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09.02.2022 | 05:10

BioNTech, Barsele Minerals, Pfizer – Märkte vor Zeitenwende

  • Märkte
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Das Impftempo in Deutschland geht weiter zurück, die Omikron-Variante könnte nach Meinung von Experten das Ende der Pandemie und den Wechsel in eine Endemie darstellen. Haben wir aus diesem Grund die Höchstkurse bei den Impfstoff-Herstellern bereits gesehen? Durch den Plan der FED, die Zinsen in mehreren Schritten zu erhöhen, korrigierten Technologietitel stark, während Aktien aus der Finanzdienstleistungs-Branche neues Leben eingehaucht wurde. Auch Unternehmen aus dem Goldsektor dürften langfristig stark gefragt sein, denn eines steht fest: Auch wenn die Pandemie geht, die Staatsverschuldungen bleiben.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BARSELE MINERALS | CA0688921083 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035

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Inhaltsverzeichnis:


    Barsele Minerals mit hochgradigen Funden

    Das Niedrigzinsumfeld, eine steigende Inflation, die Nachfrage als Krisenwährung aufgrund eines möglichen Konflikts in der Ukraine, ein starker US-Dollar sowie die physische Nachfrage nach Gold sprechen für ein mittelfristig höheres Kursniveau des Edelmetalls. Eine erstklassige Möglichkeit bietet sich beim Explorationsunternehmen Barsele Minerals, das zusammen mit Agnico Eagle das Barsele-Projekt in Nordschweden betreibt.

    Mit einem Anteil von 55% gehört Agnico Eagle die Mehrheit, Barsele hält 45%. Für Barsele ist das eine komfortable und risikoarme Position, denn Agnico Eagle trägt als Betreiber die Kosten. Das Barsele-Projekt befindet sich in der Bergbauregion Västerbottens Län in Nordschweden, 600km nördlich von Stockholm und umfasst 34.500 Hektar im Fennoskandischen Schild. In den vergangenen Jahren hat Agnico Eagle als Betreiber die Exploration vorangetrieben und rund 155.000 Bohrmeter niedergebracht. Insgesamt entstanden 404 Bohrlöcher. 2019 veröffentlichte Barsele eine Ressourcenschätzung mit 2,41 Mio. Unzen Gold. Als nächstes Ziel soll eine Ressourcenschätzung von 3,5 Mio. Unzen durch ein weiteres Bohrprogramm über 30.000m erreicht werden.

    Hochgradige Funde

    Kürzlich wurde bei regionalen Explorationsarbeiten ein hochgradiger Felsblock mit einem Gehalt von 90,8 g/t Au 150m entgegen der Eisfließrichtung, nordwestlich entlang eines bekannten, im Jahr 2016 entdeckten Blockstroms gefunden. Es wird angenommen, dass er den anderen in diesem Gebiet gefundenen Felsblöcken ähnelt.

    Gary Cope, President von Barsele, erklärt: "Diese aufregende neue Entdeckung eines hochgradigen Felsblocks könnte auf eine neue Quelle einer Goldmineralisierung bei Barsele oder auf einen mit einer Verwerfung in Zusammenhang stehenden südlichen Versatz der Zone Skiråsen hinweisen. Weitere Prospektionsarbeiten, Probenahmen, geophysikalische Untersuchungen und Bohrungen sind im Jahr 2022 erforderlich."

    Zudem wurde die erste Tranche einer am 6. Januar 2022 angekündigten Privatplatzierung im Wert von 2 Mio. CAD abgeschlossen. Im Rahmen der ersten Tranche begab das Unternehmen 825.000 Einheiten des Unternehmens zum Preis von jeweils 0,50 CAD und erzielte einen Bruttoerlös von insgesamt 412.500 CAD.

    Der große Bruder schwächelt

    Die Euphorie um Aktien der Impfstoff-Hersteller ist seit Wochen negativ, die Unternehmen bauen ihre Überbewertungen in rasender Geschwindigkeit ab. BioNTech lag Ende Dezember noch bei 373,97 USD im Hoch, der aktuelle Kurs liegt bei 163,00 USD. Dennoch beläuft sich die Marktkapitalisierung immer noch auf 41 Mrd. USD.

    In Anbetracht dessen, dass durch das mögliche Pandemie-Ende auch die Impfbereitschaft zurückgehen dürfte, könnte ein weiteres Abrutschen des deutschen Vorzeigeunternehmens nicht unwahrscheinlich sein. Gegenwind bekamen die Mainzer heute vom großen Bruder Pfizer, der Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal vermeldete.

    Dabei verfehlten die US-Amerikaner die Analystenprognosen bei der Umsatzentwicklung. Der Umsatz stieg von 11,7 Mrd. USD auf 22,8 Mrd. USD. Analysten hatten jedoch im Vorfeld auf 24,2 Mrd. USD gewettet. Die Erlöse des Gesamtjahres 2021 betrugen 81,3 Mrd. USD, rund 95% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Jedoch sieht das Management eine Verlangsamung des Geschäftes mit den Vakzinen.

    "Im Vergleich zu der Situation, in der wir uns 2021 befanden, als der Impfstoff neu auf dem Markt war und nur wenige Menschen eine Dosis des Impfstoffs erhalten hatten, gibt es für diese Prognose im Laufe des Jahres weniger Potenzial nach oben", sagte Chief Financial Officer Frank D'Amelio in einer vorbereiteten Stellungnahme.

    Die Aktie startete an der Wall Street mit einem Minus von knapp 4%. Auch bei Pfizer hat sich das Chartbild deutlich verschlechtert. Durch die hohe Volatilität wäre ein Abrutschen auf zunächst 48,00 USD durchaus möglich.


    Die Chartbilder der Impfstoffhersteller haben sich seit Wochen eingetrübt und könnten die weiterhin hohen Bewertungen abbauen. Pfizer enttäuschte die Analysten beim Umsatz. BioNTech verlor in Folge der schwächer als erwarteten Zahlen von Pfizer an Wert. Dagegen konnte Barsele Minerals hochgradige Funde vermelden.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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