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27.01.2022 | 05:10

BYD, Defense Metals, Tesla – die langfristigen Profiteure der Klimawende

  • Elektromobilität
  • Tesla
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die globale Konjunkturerholung nach der Pandemie und die steigenden Investitionen in eine klimafreundlichere Energie-Infrastruktur sorgen bei gleichzeitigen Lieferkettenunterbrechungen für höhere Preise bei den Rohstoffen. Die Knappheit bei Industriemetallen, die dringend für die Klimawende gebraucht werden, dürfte sich in den nächsten Jahren weiter materialisieren. Durch den schwellenden Handelskonflikt zwischen den USA und China wird diese noch einmal deutlich verschärft. Es drohen massive Engpässe bei der Produktion und stark steigende Preise bei den jeweiligen Materialien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DEFENSE METALS CORP. | CA2446331035 , TESLA INC. DL -_001 | US88160R1014

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Inhaltsverzeichnis:


    Neue Entwicklungsphase bei Defense Metals

    Die Absatzzahlen der Elektroautomobilbauer steigen, und damit auch die Nachfrage nach seltenen Erdmetallen, die in Permanentmagnetmotoren für Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. Neben der eminent wichtigen Branche für die Umsetzung der Klimaziele wird der Rohstoff auch auf dem Strommarkt, in der Verteidigungsindustrie, im nationalen Sicherheitssektor und in der Produktion von grünen Energietechnologien verwendet, beispielswiese in Windturbinen. Aufgrund der weiterhin kriselnden Wirtschaftsbeziehung zwischen den USA und China könnte es demnächst zu Lieferschwierigkeiten kommen. Rund 80% der benötigten Seltenerdmineralien stammen nämlich aus dem Reich der Mitte, die Europäische Union importiert sogar mit 98% fast den kompletten Bedarf aus China.

    Außerhalb Chinas, besonders in Nordamerika, sind Seltene Erden-Projekte dünn gesät. Eine der wenigen positiven Lichtblicke findet man in der Nähe von Prince George im kanadischen Bundesstaat British Columbia, in dem Defense Metals sein 2.008 Hektar großes Seltenerdelement-Konzessionsgebiet Wicheeda unterhält. Die Infrastruktur ist erstklassig, wodurch Defense Metals mit Bohrkosten weit unter dem Branchendurchschnitt kalkulieren kann. Laut Management liegen die Mineralressourcen dort bei 4,9 Mio. Tonnen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 3,02% LREO (leichte Seltenerdmetalle) und abgeleiteten Mineralressourcen von 12,1 Mio.t mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2,90% LREO. Weitere 12 Mio.t werden auf dem Gebiet vermutet.

    Ehrgeizige Ziele

    Mit Einreichung einer vorläufigen wirtschaftlichen Erstbewertung (PEA) und dem Erwerb sämtlicher Rechte am Projekt Wicheeda steht das kanadische Explorationsunternehmen nun am Beginn einer neuen Entwicklungsphase. Dadurch wurde die Führungsriege um den umtriebigen CEO Craig Taylor qualitativ deutlich aufgerüstet. Dr. Luisa Moreno wurde in das Board of Directors berufen und wird nun in weiterer Folge die Funktion als President und Director des Unternehmens übernehmen. Dabei bringt die Ingenieurin für angewandte Physik mit Ph.D.-Abschluss in Materialwissenschaften und Mechanik jahrelange Erfahrung als Senior Analyst bei diversen Investmentbanken und als Investment Research Analyst bei einem internationalen Investment-Research-Unternehmen ein. Zudem wird Dr. William H. Bird, der mit einer einzigartigen Kombination aus betriebswirtschaftlichen Qualifikationen und Fachkenntnissen in der Rohstoffbranche aufwarten kann, ebenfalls in das Board of Directors berufen.

    Bereits gesteckt sind die Ziele von Defense Metals für das laufende Jahr. So soll die Mineralressource hochgestuft und erweitert werden. Auch geotechnische Untersuchungen sollen beginnen. Neben der Optimierung des Fließschemas, der Umsetzung einer Umwelt-, Sozial- und Governance-Strategie sowie der weiteren Einbindung von Endverbrauchern plant Defense Metals in der zweiten Jahreshälfte 2022 mit der vorläufigen Machbarkeitsstudie zu beginnen, die sich bis in das nächste Jahr erstrecken könnte.

    Der Börsenwert des Unternehmens, das neben Toronto auch in Frankfurt gehandelt wird, liegt aktuell bei 13,14 Mio. EUR. Die Aktie korrigierte seit dem Februar des vergangenen Jahres um rund 60% und bildet auf dem Niveau um 0,15 EUR einen Boden. Langfristig dürfte die Nachfrage nach seltenen Erdmetallen eher zunehmen.

    Den Blick auf Tesla

    Gespannt schauen Interessierte der Elektroautomobilbranche nach Börsenschluss über den großen Teich. Dann wird kein geringerer als Elon Musk die Zahlen des Autobauers zum vierten Quartal verkünden. Im Konsens rechnen Analysten mit einem Umsatz von 16,9 Mrd. USD und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 2,46 USD. Neben den Zahlen erwartet die Community Neuigkeiten in Bezug auf den Cybertruck und den Semi-Truck, was Musk in gewohnter Manier über Twitter vermeldete. Charttechnisch sieht es aktuell alles andere als rosig für den Rockstar unter den Elektroautos aus. Nach dem Rutsch unter die 900 USD-Marke wäre sogar eine größere Korrektur bis in den Bereich um 621 USD möglich.

    Beim chinesischen Konkurrenten BYD hielt dagegen noch einmal die breite Unterstützung bei 30 USD, eine Entwarnung für weitere Kurskorrekturen ist dies jedoch nicht. Fundamental plant das chinesische Unternehmen den Einstieg in den Devisenhandel mit einem Volumen von rund 4,3 Mio. USD ein. Grund ist der starke Anstieg des chinesischen Renminbis, der BYD im vergangenen Jahr im Auslandsgeschäft stark zusetzte.

    Da das Auslandsgeschäft von BYD weiter expandiert, steigt der Umfang der Devisenbilanz des Unternehmens weiter an. Mit diesem Schritt soll verhindert werden, dass das Unternehmen durch starke Wechselkursschwankungen beeinträchtigt wird und die Finanzkosten angemessen reduziert werden.


    Durch die Klimawende steigt die Nachfrage nach Rohstoffen wie seltene Erdmetalle. Jedoch kommen rund 80% aus China, in Nordamerika besteht dagegen ein geringes Angebot. Defense Metals dürfte als eines der wenigen reinen Explorationsunternehmen langfristig profitieren. Obwohl dem Elektroautomobil die Zukunft gehört, ist aktuell sowohl bei Tesla als auch BYD Vorsicht geboten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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