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10.09.2020 | 05:50

AngloGold Ashanti, Newmont Goldcorp, Velocity Minerals: Wo schlummert Kursfantasie?

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Während die deutsche Bundesregierung darüber nachdenkt, das Insolvenzrecht noch länger als erwartet aufzuweichen und damit viele angeschlagene Unternehmen am Leben erhält, machen Notenbanken keinen Hehl daraus, ihren unmittelbar nach Ausbruch der Corona-Pandemie eingeschlagenen Weg des billigen Geldes weiter fortzusetzen. Als erste Reaktion kletterten die Kurse von Gold und Unternehmen rund um die Förderung von Gold deutlich. Aktuell sind die Notierungen etwas zurückgekommen. Da die grundlegende fundamentale Situation rund um das Edelmetall auch weiter intakt ist, dürfte die momentane Phase rückblickend als Verschnaufpause gelten. Grund genug, drei Unternehmen aus dem Gold-Sektor genauer unter die Lupe zu nehmen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ZAE000043485 , US6516391066 , CA92258F3007

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Inhaltsverzeichnis:


    AngloGold Ashanti überzeugt den Markt bislang nicht

    Die Aktie von AngloGold Ashanti erzielte auf Sicht von einem Jahr eine Rendite von 26,6%. Das Unternehmen beschloss schon vor Ausbruch der Pandemie eine umfassende Restrukturierung. Diese schlug sich zuletzt zwar negativ auf die Quartalszahlen nieder, doch sind Analysten davon überzeugt, dass sich die Maßnahmen langfristig auszahlen werden. Auch angesichts des gestiegenen Goldpreises sollten die geplanten Verkäufe von Projekten leicht vonstattengehen und zudem einen positiven Effekt auf die Kasse von AngloGold Ashanti haben.

    Als glücklicher Zufall kann darüber hinaus gelten, dass das Unternehmen seine Produktion 2020 ausweiten kann – damit müsste das Unternehmen direkt von den steigenden Notierungen profitieren. Doch an der Börse kommt die Aktie dennoch nicht so wirklich in die Gänge. Anleger haben Sorge, AngloGold Ashanti könnte nach dem Verkauf weiterer Projekte nicht mehr breit genug aufgestellt sein.

    Newmont: Fantasie dank Exploration

    Optimistischer ist die Stimmung bei Investoren von Newmont. Höhere Notierungen bei Gold haben direkt auf die Marge durchgeschlagen und dem Unternehmen hohe Gewinne beschert. Das Unternehmen, das aus der Fusion aus Newmont Mining und Goldcorp hervorgegangen ist, hat während der vergangenen Jahre einige aussichtsreiche Projekte gesammelt und gilt damit als gut für den Gold-Boom aufgestellt. Das sieht auch die Börse so: Aktien von Newmont legten auf Sicht von einem Jahr um knapp 60% zu. Für Fantasie dürfte auch die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms in Höhe von einer Mrd. USD beigetragen haben.

    Wenn es um Fantasie geht, haben Aktionäre von Velocity Minerals ein klares Bild vor Augen: Idealerweise bringt das Unternehmen seine Goldprojekte in Bulgarien nach und nach in Produktion. Die Realität sieht aber noch anders aus: Das Unternehmen veröffentlichte kürzlich zwar eine vorläufige Machbarkeitsstudie für sein Flaggschiff-Projekt Rozino, an dem das Unternehmen zu 70% beteiligt ist, doch die anderen Projekte befinden sich noch immer im Explorationsstadium. Für die drei Satelliten-Projekte bestehen seitens Velocity Minerals Optionen, um im Falle positiver Explorationsergebnisse die Beteiligungen aufstocken zu können. Sämtliche Projekte befinden sich in LKW-Reichweite einer bereits bestehenden Verarbeitungsanlage mit einem Potenzial von 200.000 Unzen Gold jährlich.

    Velocity Minerals: Produktion Ende 2022 geplant

    Obwohl Velocity Minerals auf den ersten Blick wenig mit Größen wie Newmont oder AngloGold Ashanti gemeint hat – schließlich liegt die Marktkapitalisierung gerade einmal bei rund 45 Mio. EUR, fallen auf den zweiten Blick Parallelen auf. Ähnlich wie auch Newmont verfügt Velocity über weiteres Explorationspotenzial und hat auch vor, dieses während der kommenden Monate und Jahre zu heben. Das Flaggschiff-Projekt Rozino ist da schon weiter: Bis Ende 2022 will Velocity dort Gold fördern. An der Börse hat sich diese vom Unternehmen klar kommunizierte Perspektive bislang noch nicht herumgesprochen – der Kurs notiert heute mehr oder weniger auf dem Niveau von vor einem Jahr.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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