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04.01.2021 | 04:50

Alphabet, AdTiger, Allgeier – AAA in 2021 kaufen!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Der heutige Mensch benutzt das Internet laut Statistik jeden Tag 17mal. Ob mit dem eigenen Smartphone, an der Supermarktkasse oder dem PC. Die häufigste Nutzung sind Suchprozesse, Social Media, Arbeitszugriffe oder Shopping-Transaktionen. Die Zahl der Internetnutzer weltweit ist kontinuierlich gestiegen und belief sich im Jahr 2020 auf rund 4,1 Mrd. Menschen. Damit ist die Anzahl der Onliner innerhalb von zehn Jahren um rund 125% gestiegen. Mitte des Jahres 2020 soll nach einer Schätzung Asien die Region mit den meisten Internetnutzern, nämlich 2,5 Mrd. User gewesen sein. Mit großem Abstand folgte EMEA mit rund 730 Mio. Onlinern. Nordamerika stellt allerdings die Region mit dem höchsten Anteil an Internetnutzern dar. Dort belief sich die geschätzte Penetrationsrate auf rund 90%, Europa liegt bei 78% und Asien mit rund 59% rangiert noch unter dem weltweiten Durchschnitt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KYG009701064 , US02079K3059 , DE000A2GS633

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Inhaltsverzeichnis:


    Alphabet – Die Benchmark im Internet

    Alphabet Inc. ist eine börsennotierte US-Holding der vormaligen Google LLC, mit Sitz in Mountain View im Silicon Valley. Die Gesellschaft beschäftigt weltweit rund 127.000 Mitarbeiter und wird von Sundar Pichai als CEO geführt. Mit einem Umsatz von über 165 Mrd. USD und einem Gewinn von 39 Mrd. USD steht Alphabet Inc. laut Forbes Global 2000 auf Platz 14 der weltgrößten Unternehmen. Das Unternehmen kam Ende 2020 auf eine Marktkapitalisierung von 1,19 Bio. USD. Die Gründung der Dachgesellschaft Alphabet Inc. erfolgte im Rahmen der Neustrukturierung von Google, welche am 10. August 2015 erstmals angekündigt wurde.

    Geht es nach dem Willen der CSU sollen Internet-Konzerne wie Google zum Zahlen von Steuern gezwungen werden. „Wir wollen die Internet-Riesen besteuern“, heißt es in einem Papier zur Digitalpolitik. Darüber berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ zum Jahreswechsel. Das Papier soll auf der Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag am 6. und 7. Januar 2021 in Berlin beschlossen werden. Wenn Google und Facebook mit personalisierter Werbung und Daten aus Deutschland Geld verdienen, dann müssten sie „von diesem Gewinn auch etwas an unser Gemeinwesen zurückgeben“, heißt es in dem Dokument. „Die Zeit ist deshalb reif für die Google- und Amazon-Steuer.“

    Ob Google als Global Player und Benchmark im Internet die Drohungen aus Berlin überhaupt ernst nimmt, steht auf einem anderen Blatt. Das internationale Konzern-Steuerrecht gestattet schon seit Jahrzehnten, die Gewinnerzielung in einem Niedrigsteuerland zu verlagern. Schön wäre es schon, wenn von einem Jahresüberschuss von 39,6 Mrd. USD zumindest der in Europa erzielte Anteil auch hier zu einer gewissen Minimumsteuer führt, denn immerhin dürfte Europa für Alphabet einer der internationalen Top-Märkte in der Umsatzerzielung sein. Mal sehen, was aus der CSU-Initiative wird. Die Alphabet-Aktie jedenfalls, steht auf All time-High und dürfte auch in 2021 weiter zulegen.

    AdTiger – Das Internet optimal nutzen!

