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01.04.2022 | 04:44

BioNTech, Defence Therapeutics, Valneva, CureVac – Das sind Aktien mit Blockbuster-Potenzial!

  • Biotechnologie
  • Impfstoffe
  • Pharma
Bildquelle: pixabay.com

Mit der Ukraine-Krise ist das internationale Impfgeschehen in den Hintergrund gerückt. Die nördliche Halbkugel der Erde stellt sich auf den nächsten Sommer ein, damit geraten Grippe-Krankheiten auch langsam in den Hintergrund. Das COVID-Virus wird aber auch über den Sommer fleißig mutieren und schon im Herbst wieder in einem neuen Gewand erscheinen. Die maximale Impfquote ist mit 76% in Deutschland nun auch erreicht, knapp ein Viertel der Bevölkerung hat nach langen öffentlichen Maßnahmen letztlich auf eine Impfung verzichtet. Für die großen Biotech-Unternehmen heißt es nun: Neue Produkte braucht das Land! Im Bereich mRNA gibt es noch viele Anwendungsbereiche. Welche Aktien stechen mit ihrer Pipeline heraus?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DEFENCE THERAPEUTICS INC | CA24463V1013 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , CUREVAC N.V. O.N. | NL0015436031 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Aram Mangasarian, CEO, NOXXON Pharma N.V.
    "[...] nach Abschluss der Untersuchungen unseres Partners, besteht durch diese Vereinbarung die Möglichkeit einer starken Wertschöpfung für unser Unternehmen. [...]" Dr. Aram Mangasarian, CEO, NOXXON Pharma N.V.

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    BioNTech – Mit COVID-Impfstoffen 10 Mrd. EUR verdient

    Der mRNA-Spezialist BioNTech hat im vergangenen Jahr kräftig verdient. Nach einem kleinen Millionengewinn in 2020 haben die Mainzer nun Milliarden mit ihrem Covid-19-Impfstoff „Corminaty“ eingefahren. Der Nettogewinn von BioNTech stieg 2021 auf 10,3 Mrd. EUR nach 15,2 Mio. EUR in 2020. Der Umsatz belief sich auf 18,98 Mrd. EUR, nach nur 482 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Den Gewinn katapultiert das Unternehmen in zwölf Monaten somit auf das 680-fache was noch 2020 zu bilanzieren war.Chapeau: Eine erstaunliche Entwicklung!

    Der Gewinn je Aktie beträgt 39,63 EUR, Aktionäre sollen von der Geschäftsentwicklung profitieren und eine Sonderdividende von 2,00 EUR je Aktie erhalten. Großaktionäre und Gründer wie die Familie Strüngmann (47%) und der CEO Ugur Sahin (17%) erhalten damit zusammen gut 300 Mio. EUR an Ausschüttung. BioNTech kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Mrd. USD über die nächsten zwei Jahre an. Das sollte dem Kurs nach unten ein wenig absichern.

    Der finanzielle Erfolg im Jahr 2021 ermöglicht es in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung zu investieren. In diesem Jahr sollen bis zu 1,5 Mrd. EUR dafür ausgegeben werden, 50% mehr als im Jahr 2021. Für 2022 rechnet BioNTech heute mit einem Umsatz zwischen 13 und 17 Mrd. EUR, vor allem mit seinem Covid-19-Impfstoff. Der Gewinn dürfte dabei allerdings um 15 bis 20% niedriger ausfallen. Damit handelt die Aktie aktuell mit einem weiterhin niedrigen 2023e KGV von 5 bis 6.Sehr günstig für ein dynamisches Biotech-Unternehmen mit vermarktbaren Produkten. In Schwäche einsammeln!

    Defence Therapeutics – Krebs und Infektionskrankheiten auf dem Radar

    Auch Defence Therapeutics (DTC) aus Kanada ist schon wieder einen Schritt weiter! Das Biotech-Unternehmen aus Vancouver arbeitet intensiv an therapeutischen Verfahren zur Krebsbekämpfung sowie an Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten. Dabei setzt man auf wissenschaftliche Entdeckungen und Produktentwicklungen die den Kampf gegen Krebs beschleunigen. US-Präsident Joe Biden erklärte kürzlich in Zusammenhang mit seinem Cancer Moonshot-Programm: "Lassen Sie uns Krebs in seiner uns bekannten Form beenden und uns auf Prävention konzentrieren."

