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19.06.2024 | 04:45

Chancen über Chancen, jetzt KI verkaufen! Nel ASA, Royal Helium, Plug Power und BYD

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Bildquelle: pixabay.com

19.887 ist die neue Höchstmarke des NASDAQ 100-Index. Traum-Renditen bei Nvidia, Apple und Microsoft können die Wachstumsbörse erneut in den Sommer beschleunigen. Damit könnte auch das zweite Quartal 2024 zu einem guten Aktienmonat avancieren, der Spruch „Sell in May and go Away“ scheint in diesem Jahr nicht zu fruchten. Doch es gibt jede Menge zurückgebliebener Werte mit großem Potenzial. Sie sind aktuell bei Seite gelegt, zu stark ist die Attraktion der „Magnificent Seven“. Wir nehmen die Euphorie zum Anlass ein paar chancenreiche Titel unter die Lupe zu nehmen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: ROYAL HELIUM LTD. | CA78029U2056 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.
    "[...] Wir haben mit unseren patentierten Wasserstoffprodukten Zertifizierungen und Zulassungen in einem Großteil der größten Märkte auf der gesamten Welt. [...]" Jim Payne, CEO, dynaCERT Inc.

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    BYD – Strafzölle in Europa, Warren Buffet verkauft wieder

    Der Star-Investor Warren Buffett drückt wieder den Verkaufsknopf. So ging es jüngst aus einer Meldung an die Hongkonger Börse hervor, dass Berkshire Hathaway sich von 1,3 Mio. Aktien im Wert von knapp 40 Mio. USD getrennt hat. Damit reduziert Buffett seinen Anteil von 7,5 auf 6,9 Prozent. Bereits 2022 und 2023 hat Berkshire insgesamt mehr als die Hälfte seiner ursprünglichen Beteiligung verkauft. BYD hat bereits eine sehr starke Marktposition in China und ist bemüht, den weltweiten Marktanteil immer aggressiver auszubauen. Bislang sehr erfolgreich, denn alle chinesischen Marken zusammen verkauften im vergangenen Jahr 13,4 Mio. Neuwagen. Die US-Hersteller kamen dagegen nur auf rund 11,9 Mio. Einheiten. Beide liegen aber deutlich hinter den japanischen Herstellern, die es traditionell auf insgesamt 23,6 Mio. Fahrzeuge brachten.

    In der letzten Woche kam es dann zu den erwarteten Strafzöllen i. H. v. 17,4 % für BYD-Importe, verhängt durch die EU-Kommission. Schon ein paar Wochen vorher hatte das US-Handelsministerium die Einfuhrzölle für chinesische E-Autos um 100 % angehoben. Goldman Sachs hat sich nach den Ankündigungen mit einem Research-Update zum chinesischen Technologiekonzern BYD geäußert und warnt vor negativen Auswirkungen. Trotzdem: Mit einem Umsatzanstieg von 20 % in 2024e ist ein KGV von 18,5 nicht allzu teuer. Charttechnisch ist der Kurs allerdings derzeit bei rund 30 EUR begrenzt.

    Royal Helium – Nach der Kapitalerhöhung nach vorne blicken

    Die Rohstoffknappheit rund um den Globus ist auch im Bereich technischer Gase gegeben. Westliche Industrienationen haben sich nun gemeinsam auf den Weg gemacht, Beschaffungswege für strategisch wichtige Metalle zu sichern. Ein besonderes Augenmerk hat man auf den kanadischen Explorer Royal Helium Ltd. (RHC) geworfen, denn seine Liegenschaften befinden sich in den perfekten Rohstoff-Jurisdiktionen Saskatchewan und Alberta. Das Unternehmen kontrolliert dort über 4.000 km² an aussichtsreichen Heliumkonzessionen, die es in den kommenden Jahren verwerten möchte. Die Chancen stehen gut, denn die Zahl der Anbieter weltweit ist sehr überschaubar, zumal wegen bestehender Lieferverträge kaum freies Material auf den Markt kommt. Kanada besitzt die fünftgrößten Heliumreserven der Welt und rückt immer stärker ins Rampenlicht der internationalen Technologie-Produzenten.

