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13.10.2022 | 05:47

Almonty Industries, Mercedes-Benz, Amazon - starke Rohstoffe für gewinnbringende Cloud-Technologie

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  • computing
  • Rohstoff
  • Wolfram
Bildquelle: unsplash.com

Damit in Zukunft Logistik und Lieferketten besser vor Ausfällen geschützt sind, setzt die Mercedes-Benz Group auf einen starken Partner für die interne Cloud: Microsoft. Durch die globale Vernetzung sollen mögliche Liefer-Engpässe frühzeitig erkannt und abgefedert werden. Die rasant zunehmende Nachfrage an Halbleiter- und Batterie-Technologie rückt Unternehmen wie Almonty Industries in den Fokus. Im Rohstoff-Sektor hat sich das Unternehmen auf die Förderung von Wolfram in geopolitisch sicheren Gebieten wie Südkorea spezialisiert. Das Metall Wolfram ist ein Schlüssel-Element für die Computer- und Automobilindustrie. Auch Platzhirsch Amazon setzt verstärkt auf seine Cash-Cow AWS. Während das E-Commerce Geschäft durch Marketing-Aktionen gepusht wird, entwickelt der Konzern smarte Prozessoren für sein Cloud-Geschäft...

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries setzt auf geopolitisch sichere Rohstoff-Förderung

    China und Russland gehören zu den Wirtschaftsmächten mit den größten Rohstoff-Ressourcen. Angesichts der sich zuspitzenden geopolitischen Lage ist es für Investoren essenziell, ihre Raw Material Anlagen umsichtiger zu verteilen.

    Eine Alternative bietet die Firma Almonty Industries, deren Management unter CEO Lewis Black ambitionierte Ziele verfolgt. Sie wollen der größte Wolfram Anbieter außerhalb Chinas werden.

    Wolfram besitzt die höchste Schmelztemperatur unter allen metallischen Elementen. Daher ist Wolfram ein sehr guter Leiter für Wärme und Strom. Aufgrund seiner hohen Dichte wird das Element auch häufig in der militärischen Verteidigung verwendet. Wolfram hat sich von einem Industriemetall zu einem Technologiemetall gewandelt, das unter anderem zur Beschichtung von Anoden und Kathoden verwendet wird. Für Batterie- und Stromerzeuger ist das Metall unverzichtbar. Hauptabnehmer sind u.a. die Automobilindustrie, Firmen zur industriellen Energieerzeugung, Luft- und Raumfahrt und die Rüstungsindustrie. Starke Verwendung findet Wolfram zudem in der Halbleiter-Industrie.

    CEO Black beschreibt seine Unternehmensstrategie mit einfachen Worten “Wir konzentrieren uns nur auf Länder, wo wir auch nachts gut schlafen können. Auch angesichts der Tatsache, dass unsere Kunden für die Art ihrer Geschäfte völlige Transparenz verlangen.” Südkorea ist eine der führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Genau dort läuft das größte Wolfram Projekt von Almonty Industries: die Wiedereröffnung der Sandong-Mine mit hochwertigem Vorkommen an dem wertvollen Metall.

    Auf Industrieseite wird Almonty durch einen 15-jährigen Abnahmevertrag mit der milliardenschweren Plansee-Gruppe unterstützt. Dieser Vertrag garantiert einen Cashflow von 590 Millionen USD. Darüber hinaus hat die staatliche deutsche KfW IPEX-Bank ein vorrangiges Projektfinanzierungsdarlehen zur Finanzierung von 70% der Investitionsausgaben während der gesamten Projektentwicklung bereitgestellt.

    Dank der Rückendeckung weiterer großer Unternehmen, die nach einer zuverlässigen Quelle für das Metall suchen, ist Almonty Industries bestens aufgestellt.

    Mercedes-Benz verstärkt Cloud-Geschäft für effizientere Logistik

    Die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Logistik und Lieferketten musste die Mercedes-Benz Group anhand der Engpässe für Halbleiter und Lithium und Nickel erfahren. Sich beim Einkauf allein auf die großen Autozulieferer zu verlassen, erzeugt für den Konzern ein zu großes Risiko. Eine Regionalisierung der Lieferketten sei darüber hinaus falsches Ziel, betont CEO Källenius gegenüber "Financial Times" (FT). Weltweite Lieferketten seien über Jahre hinweg aufgebaut worden und sorgten grundsätzlich für Markteffizienz.

    Um den Überblick zu behalten und vorzeitig zukünftige Engpässe besser abzufedern, setzen die Stuttgarter nun auf US-amerikanische Microsoft Cloud Technologie. Die neue MO360 Data Plattform von Mercedes-Benz verbindet die rund 30 weltweiten PKW-Werke des Unternehmens mit der Cloud. Dadurch wird die Prognostizierbarkeit entlang der digitalen Produktions- und Lieferkettenprozesse verbessert.

    Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, verantwortlich für Produktion und Supply-Chain-Management erläutert dazu: „Die neue Partnerschaft zwischen Microsoft und Mercedes-Benz wird unser globales Produktionsnetzwerk in Zeiten geopolitischer und makroökonomischer Herausforderungen intelligenter, nachhaltiger und resilienter machen. Die Fähigkeit, Probleme in Produktion und Logistik zu prognostizieren und zu vermeiden, wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil auf dem Weg ins vollelektrische Zeitalter.“

    Bleibt zu hoffen, dass die kritische Infrastruktur von Mercedes-Benz besser aufgestellt ist als die der Deutschen Bahn. Letztere musste jüngst aufgrund eines Sabotage-Aktes an zwei Kabeln den gesamten Verkehr im Norden Deutschlands für mehrere Stunden einstellen.

