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18.07.2019 | 11:24

Alstom SA, dynaCERT Inc., NEL ASA - wer bringt Wasserstoff am schnellsten in die Lokomotiven?

  • Wasserstoff
  • Bahnverkehr
  • Lokomotive
Bildquelle: pixabay.com

Im September 2018 feierten die Bürger, Politik und Wirtschaft in Niedersachsen gemeinsam eine Weltpremiere. Die erste mit Wasserstoff betriebene Lokomotive nahm ihren Dienst auf. Die von Alstom im niedersächsischen Salzgitter gebaute Modellreihe trägt den Namen „Coradia iLint“ und hat Brennstoffzellen an Bord, die Wasserstoff und Sauerstoff in Strom umwandeln und so den Schadstoffausstoß im täglichen Betrieb auf null reduzieren. Auf einer knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude ist der Zug seitdem unterwegs und hat die bisherigen Dieseltriebwagen ersetzt. Bei der Frage, was aus den übrigen rund 2.400 Lokomotiven und Triebwagen der Deutsche Bahn werden kann, kommt dynaCERT ins Spiel.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: NO0010081235

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Inhaltsverzeichnis:


    Pkw und Lkw am Pranger

    Die öffentliche Diskussion um den Ersatz von Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge wird hierzulande oft emotional und losgelöst von der realistischen Machbarkeit geführt. Unter dem Vorwand des Klimaschutzes werden gravierende Eingriffe in die Natur billigend in Kauf genommen. Der Verdacht liegt nah, dass es am Ende nur um den Absatz von neuen Fahrzeugmodellen geht, um zukünftig auch in staatlich regulierten Ländern wie China Elektrofahrzeuge zu verkaufen.

    Die Schifffahrt und der Bahnverkehr stehen mit ihren großen Verbrennungsmotoren im Hintergrund, aber es ist ein interessanter Markt – vor allem für Nachrüstungen mit kurzer Amortisationszeit.

    Niedersachsen plant mit Alstom

    „Mit den zwei Coradia iLint wie auch mit dem Einsatz von 14 weiteren Wasserstoffzügen ab Ende 2021 sind wir in Deutschland der erste Schienenpersonennahverkehr (SPNV)-Aufgabenträger, der vorhandene Dieselfahrzeuge durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt und damit stärker zur Erfüllung von Klimaschutzzielen beiträgt,“ so die die Geschäftsführerin der Landesnahverkehrs-gesellschaft Niedersachsen (LNVG) mit Blick in die Zukunft und weiter: „Wir machen das auch, weil in den nächsten knapp 30 Jahren etwa 120 Dieseltriebzüge aus unserem Fahrzeugpool das Ende ihrer Lebensdauer erreichen und wir sie ersetzen müssen. Die mit dem Projekt gewonnenen Erfahrungen helfen uns, eine nachhaltige und praktikable Lösung zu finden“.

    Wasserstoff Tankstelle von NEL?

    Die LNVG benötigt bis Ende 2021 eine Tankstelle für Wasserstoff, um den Betrieb mit 14 weiteren Lokomotiven mit Brennstoffzellen zu ermöglichen. Momentan werden die beiden Züge mit einer mobilen Tankstation aufgefüllt. Eine Tankfüllung reicht für rund 1.000 Kilometer bzw. für einen ganzen Tag.

    Im Zusammenhang mit einem Ausschreibungsverfahren kann auch die börsennotierte NEL aus Norwegen als Wasserstoff Experte teilnehmen und auf einen Zuschlag hoffen. Das Traditionsunternehmen verfügt über umfangreiche Expertise bei der Herstellung von Anlagen und der Unterhaltung von Wasserstoff Tankstellen.

    Was sind skalierbare Lösungen für jetzt?

    Die Deutsche Bahn hat momentan rund 4.100 Triebwagen und rund 3.100 Lokomotiven in Betrieb, wovon rund 2.400 Lokomotiven und Triebwagen mit Dieselmotoren unterwegs sind. Ein Großteil dieser Lokomotiven verfügen über einen dieselelektrischen Antrieb - einfach gesagt: an Bord sind große Dieselgeneratoren, die Energie für die elektrischen Fahrmotoren liefern.

