Menü

Aktuelle Interviews

Dr. Andreas Beyer, Geschäftsführer, Fonterelli GmbH & Co. KGaA

Dr. Andreas Beyer
Geschäftsführer | Fonterelli GmbH & Co. KGaA
Waldhornstr. 6, 80997 München (D)

info@fonterelli.de

+49 89 81 00 91 19

Dr. Andreas Beyer von Fonterelli: Wir haben Cashflows im Fokus!


Matthew Salthouse, CEO, Kainantu Resources

Matthew Salthouse
CEO | Kainantu Resources
3 Phillip Street #19-01 Royal Group Building, 048693 Singapore (SGP)

info@krl.com.sg

+65 6920 2020

Interview Kainantu Resources: „Wir haben den Schlüssel zu Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum“


Justin Reid, President und CEO, Troilus

Justin Reid
President und CEO | Troilus
36 Lombard Street, Floor 4, M5C 2X3 Toronto, Ontario (CAN)

info@troilusgold.com

+1 (647) 276-0050

Interview Troilus Gold: „Wir sind überzeugt, dass Troilus mehr als nur eine Mine ist“


13.09.2021 | 06:00

Bayer, Saturn Oil + Gas, TUI – Welche Aktie startet als erstes durch?

  • Reisen
  • Corona
  • Glyphosat
  • Öl
  • Gas
  • Bayer
  • Saturn Oil + Gas
  • TUI
Bildquelle: pixabay.com

Dass der Gewinn im Einkauf steckt, haben wir alle schon oft gehört, allerdings ist es schwer, das Tief bei einer Aktie vorherzusagen und dann auch entsprechend einzusteigen. Häufig ist es besser mittels Charttechnik auf eine Umkehr zu warten. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen profitablen Trade zu finden. Wer ins fallende Messer greift, hat sicher schon öfter Verluste erlitten. Es gibt aber auch immer wieder Aktien, die aktuell nicht „In“ sind bei Investoren, da braucht es dann länger, um den Aktienkurs in Schwung zu bringen, zumal die Rückgewinnung des Vertrauens von Aktionären hart erarbeitet werden mus. Heute analysieren wir die Perspektiven von drei Unternehmen, die wieder durchstarten wollen.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , SATURN OIL+GAS O.N. | CA80412L1076 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
"[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

Zum Interview

 

Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

Mehr zum Autor


Bayer – die Monsanto Übernahme belastet noch immer

Das Problem von Bayer ist und bleibt die Monsanto-Übernahme 2018 und die damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten bezüglich des Unkrautvernichters Roundup mit dem Glyphosat-Wirkstoff, der als mutmaßlich krebserregend eingestuft wird. Es wurden Milliardenrückstellungen gebildet, doch diese mussten im zweiten Quartal dieses Jahres nochmals erhöht werden. Es gab die Hoffnung, dass der Konzern die Streitigkeiten bis Ende des Jahres beilegen könnte, doch danach sieht es aktuell nicht mehr aus. Derzeit verfolgt das Unternehmen einen konkreten Plan und hat den Supreme Court angerufen. Sollte das Urteil dort positiv ausfallen, wäre ein wichtiger Schritt getan. Bis dahin belastet Monsanto das Konzernergebnis schwer.

Dabei laufen die Geschäfte unter dem Strich überall gut. Am 5. August präsentierte man starke Wachstumszahlen und hob die Prognose für das laufende Jahr an. Vorstandvorsitzender Baumann sagte: „Alle Divisionen erzielten bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum. Wir erwarten für all unsere Geschäfte eine anhaltend positive Umsatzdynamik.“ Letztlich machten die neuerlichen Rückstellungen die guten Zahlen kaputt. Auch positive Nachrichten, vor allem aus der Pharmasparte, verpuffen aktuell genauso wie Übernahmen von z.B. Vividion Therapeutics.

Die Analysten sind fast durchweg positiv gestimmt, doch Investoren fokussieren sich momentan nur auf die Probleme mit Monsanto. Die Aktie ist seit Mitte Mai um 12 EUR bis auf unter 45 EUR eingebrochen und hat dabei wichtige Unterstützungen gerissen. Zuletzt die bei 46,04 EUR. Der nächste Widerstand wartet erst wieder am Mehrjahrestief bei 39,91 EUR. Die Dividendenrendite beträgt über 4,3% und vom Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) her ist der Konzern günstig bewertet. Als Anleger sollte man den Bruch des Abwärtstrends abwarten bevor man einsteigt.

