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15.04.2021 | 04:32

Bitcoin, Inflation, Gold – Dreifachsalto! Coinbase, PlugPower, NSJ Gold Corp

  • Krypto
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Der Kryptowahnsinn ist ausgebrochen. Nichts erregt derzeit so viel Aufsehen wie die Kryptowährungen und deren Handelsplattformen sowie sämtlicher Dienstleistungsunternehmen in deren Umfeld. Noch nie gab es in so kurzer Zeit vergleichbare Preisschübe in assoziierten Vermögenswerten. Es wird allgemein davon gesprochen, die Kryptowelt würde sich als Mittel gegen Inflation eignen und ein neues Zahlungssystem bereitstellen. Nur mal ganz ehrlich: Eine Währung, die im Halbjahr um mehr als 500% schwankt, ist wohl kaum geeignet die Zahlungsströme von Millionen von Transaktionen im Güterbereich abzubilden. Ein Bitcoin, der im Sommer 2020 noch 10.000 USD kostete erreichte heute Preise von über 64.000 USD. Wie soll man mit dieser sogenannten „Alternativ-Währung“ umgehen? Unmöglich, denn allein in der Preisbewegung ist der Bitcoin ein wahres Inflationsobjekt!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA62973P1071 , US19260Q1076 , US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Coinbase – Das Listing des Jahres 2021

    Die Börse für Kryptowährungen „Coinbase“ hat gestern in New York ihr Börsendebüt gegeben. Das in San Francisco ansässige Unternehmen wurde 2012 gegründet und wird nach eigenen Angaben von mehr als 43 Mio. Menschen in über 100 Ländern genutzt.

    Mit 381 USD, was einer Bewertung der Plattform von insgesamt rund 100 Mrd. USD entspricht, lag der erste Kurs deutlich über dem am Vortag festgelegten Referenzkurs von 250 USD pro Aktie. Unmittelbar nach Börsenbeginn kletterte der Börsenneuling bis auf 429,50 USD, was einem Plus von gut 71% entspricht. Da sich Coinbase für ein Direktlisting statt einen klassischen Börsengang (IPO) entschieden hatte, wurde der Preis für den Börsenstart von der NASDAQ nach Angebot und Nachfrage festgesetzt. Bei einem Direktlisting werden keine neuen Aktien ausgegeben, sondern lediglich bestehende Papiere aus dem Besitz früherer Investoren zum Kauf angeboten.

    Aufgrund des Höhenflugs des Bitcoins und anderer Kryptowährungen verzeichnete das Unternehmen in diesem Jahr einen enormen Umsatzanstieg. Coinbase meldete einen geschätzten Umsatz von 1,8 Mrd. USD im ersten Quartal 2021, eine Verneunfachung gegenüber 2020, knapp 45% des Umsatzes ist wohl Betriebsgewinn – eine Traummarge. Der Bitcoin erreichte gestern mit mehr als 64.800 USD ein neues Rekordhoch und hat sich seit Jahresbeginn im Wert mehr als verdoppelt.

    Wir werden ein Auge darauf haben, wie sich die Welt der Kryptos weiter inflationiert. Hier scheint bei den Anlegern unendliches Wachstum erwartet zu werden. Der Coinbase-Kurs sackte nach dem Hoch zumindest gleich mal um 25% nach unten auf unter 320 USD – irgendjemand scheint wohl zu verkaufen!

    PlugPower – Der richtige Weg führt abwärts

    Ein weiteres Beispiel totaler Übertreibung hatten wir hier schon mehrfach besprochen. Nun zeigt sich, dass unsere Sichtweise allmählich Schule macht, denn seit der ersten Verkaufsempfehlung hat die PlugPower-Aktie mehr als 60% verloren. Und die Story nach unten läuft munter weiter!

    Gestern erreichte der Wert einen Wert von unter 29 USD, das Hoch lag über 73 USD. Morgan Stanley hatte die Coverage des Wasserstoff-Brennstoffzellenherstellers aufgrund von Bewertungsbedenken mit einem "Equal-weight"-Rating wieder aufgenommen. Analyst Stephen Byrd sagte, dass der Aktienkurs des Unternehmens bereits einen großen Teil des erwarteten schnellen Wachstums, das dem Unternehmen bevorsteht, widerspiegelt. PlugPower stellt überwiegend Brennstoffzellen-Antriebe für Gabelstapler her.

    Die Analysten sind offensichtlich der Auffassung, dass die starke Bilanz und die strategischen Partnerschaften momentan ein gut positioniertes Unternehmen beschreiben, der Übergang zur Wasserstoffwirtschaft aber wohl noch längere Zeit in Anspruch nimmt. Selbst nach der Modellierung eines zweistelligen Umsatzwachstums bis 2050 und einer signifikanten Margenexpansion ergibt die Discounted-Cashflow-Analyse ein bescheidenes Aufwärtspotenzial von 8% gegenüber dem aktuellen Niveau, so der Analyst Byrd. Mit einem Kurs-Umsatz-Multiple von 18 setzt er daher ein Kursziel von nur 35 USD.

    Die PlugPower-Aktie wurde in den letzten Monaten hoch gefeiert, weil sich ausländische Investoren v.a. aus Südkorea massiv engagierten, nach diesem Deal ging es allerdings nur noch abwärts. Wir sehen derzeit noch keinen Grund für einen Rückkauf der PlugPower-Aktie.

    NSJ Gold Corp – Goldsuche in Arizona

    Ein ganz anderes Szenario baut sich für den neuen Gold-Explorer NSJ Gold aus Kanada auf. Denn fern ab von überzogenen Bewertungen ist NSJ Gold eine Neugründung mit exzellenten Aussichten im US-Bundesstaat Arizona.

    NSJ Gold besitzt eine Option auf den Erwerb eines 100-prozentigen Anteils am Golden Hills Projekt in Arizona. Die Liegenschaft befindet sich 100 Meilen westlich der Kay-Mine (im Besitz der Arizona Metals Corp.) und 80 Meilen südlich der Moss-Mine (im Besitz der Northern Vertex Mining Corp.). Das Projekt besteht aus 7 patentierten und 94 unpatentierten Bergbau-Claims, welche insgesamt eine Fläche von 1.970 Acres umfassen.

    Historisch wurden im Walker Lane District 50 Mio. Unzen Gold und 400 Mio. Unzen Silber produziert. Es handelt sich um die beste Mining-Lage in Arizona, die Infrastruktur ist wegen der umliegenden Bergbaufirmen ausgezeichnet. Die Charakteristik des Projekts lässt sich als eine klassische Gold-Kupfer-Porphur Vererzung beschreiben, die Explorationskosten werden für die nächsten 5 Jahre auf etwa 4,6 Mio. CAD taxiert. Aktuell befinden sich noch 1,8 Mio. CAD in der Kasse, das reicht aus, um die ersten Bohrarbeiten in Gang zu setzen.

    Spannend an NSJ Gold ist, dass es sich hier um ein ganz junges Projekt in einer sehr aussichtsreichen Lage handelt. Die 23 Mio. Aktien notieren derzeit bei 0,23 CAD, was dem Unternehmen eine Bewertung von nur 4,8 Mio. CAD verleiht. Anfang April wurde das Listing in Frankfurt gestartet. Wer den kommenden Gold-Turnaround nicht verpassen will, sollte durchaus einen Teil der Edelmetall-Position in die NSJ Gold investieren, denn die Story befindet sich noch am Startpunkt.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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