter ausleben.

    Henry Ford gründete am 16. Juni 1903 mit elf weiteren Investoren und 28.000 USD Kapitaleinlage die Ford Motor Company. Bei einer Ausstellung fuhr er in seinem neu entwickelten Automobil einen neuen Geschwindigkeitsrekord, als er die Strecke von einer Meile auf dem Eis des St.-Clair-Sees innerhalb von 39,4 Sekunden zurücklegte (147 km/h). Überzeugt von diesem Erfolg nahm der bekannte Rennfahrer Barney Oldfield das Auto quer durch das Land mit und machte die Marke Ford zu einem Mobilitäts-Begriff in den USA.

    Ford macht heute einen Jahres-Umsatz von ca. 150 Mrd. USD und ist in den US-Neuzulassungen immer an vorderster Front zusammen mit Toyota und Chevrolet. Ford macht in 2021 nach Analystenschätzungen ca. 4 Mrd. USD Gewinn und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) liegt bei gerade mal 1. Tesla macht nach den Schätzungen ebenso ca. 4 Mrd. USD Gewinn, das aktuelle KBV liegt aber bei strammen 35. Mal sehen, welche der beiden Aktien in 2021 das Rennen macht: Den Januar konnte jedenfalls Ford für sich entscheiden - Plus 33% gegenüber plus 27% in Tesla.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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