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31.01.2022 | 06:00

BioNTech, Defence Therapeutics, Mainz Biomed – Nach Corona ist Krebs der nächste Hype

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Bildquelle: pixabay.com

Die Euphorie um die Impfstoffhersteller ist zu Ende. Die Mehrheit der Investoren scheint zu glauben, dass mit Omikron ein Ende der Pandemie bevorsteht. Immer mehr Staaten geben die Restriktionen auf und kehren langsam zur Normalität zurück. Wenn das passiert, geht einer der größten Hypes des letzten Jahrzehnts zu Ende. Die Pharma- und Biotech-Branche hat sehr gut daran verdient. Nach dem Hype ist vor dem Hype. Die nächste große Story lautet Krebs. Es gibt immer mehr Krebsfälle, also ist die Bekämpfung der Krankheit ein lukratives Geschäft. In diesem Bereich tut sich einiges. Daher sehen wir uns heute drei Unternehmen an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , MAINZ Biomed | NL0015000LC2

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Inhaltsverzeichnis:


    BioNTech – günstig bewertet

    BioNTech wird noch immer von vielen Marktteilnehmern als reiner Corona-Impfstoffhersteller wahrgenommen. Das Mainzer Unternehmen konnte als erstes zusammen mit Pfizer einen Impfstoff liefern und so schoss die Aktie wie eine Rakete nach oben. Jetzt fällt das Papier umso stärker, weil eine Endemie von den Investoren befürchtet wird und vielleicht kaum noch Impfstoff benötigt wird. Zumal jetzt auch die ersten Corona-Pillen in der EU zugelassen sind. Die gegenwärtige Marktbewegung erscheint etwas irrational, wenn man einerseits auf die Zahlen schaut und sich andererseits auf die Entwicklungspipeline des Unternehmens fokussiert.

    Das Unternehmen ist nur noch rund 33 Mrd. EUR wert, während der Umsatz 2021 bei rund 17 Mrd. EUR liegt. Auch 2022 kann man davon ausgehen, dass die Geschäfte gut laufen, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so stark wie 2021. Schaut man auf die Pipeline, so ist der Impfstoff gegen Omikron wohl das nächste Mittel auf dem Markt. Durch Comirnaty und die verwendete mRNA-Technologie ist die Tür aufgestoßen worden für kommende Pharmazeutika. Neben der Entwicklung von einem Grippeimpfstoff, gibt es mehrere Krebsprogramme, bei denen sich 5 von 16 bereits in klinischen Studien befinden.

    Durch die Einnahmen ist die weitere Entwicklung und Forschung gesichert. Aktuell dürfte das Unternehmen etwa 2,5 Mrd. EUR in der Kasse haben. Als Anleger sollte man sich den Jahresbericht und den Ausblick für 2022 am 30. März genau anschauen. Seit Anfang des Jahres hat die Aktie in der Spitze noch einmal 44% verloren. Von 119,70 EUR ging es bis auf aktuell 140,90 EUR wieder nach oben. Werden weitere Medikamente des Unternehmens zugelassen, erscheint die Bewertung auf dem Level langfristig zu günstig.

    Defence Therapeutics – auf dem Weg zur klinischen Studie

    Defence Therapeutics hat seinen Sitz in Kanada und sich auf den Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) Therapieansatz spezialisiert. Das Unternehmen besitzt eine patentierte biologische Wirkstoffverstärker-Plattform namens Accum. Diese Technologie ermöglicht es dem Unternehmen kleinmolekulare Wirkstoffe gezielt in betroffene Zellkerne zu schleusen. Durch diese exakte Verabreichung wird die Wirkung des Medikaments bis Faktor 10 verbessert. Dieser Ansatz ist auch bei der Impfstoffentwicklung einsetzbar. In diesem Fall kann die Immunreaktion bis zu 100-fach stärker ausfallen.