    Defence Therapeutics ist mit seiner vielseitig einsetzbaren Technologie gut aufgestellt, um Krebs schon im Anfangsstadium zu bekämpfen und bietet eine Lösung, die gleichzeitig zur Krebsprävention und -behandlung bestimmt ist. Die beste Art ist wohl immer noch Krebs im Frühstation zu verhindern, die sogenannte Primärprävention. „Wir konzentrieren uns auf Prävention und auf die Verbesserung der Wirksamkeit von bestehenden und neuen Behandlungen gegen jede Art von Krebs", erklärte Sebastien Plouffe, Chief Executive Officer von Defence Therapeutics Inc.

    Im ersten Quartal 2022 hat Defence eine Vereinbarung mit Advanced Therapies Facilities (ATF), einem Bereich der Universität Birmingham, zur Herstellung seines auf dendritischen Zellen (DC) basierenden Impfstoffs AccuVAC-D001M im Einklang mit den EU GMP-Standards getroffen. Dies ist der letzte Schritt zur Vorlage bei der britischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde MHRA in Vorbereitung für seine klinische Phase-1-Studie gegen Melanome, deren Durchführung für das vierte Quartal 2022 geplant ist. Defence macht außerdem rasche Fortschritte bei seinem ADC-Programm gegen Brustkrebs. Derzeit werden sowohl in vitro- als auch in vivo-Studien bei Tieren in Verbindung mit Accum durchgeführt, um HER2-positiven Brustkrebs zu behandeln. Darüber hinaus ist das Pariser Institut Curie derzeit dabei, die therapeutische Wirksamkeit von AccumTM-T-DM1 ADC bei Brustkrebsmodellen mit von Patienten stammenden Xenotransplantaten (PDX), einschließlich drei HER2-positiven PDX-Modellen und einem dreifach negativen PDX-Modell, zu bewerten.

    Defence entwickelt außerdem seinen eigenen proteinbasierten Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs unter Einsatz der E6- und E7-Onkoproteine. Der neuartige Impfstoff wird der erste seiner Art sein, da er vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann und gleichzeitig in der Lage ist, eine Regression von bereits bestehenden Tumoren einzuleiten. Das Unternehmen setzt derzeit einen Meilenstein nach dem anderen um, das aktuelle Forschungsprogramm ist eindrucksvoll. Die DTC-Aktie steht bei rund 4,20 CAD, das ergibt eine Marktkapitalisierung von aktuell 150 Mio. kanadischen Dollar. Für risikobewusste Biotech-Anleger bleibt der Wert unverändert aussichtsreich.

    Valneva versus CureVac – Wer bringt den nächsten Blockbuster?

    Um die beiden Impfstoff-Entwickler Valneva und CureVac ist es still geworden. Die sehr hohen Erwartungen an die BioNTech- und Moderna-Follower wurde teilweise durch schwache Studien oder Verzögerungen beim Markteintritt enttäuscht. Anleger trennten sich dann wieder sehr schnell von den eher spekulativen Titeln. Welche von beiden Aktien verspricht nun Erholungspotenzial?

    Beim französischen Impfstoffhersteller Valneva dreht sich nach wie vor alles um die EU-Zulassung für den Totimpfstoff VLA2001. Doch jetzt dürfte zeitnah Bewegung in die Sache kommen. Denn in der letzten Veröffentlichung hatte Valneva gemeldet, dass die Europäische Arzneimittelagentur EMA zwar noch einige Nachfragen habe, dass man aber trotzdem schon im April mit der Zulassung rechne. Und der April beginnt heute.

    Rund ein Dreivierteljahr nach dem Scheitern seines ersten Impfstoffprojekts startet CureVac nun eine klinische Studie mit einem verbesserten Vakzin. Der erste Proband ist mittlerweile mit dem Impfstoffkandidaten der zweiten Generation geimpft worden, die begleitende Phase-1-Studie in den USA soll insgesamt 210 gesunde Erwachsene umfassen. Anders als beim ersten Mal, ist das neue Vakzin in Partnerschaft mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelt worden ist. Erste Ergebnisse erwartet CureVac im zweiten Halbjahr dieses Jahres.