    Die Schadstoff-Bilanz der Bahn könnte durch die preisgekrönte HydraGEN Technologie von dynaCERT deutlich verbessert werden und es zahlt sich gemäß der Testergebnisse auf der Webseite auch wirtschaftlich zügig aus.

    Wirtschaftlich attraktiver Umweltschutz

    Laut dynaCERT kann ihre Wasserstoff Technologie alle Dieselmotoren sauberer machen und nennt explizit auch Generatoren, Lokomotiven und Schiffe. Die Reduktion von Emissionen und die Einsparung von Treibstoff vereinen für den Inhaber moralische und wirtschaftliche Vorteile. Momentan fokussiert sich das Unternehmen offensichtlich auf Bus- und Lkw-Flotten, wo bereits eine Absichtserklärung mit Milliarden-Umsatz unterzeichnet wurde.

    Das Unternehmen hat bereits eine deutsche Tochtergesellschaft und machte zuletzt mit einer Personalie Schlagzeilen, weil ein leitender TÜV Süd-Mitarbeiter zu ihnen wechselte.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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    • Energieschock
    • CO2-Zertifikate
    • Klimaschutz
    • Emissionen
    • Kosteneffizienz

    Wenn sich ein Unternehmen operativ entscheidend weiterentwickelt, aber die Börse dies ignoriert, ergeben sich für weitsichtige Anleger große Chancen. Genau dies ist aktuell bei dynaCERT der Fall. Die smarte Brückentechnologie der Kanadier zur Nachrüstung von Dieselmotoren liefert nachweislich zwei große Vorteile: Kosteneffizienz und Umweltentlastung. Mit der bedarfsgerechten Erzeugung von Wasserstoff direkt an Bord und der Beimischung im Verbrennungsprozess lassen sich Treibstoffverbrauch und Emissionen nachweislich deutlich reduzieren. Der Energieschock und die zunehmende Regulierung von Treibhausgasemissionen spielen der Gesellschaft zudem in die Karten. Analysten bescheinigen der Aktie Vervielfachungspotenzial!

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    Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende in Islamabad sind, wie zu erwarten war, vorerst gescheitert. Aufgrund dessen dürften die globalen Aktienmärkte zum Wochenstart weiter nach unten drehen. Bei vielen Aktien drohen massive Korrekturen und Übertreibungen, die langfristig als Kaufchancen genutzt werden könnten. So bieten sich neben dem Goldsektor auch im Bereich Wasserstoff und Drohnentechnologie interessante Chancen.

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    Die Sicherung von Kupfer und Platingruppenmetallen (PGM) wird immer wichtiger, da diese Elemente sowohl für die Energieinfrastruktur als auch für die Wasserstoffwirtschaft unverzichtbar sind. Analysen von S&P Global und McKinsey prognostizieren einen Anstieg der Kupfernachfrage auf 42 Mio. t bis zum Jahr 2040, was einem Zuwachs von 50 % gegenüber 2025 entspricht. Gleichzeitig berichtet die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Nachfrage nach Wasserstoff im Jahr 2024 bereits satte 100 Mio. t umfasste, was den Bedarf an Platin und Palladium für Elektrolyseure treibt. Während Großkonzerne wie Rio Tinto ihre Marktführerschaft durch Investitionen in riesige Kupferprojekte absichern, um den langfristigen Bedarf der Industrie zu decken, konzentriert sich der PGM-Spezialist Sibanye-Stillwater verstärkt auf die Diversifizierung seines Portfolios in Richtung polymetallischer Lagerstätten in stabilen Jurisdiktionen. In diesem Umfeld operiert Power Metallic Mines mit seinem Nisk-Projekt im kanadischen Distrikt Québec. Kürzliche Entdeckungen in der Lion Zone bestätigten außergewöhnliche Kupfergrade von über 10 % sowie signifikante PGM-Beiprodukte. Diese Qualität in einer erstklassigen Bergbauregion macht das Unternehmen interessant - für Anleger, die auf strategische Konsolidierungen spekulieren und für Großkonzerne auf der Suche nach erstklassigen Ressourcen.

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