    Amazon - Gewinne in der Cloud, Verluste im E-Commerce

    Einer der weltweit größten Cloud-Anbieter ist Amazon. Mit einem Marktanteil von 38,9% führt der Konzern aus Seattle gegenüber Konkurrent Microsoft. Dieser schafft es laut Gartner auf 21,1% Marktanteil im Jahr 2021.

    Der Cloud-Service Amazon Web Services (AWS) ist der wahre Goldesel des Unternehmens. Allein im ersten Halbjahr 2022 fuhr Amazon einen Betriebsgewinn von 12,2 Mrd. USD ein. Im krassen Gegensatz dazu ist der Umsatz der E-Commerce Sparte rückläufig: dort sank der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 1,7% auf 113 Mrd. USD.

    Amazon setzt alles daran, seine Technologie den Kundenanforderungen entsprechend zu gestalten. So launcht das Unternehmen eine neue Serie von speziellen Computer-Chips, die auf Deep Learning-Training für gängige maschinelle Lernmodelle ausgerichtet sind und zugleich schneller das Erlernte umsetzen können als herkömmliche Prozessoren. Die “Trn1-Serie” basiert auf einer hauseigenen Sammlung von Hardware- und Software-Innovationen, die von AWS entwickelt wurden. Die Prozessoren sind speziell dafür entwickelt, hohes Einzelkundendatenvolumen, private Netzwerke und schnellen lokalen Speicher zu optimieren.

    Um das E-Commerce Verlust-Geschäft auszugleichen, greift Amazon kurzerhand in die Marketing-Trickkiste und launcht einen zweitägigen Prime-Shopping Tag in den USA, Kanada und 13 weiteren europäischen Ländern. Doch die AWS Cloud-Sparte bleibt Amazons All-Time-High Cash Cow.


    Schier grenzenlos scheinen die Möglichkeiten der vernetzten Cloud-Technologie für Amazon's Maschinelles Lernen aus den Kunden-Datenbeständen. Die symbiotische Beziehung ermöglicht es dem Marktführer, seinen Kunden noch bessere Technologie für schnell skalierbare Geschäfte zur Verfügung zu stellen. Auch Automobilkonzerne wie Mercedes-Benz verstärken den Ausbau ihrer Cloud-Lösungen. Die Brüche in den Lieferketten haben den Umsatz so stark beeinflusst, dass mit Joint Venture Partner Microsoft nun frühzeitig auf mögliche Engpässe reagiert werden soll. Um diese Technologien weiter auszubauen, bedarf es großer Ressourcen an Metallen wie Wolfram. Damit Investoren und Kunden gut schlafen können, setzt Almonty Industries in seinem Wolfram-Förderprojekten auf geopolitisch sichere Länder wie Südkorea. Die dortige Sangdong Mine birgt nachweislich große Wolfram-Vorkommen. Almonty Industries ist finanziell gut gerüstet, diesen Rohstoff-Schatz zu heben.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    • Versorgungssicherheit
    • westliche Lieferketten

    Kriege und die Verschiebung der Machtblöcke sorgen für große Veränderungen in vielen Branchen. Auch technologische Quantensprünge und Visionen werfen ihre Schatten voraus. Das Element Wolfram gewinnt in diesem Zusammenhang immer mehr an Bedeutung. Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle von 3.422 °C, einer Dichte, die nahezu jener von Gold entspricht und einer außergewöhnlichen Härte ist dieses Material in der Metallverarbeitung, der Rüstungsindustrie, der Halbleiterfertigung und neuerdings auch in der Kernfusion weitgehend unersetzlich. Lange Zeit war der Weltmarkt für Wolfram durch die Dominanz Chinas geprägt, das über 80 % der Minenproduktion und knapp 70 % der Weiterverarbeitungskapazitäten kontrollierte. Doch diese Ära endete abrupt, als das chinesische Handelsministerium im Februar des vergangenen Jahres strikte Exportkontrollen für 25 strategische Metalle, darunter Wolfram, ankündigte. Zeitgleich trat in den USA der sogenannte REEShore Act in Kraft, der die Verwendung von chinesischem Wolfram in militärischer Ausrüstung ab dem Jahr 2027 strikt untersagt. Im Bericht „Global Critical Minerals Outlook 2025“ betont die Internationale Energieagentur (IEA) folgerichtig, dass es entscheidend ist, derart konzentrierte Lieferketten für die globale Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit engmaschig im Blick zu haben.

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    • Almonty Industries
    • Wolfram
    • Sangdong
    • Waffen
    • Tungsten

    Wolfram ist eines der Metalle der Stunde! Es ist quasi unersetzlich in Röntgengeräten, aber ebenso in Panzern oder in Munition. Almonty Industries ist der größte westliche Produzent in diesem Markt. Nun zieht das Headquarter der Firma von Toronto in die USA. Mit dem Schritt will CEO Black noch stärker vom größten Kapitalmarkt der Welt, aber auch von den Plänen der USA zum Aufbau eigener Lieferketten profitieren. Die Börse feiert den Schritt und die Aktie macht den nächsten Sprung Richtung Allzeithoch.

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    Die Rohstoffwelt hat ein neues Blindgänger-Thema. Während alle über Helium diskutieren, bahnt sich bei einem weitaus kritischeren Metall ein perfekter Sturm an: Wolfram. Es steckt in panzerbrechender Munition, in Raketendüsen und in jedem modernen Speicherchip. Gerade die Rüstungsbranche braucht aufgrund der laufenden Kriege dringend Nachschub. China dreht den Exporthahn zu, die Preise explodieren, und die strategischen Reserven des Westens schmelzen. Genau in dieses Vakuum stößt Almonty Industries, das jahrelang unbeachtet im Untergrund arbeitete. Jetzt läuft seine größte Mine an, mitten in einem Markt, der verzweifelt nach Alternativen sucht.

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