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16.10.2020 | 06:05

Amazon, Apple, Almonty: Triple A – Alleinstellung ist gefragt!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Wenn eine Firma heute nicht mit Exklusivität glänzt, schwimmt sie in der Masse mit. Man wird nicht wahrgenommen, der Markenname reicht nicht mal aus für eine erfolgreiche Plakatwerbung. Anders bei den Weltmarktführern, den Blockbustern der New Economy. Schon im Kindesalter an das Smartphone gewöhnt, kennen Jugendliche heute alle Features der mobilen Wegbegleiter. Die Zeit in der realen Welt schwindet, ist es doch online viel bunter, bewegter und fesselnder – das Leben aus zweiter Hand wird zum bestimmenden Tagesablauf. Kein Wunder, dass die Unternehmen, die für uns diese Welt geschaffen haben, zu den teuersten Papieren auf dem Kurszettel zählen – denn sie haben das Verhältnis Mensch und Maschine zu einem perfekten Geschäftsmodell gemacht.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA0203981034 , US0231351067 , US0378331005

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Inhaltsverzeichnis:


    Amazon – Jeff Bezos regiert die Online-Bestellung

    Wenn man Jeff Bezos interviewt, bekommt man zu hören, dass die jetzt schon übermächtige Amazon wohl in 10 Jahren die gesamte Konsumwelt erobert haben wird. Wer heute eine Ware kaufen will, macht sich gar nicht mehr die Mühe eine kleine, spezialisierte Plattform aufzusuchen. Man geht zu Amazon und schon gibt es 15 Anbieter für mein gesuchtes Produkt. Jeff Bezos weiß um diese Tatsache, deswegen ist Amazon auch selten der günstigste Anbieter, denn Bezos punktet mit Schnelligkeit, Verfügbarkeit und einem erstklassigen Kundenservice.

    Der Einkauf wird damit vielleicht nicht die günstigste Alternative sein, aber auf jeden Fall die einfachste. Somit läuft es rund beim Online-Giganten, mit über 300 Mrd. USD Umsatz und fast 40% Gewinnwachstum im Jahr kann man auch mit 1,7 Bio. USD bewertet sein. Kaum jemand kennt jedoch die wirkliche Ertragsperle von Amazon, es ist nicht der Warenverkauf, sondern das Vermieten der größten Rechner-Architektur der Welt, gebündelt im Geschäftsbereich AWS. Hier wird Skalierbarkeit gelebt – der Chef Jeff Bezos ist längt über jeden Zweifel erhaben, er ist oben.

    Mit einem Vermögen von etwa 132 Mrd. USD führt er die Liste der Reichsten an. Ein Regiment was manchmal bestimmt auch einsam macht! Die Amazon-Aktie jedenfalls legte in den letzten 7 Jahren genau 1.000% zu und hat sich seit der März-Korrektur schlichtweg verdoppelt. Jeff Du bist der Größte!

    Apple – Steve Jobs Vision ist jetzt wahr geworden

    Würde er noch leben – er wäre wahrscheinlich unheimlich stolz und fasziniert über seine visionären Fähigkeiten. Steve Jobs sagte bei der Vorstellung des ersten Iphones in 2007 vorher, dass „die Menschen dort draußen in 10 Jahren Alles mit dem Smartphone erledigen werden“ – er hatte recht in der Sache, es hat nur etwa 13 Jahre gedauert. Nun ist das Handy überall, es kann alles, es trackt alles und weiß alles – der perfekte Wegbegleiter eines Jeden unter uns.

    Man kennt nicht mehr viele Menschen, die sich von Mobilgeräten gänzlich fernhalten. Die Story von Apple an sich ist ähnlich wie die von Amazon, nur besser, höher und weiter. Apple ist heute 2,1 Bio. USD wert, hat in 7 Jahren auch 1.000% zugelegt und generiert knapp 80 Mrd. USD Cashflow pro Jahr. Steuerzahlungen wurden dabei zugunsten der Aktionäre weitestgehend vermieden, so einfach ist die internationale Rechnungslegung.

    Am 13.10. wurde das neue iPhone 12 mit 5G-Technik vorgestellt, der Startpreis bleibt bei 1.299,00 USD, ein Schnäppchen für die schnellste Generation unter den Handys. Wie bei Amazon, sind es allerdings nicht die ausgelieferten Geräte, die den größten Gewinn bringen. Nein, es sind die Daten die jeder User freiwillig zur Verfügung stellt und die Services, die rund um das Handy konsumiert werden. Apple ist ganz klar DIE Börsenstory des Jahrhunderts!

    Almonty – Wer Hightech nutzt, braucht seltene Metalle

    Das dritte A in unser Triple A-Betrachtung richtet den Fokus auf eine oft vergessene Tatsache. High-Tech-Produzenten brauchen seltene Metalle und die sind eben rar geworden auf diesem Planeten, oftmals befinden sie sich in der Hand von Regimen wie z.B. China. Almonty besitzt Wolfram-Abbaustätten in Spanien, Portugal und Südkorea. Man produziert Wolframkonzentrat etwa 50 Kilometer von Salamanca und 260 km nordöstlich von Lissabon. Das Projekt in Südkorea wird das größte in der Gruppe werden und geht wahrscheinlich im Jahr 2022 in Produktion. Alle drei Minen zusammen vereinen einen hohen einstelligen Prozentanteil am Weltvorkommen, Almonty ist also wichtig für die Versorgung moderner Industrien. Die Deutsche Rohstoff AG besitzt noch 12% an Almonty – ein Asset, das sicherlich mal zu einem guten Preis über den Tresen geht.

    An Almonty gibt es noch eine zweite Geschichte, die hochinteressant ist: Es handelt sich um ein sehr großes Molybdänvorkommen unterhalb des Sangdong Wolframvorkommens in Südkorea. Die gegenwärtige Bewertung Almontys basiert ausschließlich auf den Wolfram-Vermögenswerten. Die Molybdän-Lagerstätte wird als „Deep Moly Deposit“ bezeichnet und hat eine vertikale Mächtigkeit von bis zu 400m. Eine von der Korea Tungsten Mining Co. Ltd (KTMC) durchgeführte Explorationsarbeit ergab eine vorläufige Ressourcenschätzung von 16,3 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 0,4% MoS2 (Molybdändisulfid). Dies entspricht einer extrahierten Menge von rund 52.000 Tonnen (berechnet mit 80% Ausbeute). Bei einem derzeitigen Molybdänpreis von 18.250,00 USD/Tonne würde der diskontierte Barwert also bei über 500 Mio. USD liegen. Almonty selbst ist an der Börse aber nur mit knapp 140 Mio. CAD bewertet.

    Fazit: Wer Marktführer und wahre Werte sucht, interessiert sich für alle 3 A-Aktien. Hier wäre ein Blick in die Glaskugel interessant: Welcher unter den Genannten macht das Rennen in den nächsten 10 Jahren? Wir wissen es nicht – aber eins ist gewiss, ohne Wolfram würde die Hightech-Welt von Amazon und Apple nicht funktionieren. Almonty ist deshalb beim aktuellen Kurs von 0,77 CAD oder 0,51 EUR sicherlich eine spekulative Beimischung wert.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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