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18.06.2020 | 06:50

Bis zu 80% Kurspotenzial: SBF und artec mit Analystenempfehlungen

  • Software
Bildquelle: pixabay.com

Die Corona-Pandemie hält die Weltbörsen weiter in Atem. Zwei mittelständische Unternehmen die sich in der aktuellen Gemengelage positiv entwickeln sind die SBF und artec technologies AG. Beide werden in aktuellen Analystenstudien zum Kauf empfohlen. GBC Research sieht Kurspotenzial von rund 10% bei der SBF-Aktie. Der Bahnzulieferer aus Leipzig profitiert von den weltweiten Investitionen in die Schiene als umweltfreundliche Mobilitätsalternative. Die Auftragsbücher sind voll und die Projekte langfristig. Die artec-Aktie wird von SMC Research zum Kauf empfohlen. Das Kursziel liegt bei 6 EUR und damit rund 80% über dem aktuellen Kursniveau. Nach einem enttäuschendem Jahr 2019 sollte das laufende Jahr sehr erfreulich verlaufen. In den vergangenen Monaten konnte der Spezialist für die Aufzeichnung und Analyse von audiovisuellen Daten mehrere große Bestellungen akquirieren. Die hohe Dynamik sollte sich weiter fortsetzen.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0005209589 , DE000A2AAE22

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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artec mit lebhaftem Auftragseingang in 2020

Das laufende Jahr hat für artec sehr dynamisch angefangen. Insbesondere erhielt das Unternehmen aus Niedersachen endlich den Erweiterungsauftrag einer Bundesbehörde für ein zentrales Videoaufzeichnungssystem, das dort seit 2018 unter der Bezeichnung MULTIEYE BOS Manager installiert wurde. Auch für XENTAURIX wurden mehrere Aufträge gewonnen, womit artec nach eigener Aussage von der Vertriebsoffensive in Reaktion auf das Ausscheiden des ehemaligen Konkurrenten Volicon aus dem Markt für Medienaufzeichnungssysteme profitiert hat.

Die im letzten Jahr vollzogene Stärkung des Vertriebs umfasste auch mehrere Partnerschaften, von denen eine nun in einem vielversprechenden Projekt im Industriebereich gemündet ist. Und zwar wurde im Mai gemeldet, dass artec zusammen mit einem internationalen Vertriebspartner einen Auftrag für die Ausrüstung von Lagezentren zur Autobahnüberwachung in einem osteuropäischen EU-Land gewinnen konnte.

Konsequente Kostendisziplin

Eine Konstante in den artec-Zahlen ist die konsequente Kostendisziplin, die das Unternehmen auch in guten Jahren beibehalten hat und auf deren Basis bereits EBITDA-Margen von mehr als 20% erzielt wurden. Auch 2019 blieb die Summe aus Personalaufwand und sonstigem betrieblichen Aufwand trotz des eigentlich geplanten Wachstums unverändert und damit unter den SMC-Schätzungen. Für 2020 erwarten die Analysten eine sprunghafte Verbesserung des EBITDA auf 0,5 Mio. EUR, gleichbedeutend mit einer EBITDA-Marge von 14,8%. In den kommenden Jahren sei eine Steigerung auf 32,3% möglich.

SBF sieht keine negativen Auswirkungen

Die SBF AG mit ihrer Kernbeteiligung SBF Spezialleuchten GmbH, dem europäischen Technologieführer für Decken- und Beleuchtungssysteme der Schienenfahrzeugindustrie, hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (2020) den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter fortgesetzt. So konnte der Konzern seinen Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 4,90 Mio. EUR (VJ: 4,10 Mio. EUR) deutlich steigern, was einem Anstieg um 19,7% gleichkommt. Auf Netto-Ebene konnte die Gesellschaft ebenfalls mit einem Anstieg von 25,5% auf 0,90 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahresquartal sehr dynamisch zulegen.

Mit der Veröffentlichung der Q1-Zahlen hat SBF zudem seinen bisherigen Ausblick in Form von 21,60 Mio. EUR Umsatz und einem Vorsteuergewinn (EBT) in Höhe von 3,60 Mio. EUR bestätigt. Daneben hat der Bahnkonzern bekannt gegeben, dass er bis zum bisherigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie hinnehmen musste.

GBC hebt Prognosen für SBF an

In Anbetracht der über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen und der weiterhin guten Auftragslage, hat GBC die bisherigen Umsatz- und Ergebnisprognosen für das laufende Geschäftsjahr von SBF nach oben angepasst. Die Analysten gehen nun von einem Umsatz in Höhe von 21,40 Mio. EUR (bisher: 20,40 Mio. EUR) und einem Nettoergebnis in Höhe von 3,55 Mio. EUR (bisher: 3,30 Mio. EUR) aus. Für die Folgejahre 2021 und 2022 rechnet GBC weiterhin mit Umsatzerlösen in Höhe von 24,30 Mio. EUR sowie 27,90 Mio. EUR. Das Nettoergebnis sollte auf 3,88 Mio. EUR bzw. 4,51 Mio. EUR zulegen können.


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