    Nach einer großen Kapitalerhöhung über 6 Mio. CAD meldet Royal Helium, dass man für den Produktions-RampUp das Unternehmen Partner Progress Through Technology LLC (PTT) im Rahmen eines Sechsmonatsvertrags verpflichten konnte. Betrieblich geht es beim Hochfahren um die Feinabstimmung und Stabilisierung der Produktion in der Helium-Reinigungsanlage Steveville. PTT ist ein führendes technisches Beratungsunternehmen für die Optimierung des Lebenszyklus von Anlagen und ist für seine Expertise in der Heliumindustrie bekannt. Der Kontraktor wird von Brent Ziegler geleitet, er verfügt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Gasverarbeitung in technischen Funktionen bei branchenführenden Unternehmen.

    Der Kurs der RHC-Aktie handelt derzeit mit großen Umsätzen zwischen 0,07 und 0,09 CAD, damit ist das Unternehmen mit sehr niedrigen 17,5 Mio. EUR bewertet. Aber: Die Aussichten für Royal Helium müssen im aktuellen Umfeld fragiler Lieferketten und der Sicherung der nordamerikanischen Rohstoff-Versorgung als ausgezeichnet bezeichnet werden. Wenn die Finanzierung verdaut ist, winken u. E. dreistellige Kursgewinne.

    Nel ASA und Plug Power – Das sieht gefährlich aus

    Die Wasserstoff-Protagonisten Nel ASA und Plug Power sind regelmäßig Teil unserer Analyse. Vor ein paar Wochen hatte man gedacht, dass Plug Power mit einer Garantie-Linie des US-Energie-Ministeriums (DOE) endlich durchstarten könnte. Die öffentliche Vergabe dieser Rückendeckung ist aber wohl noch nicht in trockenen Tüchern. Denn der zuständige Senator John Barrasso, gleichzeitig Mitglied im Ausschuss für Energie und natürliche Ressourcen, hat jüngst eine Sonderprüfung der Vergabepraxis eingeleitet. Nach vorübergehend 5,05 USD fallen die New Yorker GreenTech-Experten weit auf 2,72 USD zurück. Damit ist auch der Chart erst mal wieder kaputt. Für einen mittelfristigen Ausbruchsversuch muss der Kurs die Hürde von 3,50 USD nachhaltig überspringen.

    Bei Nel ASA war der Pullback etwas ausgeprägter, denn hier beflügelt der Börsengang der Tankstellentochter Cavendish Hydrogen. Das bisherige Tochter-Unternehmen ist auf die Entwicklung, Vermarktung und den Vertrieb von Wasserstofftankstellen für Straßenfahrzeuge spezialisiert. Laut CEO Håkon Volldal verfolgt man mit der Abspaltung das Ziel, zwei unabhängigen Pure-Play-Unternehmen zu schaffen, um später in den jeweiligen Bereichen Marktführer zu werden. Bei der Erstnotiz am 12. Juni hatte das Unternehmen einen Wert von 1,06 Mrd. NOK. Aber: Das Listing gleicht bis dato einer Enttäuschung, denn innerhalb von drei Handelstagen hat sich der neue Wasserstoff-Wert schon halbiert. In den letzten zwei Tagen ging es dann aber wieder um 25 % nach oben, es verbleiben aber noch 30 % Verlust zum ersten Listingkurs. Für die Nel-Aktie ist das keine gute Werbung. Aus Sympathie hat der Wert seit Ende Mai schon wieder 30 % eingebüßt. Aufgepasst: Das Niveau von 0,50 bis 0,53 EUR hat sich schon dreimal als tragfähige Einstiegszone bewährt. Einsammeln!

    BYD ist der Shooting-Star unter den Auswahltiteln. Nel ASA und Plug Power, die zwei Wasserstoff-Protagonisten, müssen erst noch richtig auf die Beine kommen. Royal Helium hat sich mit frischem Kapital versorgt und kann jetzt durchstarten. Quelle: Refinitiv Eikon vom 18.06.2024

