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20.05.2021 | 05:08

Bitcoin Group, Deutsche Rohstoff, Aurelius – Alternative Investment-Champions

  • Alternative Investments
  • Krypto
  • Rohstoffe
  • Private Equity
Bildquelle: pixabay.com

Wer in die Anlageklasse „Alternative Assets“ investiert, der bewegt sich entweder weg von „klassischen“ Investments wie Aktien oder Anleihen oder er investiert mit „alternativen“ Strategien in die liquiden Wertpapiere. Dabei ist das zur Auswahl stehende Universum riesig. Oldtimer, Private Equity, Kryptos oder Rohstoffe – entscheiden Sie selbst. Außer den Oldtimern, haben wir aus jeder Kategorie eine Investmentidee mitgebracht. Bei Erfolg ist vielleicht dann auch ein Oldtimer drin.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DE000A0XYG76 , DE000A1TNV91 , DE000A0JK2A8

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Inhaltsverzeichnis:


    BITCOIN GROUP SE – Im Sog der Krypto-Währungen

    Gestern brauchten Krypto-Investoren starke Nerven. Hatten in den letzten Tagen schon die Kommentare des „Tesla-Gottes“ Elon Musk zu sinkenden Notierungen des Bitcoins geführt, so war es gestern der Hinweis von drei chinesischen Bankenverbänden. Diese warnten Anleger vor Spekulationen in den Kryptowährungen und riefen Finanzinstitute dazu auf, Kryptowährungen als Zahlungsmittel weder zu akzeptieren noch zu benutzen. Der Kurs des Bitcoins brach dadurch gestern zeitweise um über 20% auf rund 31.000 USD ein, erholte sich aber schnell wieder. Kurstechnisch ist somit in den letzten 24 Stunden nichts passiert. Die letzten Tage und insbesondere der gestrige Tag, haben jedoch verdeutlicht, dass Börse keine Einbahnstraße ist. Dass die große Handelsplattform für Kryptowährungen, Coinbase, die erst letzten Monat an die Börse ging, gestern zeitweise für Anleger nicht erreichbar war, irritiert. Das Unternehmen wies auf Twitter darauf hin, dass das Guthaben auf Coinbase-Konten sicher sei. Da merkt man die Nervosität. Von den Höchstkursen im April hat die Aktie rund ein Drittel nachgegeben.

    Auch die Aktionäre der Bitcoin Group mussten sich gestern anschnallen. Intraday sackte der Kurs bis auf 37 EUR ab. Zum Handelsschluss notierten die Anteilsscheine mit 40,75 EUR lediglich 2% unter dem Vortagesniveau. Damit war die Gesellschaft 202 Mio. EUR wert. Für die Bewertung der Gesellschaft sind drei Komponenten relevant. Erstens ist es das operative Geschäft, was sich schwerpunktmäßig um den Handelsplatz bitcoin.de dreht. Zweitens ist es der Eigenbestand an Kryptowährungen. Dieses Pendel schwingt aber nun auch mal in die andere Richtung. Dennoch dürfte der Eigenbestand bei aktuellen Kursen rund die Hälfte des Börsenwerts abdecken. Drittens ist es das klassische Dienstleistungsgeschäft einer Wertpapierhandelsbank, das dem operativen Ergebnis zuzurechnen ist. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe ist eindeutig von dem Bereich Krypto und Digitalisierung geprägt. Aus diesem Grund wurde die Führungsetage Anfang Mai mit Per Hlawatschek um einen Chief Information Officer (CIO) erweitert, der in der Vergangenheit maßgeblich an der Entwicklung des Kryptowährungshandelsplatzes Bitcoin.de beteiligt war. Volatilität eröffnet Trading-Chancen!

    DEUTSCHE ROHSTOFF AG – extrem guter Jahresauftakt!

    Am 10. Mai veröffentlichten die Mannheimer die Zahlen für das erste Quartal. Danach ist der Konzern sehr gut in das neue Jahr gestartet. Auf Umsatzebene sah der Anstieg von 16,1 Mio. EUR auf 17,9 Mio. EUR nicht spektakulär aus. Das Ergebnis erhöhte sich jedoch stark überproportional und auch die Steigerung der liquiden Mittel war beachtlich. Der Kurs gab in den letzten Tagen zwar von 16 EUR auf rund 14 EUR nach - der Börsenwert liegt derzeit bei 73 Mio. EUR – die Aktie hat sich seit Jahresanfang mit einem Zuwachs von über 60% jedoch phänomenal entwickelt.

    Die Deutsche Rohstoff AG identifiziert, entwickelt und veräußert Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Seit längerer Zeit bildet die Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit. Das EBITDA stieg in Q1 von 9,5 Mio. EUR auf 21,3 Mio. EUR. Die hohen Erträge und Rückflüsse aus den Bohrungen und eine gute Entwicklung des Investmentportfolios ließen die Summe aus Barmitteln, kurzfristigen Forderungen sowie Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermöges auf 70,8 Mio. EUR ansteigen. Das sind knapp 25 Mio. EUR mehr als zum Jahresende 2020. Die Eigenkapitalquote lag bei 26,7 %. Die Produktion der US-Tochtergesellschaften läuft seit Anfang 2021 wieder mit voller Kapazität. Einen Gewinnbeitrag von 8,5 Mio. EUR lieferte im ersten Quartal das Aktien- und Anleiheportfolio.

    Oft verkannt werden die Mining-Projekte und Beteiligungen, die der Konzern im Portfolio hält. Opportunistisch agierend, bewies die Deutsche Rohstoff in der Vergangenheit gutes Timing bei der Veräußerung von Goldprojekten und US-Öl-Projekten. Dieses Geschick stellen auch die realisierten Gewinne des Aktien- und Anleiheportfolios in Q1 unter Beweis. Spannend ist neben dem Bereich Öl und dem Investmentportfolio insbesondere die Tochtergesellschaft Almonty, die zu einem großen globalen Produzenten des kritischen Rohstoffs Wolfram werden könnte. Für uns ist die Aktie der Deutsche Rohstoff nach wie vor ein aussichtsreiches und spannendes Investment.

    AURELIUS EQUITY OPPORTUNITIES SE & CO KGAA – gute Q1-Zahlen

    Letzte Woche veröffentlichte der Private-Equity-Investor seine Q1-Zahlen. Der Konzerngesamtumsatz ging leicht auf 809,7 Mio. EUR zurück. Maßgeblich zur Erfolgsbeurteilung waren jedoch andere Kennziffern. So legte das operative Ergebnis (EBITDA) um 125% auf 55,7 Mio. EUR zu. Der Net Asset Value kletterte zum Stichtag um 7% auf 1,078 Mrd. EUR Mio. bzw. 36,17 EUR je Aktie. Damit notiert die Aktie mit einem Discount von über einem Viertel zum gestrigen Schlusskurs von 26,42 EUR.

    Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende griff in den letzten Tagen bei der Aktie zu. Durchaus verständlich, angesichts der guten Zahlen. Wie CEO Matthias Täubl in den letzten Wochen betonte, sollen im laufenden Geschäftsjahr wesentlich mehr Transaktionen als 2020 erfolgen. Und Täubl hat bereits jetzt schon einiges geliefert. Schließlich sind es Transaktionen, von denen die Gesellschaft lebt. Entweder wird ein üppiger Gewinn durch einen Exit realisiert oder ein neuer Renditebringer findet sich im Portfolio wieder. Beides lässt die Herzen von Investoren höherschlagen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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