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18.07.2019 | 11:24

Alstom SA, dynaCERT Inc., NEL ASA - wer bringt Wasserstoff am schnellsten in die Lokomotiven?

  • Wasserstoff
  • Bahnverkehr
  • Lokomotive

Im September 2018 feierten die Bürger, Politik und Wirtschaft in Niedersachsen gemeinsam eine Weltpremiere. Die erste mit Wasserstoff betriebene Lokomotive nahm ihren Dienst auf. Die von Alstom im niedersächsischen Salzgitter gebaute Modellreihe trägt den Namen „Coradia iLint“ und hat Brennstoffzellen an Bord, die Wasserstoff und Sauerstoff in Strom umwandeln und so den Schadstoffausstoß im täglichen Betrieb auf null reduzieren. Auf einer knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude ist der Zug seitdem unterwegs und hat die bisherigen Dieseltriebwagen ersetzt. Bei der Frage, was aus den übrigen rund 2.400 Lokomotiven und Triebwagen der Deutsche Bahn werden kann, kommt dynaCERT ins Spiel.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


 

Pkw und Lkw am Pranger

Die öffentliche Diskussion um den Ersatz von Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge wird hierzulande oft emotional und losgelöst von der realistischen Machbarkeit geführt. Unter dem Vorwand des Klimaschutzes werden gravierende Eingriffe in die Natur billigend in Kauf genommen. Der Verdacht liegt nah, dass es am Ende nur um den Absatz von neuen Fahrzeugmodellen geht, um zukünftig auch in staatlich regulierten Ländern wie China Elektrofahrzeuge zu verkaufen.

Die Schifffahrt und der Bahnverkehr stehen mit ihren großen Verbrennungsmotoren im Hintergrund, aber es ist ein interessanter Markt – vor allem für Nachrüstungen mit kurzer Amortisationszeit.

Niedersachsen plant mit Alstom

„Mit den zwei Coradia iLint wie auch mit dem Einsatz von 14 weiteren Wasserstoffzügen ab Ende 2021 sind wir in Deutschland der erste Schienenpersonennahverkehr (SPNV)-Aufgabenträger, der vorhandene Dieselfahrzeuge durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt und damit stärker zur Erfüllung von Klimaschutzzielen beiträgt,“ so die die Geschäftsführerin der Landesnahverkehrs-gesellschaft Niedersachsen (LNVG) mit Blick in die Zukunft und weiter: „Wir machen das auch, weil in den nächsten knapp 30 Jahren etwa 120 Dieseltriebzüge aus unserem Fahrzeugpool das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und wir sie ersetzen müssen. Die mit dem Projekt gewonnenen Erfahrungen helfen uns, eine nachhaltige und praktikable Lösung zu finden“.

Wasserstoff Tankstelle von NEL?

Die LNVG benötigt bis Ende 2021 eine Tankstelle für Wasserstoff, um den Betrieb mit 14 weiteren Lokomotiven mit Brennstoffzellen zu ermöglichen. Momentan werden die beiden Züge mit einer mobilen Tankstation aufgefüllt. Eine Tankfüllung reicht für rund 1.000 Kilometer bzw. für einen ganzen Tag.

Im Zusammenhang mit einem Ausschreibungsverfahren kann auch die börsennotierte NEL aus Norwegen als Wasserstoff Experte teilnehmen und auf einen Zuschlag hoffen. Das Traditionsunternehmen verfügt über umfangreiche Expertise bei der Herstellung von Anlagen und der Unterhaltung von Wasserstoff Tankstellen.

Was sind skalierbare Lösungen für jetzt?

Die Deutsche Bahn hat momentan rund 4.100 Triebwagen und rund 3.100 Lokomotiven in Betrieb, wovon rund 2.400 Lokomotiven und Triebwagen mit Dieselmotoren unterwegs sind. Ein Großteil dieser Lokomotiven verfügen über einen dieselelektrischen Antrieb - einfach gesagt: an Bord sind große Dieselgeneratoren, die Energie für die elektrischen Fahrmotoren liefern.

Die Schadstoff-Bilanz der Bahn könnte durch die preisgekrönte HydraGEN Technologie von dynaCERT deutlich verbessert werden und es zahlt sich gemäß der Testergebnisse auf der Webseite auch wirtschaftlich zügig aus.

Wirtschaftlich attraktiver Umweltschutz

Laut dynaCERT kann ihre Wasserstoff Technologie alle Dieselmotoren sauberer machen und nennt explizit auch Generatoren, Lokomotiven und Schiffe. Die Reduktion von Emissionen und die Einsparung von Treibstoff vereinen für den Inhaber moralische und wirtschaftliche Vorteile. Momentan fokussiert sich das Unternehmen offensichtlich auf Bus- und Lkw-Flotten, wo bereits eine Absichtserklärung mit Milliarden-Umsatz unterzeichnet wurde.

Das Unternehmen hat bereits eine deutsche Tochtergesellschaft und machte zuletzt mit einer Personalie Schlagzeilen, weil ein leitender TÜV Süd-Mitarbeiter zu ihnen wechselte.


Lexikon:

  1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

Fachliteratur-Empfehlungen zum Verständnis:


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Die Energiewende ist ein laufender Prozess, bei dem technische Lösungen ihre Vorgänger ablösen. Eigentlich ein üblicher Vorgang, wie es in vielen anderen Branchen und Industriezweigen zu beobachten ist. Nichts geschieht über Nacht und Innovationen sowie Vorteile machen normalerweise das Rennen, es sei denn, die Politik kommt ins Spiel. Je nach Interessenslage und Bildungsstand können die richtigen oder gar falschen Akzente durch Subventionen gesetzt werden. Es überrascht also nicht, wenn Lösungen über das Kraftfahrtbundesamt verzögert oder torpediert werden. Jüngstes Beispiel ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der ein umweltschonende Nachrüstung von Dieselmotoren durch moderne Technologien lange Zeit blockierte, damit bereits geschädigte Autofahrer sich ein neues Fahrzeug kaufen. Eigentlich ein Skandal.

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Michael Theurer (FDP) ist Mitglied des deutschen Bundestages und hat in seinem Gastkommentar für Focus Online mit klaren Worten die Arbeit der Bundesregierung kritisiert. Zugleich fordert der Oppositionspolitiker Maßnahmen und zeigt Ziele auf. „Deutschland muss Wasserstoff-Land Nummer eins werden. Dafür bräuchte es aber die Bündelung politischer Kräfte und vor allem aber eine Strategie. Die sogenannte Große Koalition beweist immer wieder, dass man gleichzeitig „nicht regieren“ und „falsch regieren“ kann. Ein klassisches Beispiel ist das Thema Zukunftsmobilität. Hier läuft so ziemlich alles schief.“

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