    Wann es die richtige Zeit ist, bei den Hightech-Titeln auszusteigen, ist schwer zu eruieren. Aktuell wollen alle Anleger diese Titel und Bären verbrennen sich regelmäßig ihre Pfoten. Andererseits sind Wasserstoff-Aktien in einer ausgedehnten technischen Bodenbildung zu finden. Die kleine Royal Helium ist mit seinen Gas-Reserven für die De-Globalisierung der Rohstoffbeschaffung gut aufgestellt.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Börsengang – Der Hauptzweck eines Börsenganges ist die Eigenkapitalbeschaffung, häufig die größte Eigenkapitalaufnahme in der Unternehmensgeschichte.
    3. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
    4. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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    • Energiewende
    • Klimaschutz
    • Wasserstoff
    • Alternative Energien
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    Hitzerekorde, Überschwemmungen und Energienotstand. Im Sommer kommen alle Themen der Klimawende auf den Tisch. Seit Abschaltung der Kernkraftwerke fehlt es in Deutschland an einer grundlastfähigen Stromversorgung. Ausgeprägte Netzschwächen häufen sich, eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Wirtschaftsminister Habeck möchte so schnell wie möglich Gaskraftwerke bauen, die später mit Wasserstoff betrieben werden können. Nette Idee! Um vorhandene Löcher zu stopfen, kaufen die Berliner Wirtschaftsexperten derweil französischen Atomstrom zu. Den klimatechnischen Unterschied zwischen Hüben und Drüben kann wissenschaftlich niemand belegen, der deutsche Verbraucher bezahlt diesen Unsinn aber gerne über seine Stromrechnung. So funktioniert die EU-Energiepolitik. Die Ausgabenseite steigt also unaufhörlich, wir kümmern uns deshalb um einen höheren Einnahmenstrom. Im Folgenden einige Ideen für ihr Energie-Portfolio.

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    Ein Mordversuch mit Folgen. Tech-Milliardär Elon Musk hat Präsidentschaftskandidat Trump nach dem Attentat seine tiefste Solidarität bekundet. Der Tesla-Chef wird den Wahlkampf des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump fortan massiv finanziell unterstützen. Musk möchte offenbar monatlich rund 45 Mio. USD zur Verfügung stellen, berichtete die Zeitung „Wall Street Journal“. Jüngste Wahlumfragen sehen den Republikaner nun klar vor Biden. Damit könnte eine stark US-orientierte Politik im Sinne „America First“ folgen. Trump möchte vor allem die Zuwanderung stoppen, in die marode Infrastruktur investieren, den Sicherheitsstaat massiv aufrüsten und das „Alte Amerika“ revitalisieren. Alles spricht dafür, dass die Blockbuster-Sektoren HighTech und Rüstung erstmal weiterlaufen werden. Klar im Fokus stehen wegen der Verringerung von ausländischen Abhängigkeiten die strategischen Rohstoffe. Wo liegen die Chancen für Aktionäre?

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    • Erneuerbare Energien
    • Emissionen
    • Mobilität
    • Netzausbau
    • Wasserstoff

    Im Wasserstoffbusiness setzen Länder staatliche Anreize, um diese innovative Technologie weiter zu fördern. So stellen z. B. die USA durch ihr Energieministerium rund 750 Mio. USD für 52 Projekte in 24 Bundesstaaten bereit. Das Ziel ist klar: sauberen Wasserstoff erschwinglich machen und darüber hinaus die internationale Führungsrolle in diesem Sektor gewinnen. Das kanadische Unternehmen dynaCERT hat eine emissionsreduzierende Technologie entwickelt, um herkömmliche Dieselmotoren nachzurüsten und so emissionsfreier zu machen. Diese Brückentechnologie verbindet das Beste aus beiden Welten: die Effizienz von Dieselmotoren und die nachrüstbare und zuschaltbare CO2-reduzierende Antriebsform. Der Motor selbst bleibt in seiner Funktionsweise unberührt. Ein Grund für das schleppende Vorankommen von großen Wasserstoffprojekten ist die noch fehlende Infrastruktur. Hier kann sich Siemens Energy über einen Vorstoß freuen. In seiner Sparte Grid Technologies verzeichnen sie in Zukunft enormes Wachstum. Dass Subventionen nicht immer zum Vorteil sind, merkt Volkswagen in puncto Elektroautos. Das Werk in Brüssel steht auf der Kippe. Und dann ist da noch eine Schadensersatzforderung in Millionenhöhe aus einem ganz anderen Bereich.

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