    Das Unternehmen hat bereits einen Corona-Impfstoff erfolgreich an Tieren getestet. Am 10. Januar wurde Eurofins Advinus beauftragt, die notwendigen GLP-Studien zu dem Krebsmedikament AccuTOX anzufertigen, um im Anschluss die Phase 1 Studie an Brustkrebspatienten einzuleiten. Das Mittel ist nach den ersten Tests imstande, neun verschiedene Tumorzellen zu bekämpfen, die bei Haut-, Brust-, Darm-, Lymph- und Lungenkrebs vorkommen. Auch beim HPV-Impfstoff konnten am 26. Januar Fortschritte vermeldet werden. Im Vergleich zu dem zugelassenen HPV-Medikament Gardasil 9 wurde eine 36-fach stärkere Immunantwort bei Tieren ausgelöst.

    Der große Vorteil des Unternehmens ist die Vielseitigkeit. Praktisch alle zugelassenen ADC können mittels der Accum-Plattform ihre Wirksamkeit deutlich erhöhen. Momentan sucht das Management passende aktive Partnerschaften im Pharmabereich, um sein Portfolio auszubauen. Das Potential der Märkte in denen sich das Unternehmen bewegt ist gewaltig. 3,8 Mrd. USD für HPV-Impfstoffe, 17,8 Mrd. USD für Brustkrebs-Medikamente und die Tendenz ist überall steigend. Die Aktie markierte am 10. September 2021 ihr Allzeit-Hoch bei 8,15 Kanadische Dollar (CAD). Seitdem hat die Aktie konsolidiert und notiert aktuell bei 5,16 CAD.

    Mainz Biomed – Kapitalerhöhung beendet Rallye

    Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz beherbergt auch das Biotechunternehmen Mainz Biomed B.V., das sich auf molekulargenetische Krebsdiagnostik und Diagnostik im Bereich der Humangenetik fokussiert. Das Unternehmen feierte erst am 5. November 2021 sein Debut an der NASDAQ. Das Flaggschiffprodukt ist ein Test zur Früherkennung von Darmkrebs mit dem man den US-Markt aufmischen will. Aktuell gibt es dort nur einen zugelassenen Test, der Markt ist also noch groß genug.

    Diese Krebsart ist die zweithäufigste tödliche Krebsart in den USA und eine frühzeitige Erkennung erhöht die Überlebensrate deutlich. Der Konkurrent, der die Zulassung besitzt, heißt Exact Sciences und hat eine Marktkapitalisierung von 11,9 Mrd. USD, wohingegen die Mainzer gerade einmal 186 Mio. USD vorweisen können. Sofern die Zulassung von ColoAlert in den USA gelingt, würde sich ein Kundenpotential von etwa 52 Mio. Kunden ergeben. In Europa ist der Test bereits zugelassen.

    Nachdem die Aktie einen furiosen Börsenstart hingelegt hatte, es ging von 7,80 USD bis auf 30 USD nach oben, ging es genauso steil nach unten. Nach dem Hoch am 18. Januar fiel die Aktie bis zum 26. Januar auf 14,43 USD. Grund ist eine angekündigte Kapitalerhöhung, die zu 15 USD vorgenommen wird und rund 25,9 Mio. USD in die Kassen spült. Damit sollte das Unternehmen für die kommenden Monate das Geschäft vorantreiben können.


    Krebs ist auf dem Vormarsch. Die drei vorgestellten Unternehmen versuchen dieser Krankheit Einhalt zu gebieten. BioNTech hat durch den Corona-Impfstoff viel Geld eingenommen und kann damit seine Weiterentwicklung der Krebsprogramme finanzieren. Defence Therapeutics hat mit seiner patentierten Plattform einen Weg gefunden, die Wirkstoffe und Impfstoffe besser zu transportieren. In Zukunft wird es sicherlich noch interessante Nachrichten geben. Mainz Biomed hat sich dagegen der Diagnostik verschrieben. In jedem Fall steckt eine Menge Geld in der Bekämpfung von Krebs.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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