Saturn Oil & Gas – Kredite in zwei Jahren abbezahlt

Seit der Übernahme der Produktion von 6.700 Barrel Leichtöl, hat für Saturn Oil & Gas (Saturn) eine neue Zeitrechnung begonnen. Die Transaktion wurde rückwirkend zum 1. April am 7. Juni vollständig abgeschlossen und bietet Aktionären seitdem eine besondere Perspektive. Am 3. August verkündete das Unternehmen die Niederbringung von drei Bohrlöchern, mit denen die Produktion noch in diesem Jahr ausgeweitet werden soll.

Am 30. August legte das Unternehmen Zahlen zum zweiten Quartal vor. Nach der Transaktion beliefen sich die Schulden auf 119,2 Mio. Kanadische Dollar (CAD). Die Kredite sollen spätestens in zwei Jahren zurückgezahlt sein. Damit auf dem Weg dahin nichts schief geht, hat das Management bereits einen Teil der Produktion per Optionen abgesichert. Insgesamt wurden in den ersten 23 Tagen der neuen Saturn zum Ende des 2. Quartals 2021 Erdöl und Erdgas im Gegenwert von über 520.000 CAD pro Tag verkauft. Läuft die Produktion weiter wie bisher, kommen mindestens 90 Mio. CAD bis Jahresende dazu.

Im Zuge der Präsentation der Quartalszahlen kam heraus, dass über 500 Bohrlöcher existieren, die aktuell nicht produzieren. Diese können nach Überarbeitung für zusätzliche Produktionsmengen in Höhe von bis zu 3.500 Barrel pro Tag sorgen. Das Unternehmen prognostiziert ein Nettoergebnis von 65-70 Mio. CAD innerhalb von 12 Monaten. Die nachgewiesenen Produktionsreserven liegen bei 39,2 Mio. Barrel, könnten aber auch bis zu 50,8 Mio. Barrel liegen. Der Nettoinventarwert liegt also aktuell zwischen 0,45 und 0,59 CAD pro Aktie.

Nachdem die Aktie Ende Mai schon bis 0,215 CAD nach oben ging, kam mit Zuteilung der neuen Aktien Druck auf, der den Kurs auf 0,11 CAD drückte, also noch unter den Ausgabepreis von 0,12 CAD. Derzeit liegt der Kurs etwa bei 0,165 CAD. Somit liegt die aktuelle Marktkapitalisierung bei rund 83 Mio. CAD. Bei angenommenen Einnahmen von 50,4 Mio. bis Jahresende ergibt sich ein KGV von aktuell 1,6. Dieser Wert ist noch immer sehr günstig. Wie oben beschrieben, liegt der faire Wert mindestens bei 0,45 CAD.

TUI – für Anleger ein Risikogebiet

TUI hat wie kaum ein anderes Unternehmen in Deutschland unter der Corona-Pandemie gelitten. Durch Lockdowns, Reisebeschränkungen etc. war die Reiselust der Deutschen fast zum Erliegen gekommen. Die Hoffnungen waren groß, dass das Sommergeschäft gut laufen würde, doch dann kam mit der Delta-Variante die Unsicherheit zurück und die laufenden Veränderungen bei der Einstufung der Risikogebiete trug auch nicht gerade zu erhöhten Reisebuchungen bei.

Das kann man deutlich an den Zahlen ablesen, die der Konzern am 12. August vorgelegt hat. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze um 79,4% eingebrochen. Zwar gab es im vergangenen Quartal auch 1,5 Mio. neue Buchungen, doch das große Sommergeschäft blieb komplett aus. Die Wandelanleihe aus April wurde auch noch einmal um 190 Mio. EUR aufgestockt. Zuletzt verkündete das Unternehmen Kurzarbeit für seine Reisebüros ab Oktober.

Für Deutschland wurde Stefan Baumert zum neuen Chef gekürt, nachdem Vorgänger Marek Andryszak im Juli hingeworfen hatte. Die Aktie hat die Kurslücke aus Januar am vergangenen Freitag geschlossen und ging mit rund 3,40 EUR aus dem Handel. Erfolgt hier keine Gegenreaktion, könnte das Dezember-Tief 2020 getestet werden. In diesem Fall würde die Aktie noch bis 2,45 EUR fallen. Etliche Analysten haben sich zuletzt kritisch über TUI geäußert, wie die Nord LB, die das Kursziel auf 2,70 EUR gesetzt hat.