    Sowohl die Aktien von Valneva, als auch der CureVac-Titel warten auf Ergebnisse. Die Kurse laufen an der 15 bzw. 17 EUR-Marke recht lustlos vor sich hin. Richtige Bewegung wird es wohl erst bei positiven Meldungen geben. Bis dahin kann man sich als vorsichtiger Anleger noch ruhig zurücklehnen.


    Die hier vorgestellten Biotech-Unternehmen liegen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen im Markt. Die erste große Euphorie-Welle für Impfstoffhersteller ist wohl in 2021 bereits abgeritten worden. Jetzt ist mit Hinblick auf vorhandene Pipelines eine selektive Auswahl zu treffen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 05.12.2022 | 04:44

    Achtung Biotech-Aktien: Bayer, BioNTech, Defence Therapeutics und Morphosys - Diese Werte sehen gut aus!

    • Krebs
    • Biotech
    • Impfstoffe
    • Therapie

    Nach monatelangem Ausverkauf sind sie wieder da: Die Biotech-Werte! Ein starker Dreh an der NASDAQ spülte die verprügelten Aktien wieder schnell an die Spitze der Trefferlisten. Seitdem COVID nicht mehr im Rampenlicht steht, wenden sich die Unternehmen wieder ihren langfristigen Forschungsreihen zu. Diese waren in den letzten Jahren stark am Thema Krebs orientiert, nun gibt es sogar bahnbrechende News zur Metastasenbildung. BioNTech hat seit dem Oktobertief so schon wieder über 40% zugelegt, Morphosys hingegen verlor nochmal 40%, nachdem eine Alzheimer-Studie keine brauchbaren Ergebnisse lieferte. Es lohnt sich, den Sektor erneut ins Auge zu fassen.

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    Kommentar von Fabian Lorenz vom 24.11.2022 | 05:45

    Neues Jahr, steigende Kurse? Aktien von BASF, BioNTech, Manuka Resources im Check

    • Rohstoffe
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    Das Börsenjahr 2022 neigt sich dem Ende und entsprechend richtet sich der Blick auf 2023. Neues Jahr, steigende Kurse? Dies erhoffen sich viele Börsianer und die Chancen stehen gut, dass wir mit dem Ende der Zinserhöhungen im kommenden Jahr wieder steigende Indizes sehen werden. Wir schauen uns heute drei Unternehmen an, die im kommenden Jahr voraussichtlich auf sich aufmerksam machen werden. So ist bei BioNTech die Forschungspipeline prall gefüllt und es stehen zahlreiche Studienergebnisse an.
    Bei BASF lockt die niedrige Bewertung und hohe Dividendenrendite. Doch Analysten warnen vor einem Abschreibungsrisiko. Manuka Ressources überzeugt durch ein profitables Kerngeschäft und ein spannendes Projekt im Bereich der kritischen Rohstoffe könnte zu einer Neubewertung führen.

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    Kommentar von Juliane Zielonka vom 18.11.2022 | 05:01

    Pfizer, Cardiol Therapeutics, Morphosys Aktien - Herzerkrankungen und Krebs auf dem Vormarsch!

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    Kaum befindet sich das Coronavirus auf dem Rückzug, offenbaren sich die Schäden, die im Zuge der Pandemie Maßnahmen entstanden sind. Besonders junge Männer sind nach zweimaliger Impfung mit dem Pfizer- oder Moderna Impfstoff von Herzentzündungen betroffen. Grund genug für beide Konzerne, jetzt mit einer neuen Studie auf die Forschungsergebnisse einer kleiner kanadischen Studie zu reagieren, die genau dies zu Tage förderte. Die Zunahme an Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen birgt für das Unternehmen Cardiol Therapeutics hingegen eine große Chance, seinen Wirkstoff gegen Periokarditis erfolgreich weiterzuentwickeln. Bisher gibt es in den USA nur eine rein stationäre Behandlungsoption - und die liegt im fünstelligen USD-Bereich. Mit dem Wirkstoff von Cardiol könnte es kostengünstiger und effektiver gelingen, Herzbeutelentzündungen einzudämmen. Eine weitere Folge der Pandemie ist die Zunahme von Krebsfällen. Durch zu späte Diagnose und fehlenden Zugang zur Gesundheitsversorgung wird Krebs weltweit zum Gesundheitsproblem. Morphosys, diese Woche noch angeschlagen durch die enttäuschenden Ergebnisse der Alzheimer Studie, hat jedoch vielversprechende Medikamente in der Pipeline...

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