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20.10.2021 | 06:05

Bayer, Sativa Wellness Group, Morphosys – Kann die Pharmabranche von der neuen Bundesregierung profitieren?

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Bildquelle: pixabay.com

Die Bundestagswahl ist vorbei und die Pharmaindustrie muss sich auf die neue politische Konstellation einstellen. Denn die Branche steht vor einer Veränderung. Digitalisierung ist ein wichtiges Thema. Um nicht noch mehr Forscher an das Ausland zu verlieren, müssen Genehmigungsprozesse beschleunigt und Bürokratie abgebaut werden. Würde man immer so entschlossen handeln wie in der Pandemiezeit, wäre viel mehr zu erreichen. Die neue Bundesregierung liebäugelt mit der Legalisierung von Cannabis. Sollte es dazu kommen, wäre der Markt voraussichtlich sehr groß. Die kommenden vier Jahre versprechen spannend zu werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , SATIVA WELLNESS GROUP INC | CA80403E1043 , MORPHOSYS AG O.N. | DE0006632003

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – im Pharmabereich gut aufgestellt

    Während die Monsanto Übernahme den Konzern seit mittlerweile sechs Jahren belastet, läuft der Pharmabereich von Bayer hervorragend. Es ist abzusehen, dass Menschen in den kommenden Jahrzehnten immer älter werden. Chronische Erkrankungen nehmen mit dem Alter zu und in der westlichen Wohlstandszivilisation sind Fettleibigkeit und Diabetes schon weit verbreitet. Dazu kommen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. In all diesen Bereichen engagiert sich der Konzern besonders.

    Am 20. September wurde die Phase-III Studie von Finerenon erweitert, bei der die Wirkung des Medikaments gegen chronische Nierenerkrankungen untersucht wird. Anfang Oktober wurde eine Kooperation mit dem britischen Unternehmen Huma ausgeweitet, um bestimmte Lungenkrebsarten mithilfe von Technologien des maschinellen Lernens zu klassifizieren. Anhand von CT-Scans sollen unterschiedliche Krebsarten schneller erkannt werden um so den Patienten schnellstmöglich die passende Behandlung zukommen zu lassen.

    Viele Analysten sind mittlerweile positiver gestimmt, was die zukünftige Entwicklung der Aktie angeht. Nur ein Analyst rät zum Verkauf der Aktie. JPMorgan, Bernstein Research und die UBS sehen Kursziele zwischen 67 und 85 EUR. Die Aktie hat gestern den Support bei 45,76 EUR getestet und ist dort abgeprallt. Damit könnte ein Doppelboden ausgebildet werden und der Widerstand bei 49,10 EUR getestet werden. Aktuell notiert die Aktie bei 46,57 EUR.

    Sativa Wellness Group wächst schnell

    Die Sativa Wellness Group ist ein kanadisches Unternehmen, das auch Niederlassungen in Großbritannien unterhält. Das Geschäftsmodell basiert auf drei Säulen. Zum einen auf der Herstellung von Cannabidiol Produkten (CBD), die unter der Marke "Goodbody Botanicals" vermarket werden. Weiterhin bietet das Labor "Phytovista Laboratories" Cannabinoid-Tests nach ISO17025-Standard sowohl in der EU als auch Großbritannien an. Als drittes Standbein gilt "Goodbody Wellness". Der telemedizinische Beratungsdienst wird für neue Bluttests angeboten. Insgesamt 16 solcher Tests sind sind an drei Standorten bereits im Einsatz und sollen auch auf insgesamt 70 Standorte, an denen auch staatliche anerkannte PCRs Tests durchgeführt werden, ausgerollt werden.

    Das Unternehmen plant, seine CBD Produkte per Abonnement zu vertreiben. CBD ist sicher das bekannteste Cannabinoid von über 100 aus der Cannabispflanze. Es enthält kein THC und hat somit keine psychoaktive Wirkung. Zudem werden CBD unterschiedlichste positive Eigenschaften zugeschrieben. Zunächst eine entspannende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und antioxidative Wirkung. In einer Studie des California Pacific Medical Center Research Institute aus dem Jahr 2007 heißt es etwa auch, dass CBD in der Lage sein soll, Metastasierung zu verhindern.

    Bei Sativa Wellness Group geht es schnell voran. Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen dieses Wachstum deutlich. Der Umsatz legte um über 800% auf 6 Mio. Kanadische Dollar (CAD) im Vorjahresvergleich zu und der Gewinn lag bei 3,3 Mio. CAD. Die Markkapitalisierung beträgt aktuell 21,8 Mio. CAD. Da der Trend zur Legalisierung von Cannabis anhält, bietet der Markt sicher großes Potential.

    Morphosys – laufend neue Tiefs

    Aus der Antikörper Bibliothek von Morphosys wurden immer wieder innovative Medikamente entwickelt. Damit konnte das deutsche Biotech-Unternehmen über Jahre hinweg mittels Kooperationen ein Portfolio aufbauen, aus dem wiederkehrende Lizenzeinnahmen generiert wurden. So wuchs das Unternehmen langsam und stetig. Erst als man versuchte, selbst ein Pharmaunternehmen aufzubauen, begannen die Schwierigkeiten.

    Mit der Übernahme von Constellation Pharmaceuticals hat das Unternehmen alles auf eine Karte gesetzt. Werden die beiden Krebsmittel, die sich in einer Phase-III Studie befinden, ein Blockbuster, wird das Unternehmen wie Phönix aus der Asche steigen. Um diese Übernahme zu stemmen, hat man sich verschuldet und dabei auch gleich die sicheren Lizenzeinnahmen zu einem großen Teil mitverpfändet. Selbst gute Nachrichten, wie zuletzt vom Lizenzpartner Roche, der von der US Gesundheitsbehörde den Status Therapiedurchbruch für ein Alzheimermedikament bekam, verpuffen völlig.

    Die Aktie eröffnete mit einem GAP-Up nach der Nachricht, um im Anschluss neue Jahrestiefs zu erreichen. Einen solch sauberen Abwärtstrend sieht man selten. Aktionäre die auf bessere Zeiten hoffen, müssen auf die Ergebnisse der Phase-III Studien von Constellation Pharmaceuticals warten. Momentan sind diese Ergebnisse wohl die einzige Aussicht auf Besserung. Vor einem Investment sollte man unbedingt den Bruch der Abwärtstrendlinie abwarten.


    Das Gesundheitswesen entwickelt sich laufend weiter. Wir werden immer älter und so werden auch die Krankheiten zunehmen. Es ist gut, dass sich Unternehmen der Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheiten annehmen. Bis zum Durchbruch ist es oft ein steiniger Weg. Bayer ist im Pharmabereich gut aufgestellt, hat aber noch mit den Folgen der Monsanto Übernahme zu kämpfen. Die Sativa Wellness Group besetzt mit Hanf einen noch nicht komplett legalisierten Markt. Trotzdem wächst der Umsatz und Gewinn bereits jetzt sehr stark. Morphosys, der einstige Börsenliebling, muss auf den Erfolg der zugekauften Phase-III Studien warten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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