Alle Unternehmen hatten in der jüngeren Vergangenheit Herausforderungen. Bayer ist breit genug aufgestellt, um die Monsanto Rechtsstreitigkeiten zu überstehen. Insbesondere die Pharmasparte hat Potential. Saturn ist mit der Akquisition von 6.700 Barrel Öl pro Tag in neue Sphären vorgestoßen und kann seine Schulden schnell abtragen. Der Markt hat das aktuell noch nicht vollständig erkannt. Die TUI leidet noch immer unter Corona und wie der Weg aus der Krise heraus aussehen könnte, ist aktuell noch nicht klar.


Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  3. Erdöl – Fossiler Energieträger, welcher als ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen in der Erdkruste vorkommt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Fabian Lorenz vom 24.09.2021 | 05:55

BioNTech, Valneva, Defence Therapeutics: Impfstoff-Aktien geben Gas!

  • BioNTech
  • Biotech
  • Corona
  • Covid-19
  • Biotechnologie

Anleger von COVID-19-Impfstoffherstellern hatten in den vergangenen Wochen wenig Grund zur Freude. Die Platzhirsche Moderna und BioNTech sind spürbar von ihren Höchstkursen zurück gekommen. Die Aktie von Valneva ist am Montag eingebrochen. Allein Newcomer Defence Therapeutics hat sich auf hohem Niveau gehalten. Doch bei allen könnte die Ruhe bald vorbei sein und ein neuer Höhenflug beginnen. Denn die Menschen in weiteren Teilen der Welt sind weiterhin nicht geimpft. Zudem steht in den westlichen Ländern der Winter vor der Tür und damit steigende Corona-Quoten. Außerdem zeigt eine neue Studie das Risiko von Long-COVID – wie Gedächnis- und Konzentrationsschwäche – auch bei Kindern. Mit diesem Mix stehen Impfstoff-Aktien vor einem spannenden Herbst.

Zum Kommentar

Kommentar von Armin Schulz vom 03.09.2021 | 06:10

Deutsche Rohstoff, K+S, Royal Dutch Shell – Wo investieren, wenn Fondsmanager die Aktienquote runterfahren?

  • Öl
  • Öl und Gas
  • Gold
  • Kali
  • Wolfram
  • Lithium
  • Deutsche Rohstoff
  • K+S
  • Royal Dutch Shell

Einschätzungen von Fondsmanagern haben sich im vergangenen Monat deutlich gewandelt, wie ein Blick auf die Global Fund Manager Umfrage zeigt, die von der Bank of America durchgeführt wurde. Von einer starken Weltwirtschaft gehen demnach nur noch 27% aus, im Vormonat war der Optimismus fast doppelt so hoch. Ein Grund ist die Erwartungshaltung, dass die FED ihren Geldhahn zum Ende des Jahres merklich zudrehen wird. Durch die Geldschwemme ist die Inflation entfacht worden, was man beispielsweise gut an den Rohstoffpreisen ablesen kann. All das sind Gründe dafür, warum die Cashquote in den Fonds hochgefahren wird und die Aktienquote runter. Die hohen Rohstoffpreise kommen vor allem den Rohstoffproduzenten zugute, weswegen wir uns heute drei Unternehmen aus diesem Bereich ansehen.

Zum Kommentar

Kommentar von Stefan Feulner vom 25.08.2021 | 05:10

BioNTech, Kainantu Resources, Qiagen – Eine bedrohliche Entwicklung

  • Corona
  • Gold

Spätestens mit dem Auftreten der hochinfektiösen Delta-Variante ist klar, dass die Corona-Pandemie nicht vorbei ist. Die Infektionszahlen steigen, die vierte Welle hat Deutschland erreicht. Um sich diesen Herbst besser auf die wachsenden Fallzahlen vorzubereiten und einen weiteren harten Lockdown zu vermeiden, setzt die Politik neben den Impfprogrammen auf einen stärkeren Einsatz von Corona-Tests. Der höhere Testbedarf, auch in Hinblick auf den Start des neuen Schuljahres, lässt die Kassen der Diagnostikunternehmen erneut klingeln.

Zum Kommentar