    Die optimale Nutzung des Internets bedeutet die maximale Ausbeute der Informationen für den eigenen Zweck, zumeist für Werbung oder Reichweitengenerierung. AdTiger ist ein solcher Online-Spezialist, das Unternehmen platziert Werbung auf bekannten Websites, wie Facebook, Google, Twitter, Snapchat oder auch Tiktok. Dabei setzt AdTiger eine eigene Technologie ein, um hohe Treffergenauigkeiten im Hinblick auf die Zielgruppe erzielen zu können. Die Aktivitäten werden aus Beijing heraus gesteuert, man ist dort bereits ein relevanter Player und Partner von Facebook sowie anderen Plattformen mit globaler Relevanz.

    AdTiger kann für seine umfangreichen Expansionspläne in 2021 auf eine prallgefüllte Cash-Reserve von knapp 23 Mio. EUR zum Jahresende zurückgreifen. Damit lassen sich kleinere und hochspezialisierte Agenturen mit besonderem Marktzugang anbinden. Für die Eigner kleinerer Konkurrenten bietet der internationale Börsenauftritt mit Listing in Europa viel Charme, die Geschäftsaktivitäten auch außerhalb Chinas zu forcieren.

    Aktuell ist AdTiger mit etwa 65 Mio. EUR bewertet, im zweiten Halbjahr rechnen wir mit einem Bruttogewinn von etwa 7 Mio. EUR. Die Jahreszahlen 2020 dürften daher spannend werden, denn angesichts der COVID-19 Pandemie verlagerten sich 70% aller Shopping-Aktionen in das Internet. Die Aktie findet an ihrem Heimatmarkt in Hong Kong große Beachtung, auch in Frankfurt gerät der Handel in Schwung. AdTiger ist einer unserer Top-Picks im Online-Werbe-Sektor für 2021.

    Allgeier – Nach der Abspaltung weiter rauf!

    Die Allgeier SE hat im Dezember 2020 von ihrer Beteiligung Nagarro per Abspaltung getrennt. Jeder Aktionär der Allgeier SE erhielt Nagarro-Aktien im Verhältnis 1:1. Damit hat Allgeier das in der Nagarro-Gruppe gebündelte internationale Softwareentwicklungs- und Digitalisierungsgeschäft erfolgreich abgetrennt. Mit Nagarro und Allgeier gibt es nun zwei börsennotierte Gesellschaften, die in Summe sogar höher bewertet sind als die bisherige Allgeier. Grund genug für den AR-Vorsitzenden Detlef Dinsel seine Position in Allgeier noch vor Weihnachten 2020 kräftig aufzustocken.

    Beide Unternehmen für sich verfügen über interessante Perspektiven. Allgeier führt mit einem kompletten IT-Dienstleistungsspektrum seine Kunden durch die Herausforderungen des digitalen Wandels. Dazu zählen unter anderem maßgeschneiderte Software und Technologie-Dienstleistungen, komplette IT-Lösungen, das SAP-Integrationsgeschäft und flexible IT-Lösungen für Human Resource-Dienstleister. Die Abspaltung wurde schon länger angekündigt und versetzt jeden Bereich in die Lage, entsprechend seiner Spezialisierung eine eigenständige, dynamische Entwicklung fortzuführen.

    Nagarro wird nach der Abspaltung mit der Peergroup wie Epam Systems oder Globant vergleichbar sein. Mit dem separaten Listing dürfte die Unterbewertung deutlich werden und sich im Zeitablauf egalisieren. Nagarro will dazu ab dem kommenden Jahr wieder dynamisch wachsen und dabei eine EBITDA-Marge in der Größenordnung von etwa 15% erreichen. Für Allgeier lautet die neue Prognose 360-400 Mio. EUR Umsatz mit einem EBITDA von 31-35 Mio. EUR. Auch das ist eine Marge von guten 8%. Man sollte sich die Allgeier- und Nagarro-Aktie auf die Watchlist nehmen. Für Allgeier wird an der Börse nur etwa der halbe Umsatz bezahlt.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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