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01.03.2021 | 04:50

Coinbase, Bitcoin Group, BIGG Digital Assets, Northern Data – Vorsicht, megawichtig!

  • Bitcoin
Bildquelle: pixabay.com

Hohe Schwankungsbreiten und damit eine verstärkte Nervosität prägten das Bild der meisten Kryptowährungen in den vergangenen Wochen. Nach dem Erreichen des Allzeithochs bei 58.354,14 USD schmierte der Bitcoin auf unter 44.000 USD ab. Die Fürsprecher für steigende Kurse sind weiterhin vorhanden, nun jedoch mehren sich warnende Stimmen aus Wirtschaft und Politik. Ein Event in naher Zukunft wird richtungsweisend für die gesamte Branche. Kommt es zur Trendumkehr oder ist es nur eine Korrektur im langfristen Aufwärtstrend?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA0898041086 , DE000A0SMU87 , DE000A1TNV91

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Inhaltsverzeichnis:


    Musk treibt Kurse

    Mächtig aufwärts mit dem Bitcoin ging es nach der Meldung, dass Seriengründer Elon Musk über Tesla Bitcoins im Gegenwert von 1,5 Mrd. USD gekauft haben soll. Zudem sollen auch zukünftig Tesla-Automobile per Bitcoin bezahlt werden können. Ein Zeichen für die Anerkennung der Kryptowährung, ausgerechnet durch den aktuell zweitreichsten Menschen der Welt. Oder eher ein Marketinggag? Microsoft-Gründer Bill Gates fand nach dieser Aktion die passenden Worte: Wenn Sie weniger Geld als Elon haben, passen Sie auf!“ Somit kommt laut Gates im Augenblick nur Jeff Bezos als Bitcoin-Käufer in Frage, der die Spitze der Reichenliste kurzfristig wieder übernommen hat.

    Gates sieht ein Investment in Kryptowährungen skeptisch, zum einen sieht er keinen Nutzen, zum anderen ist es schwer, einen Wert festzulegen. Besorgt zeigt sich der Tech-Pionier auch vor allem wegen des Energieverbrauchs beim Mining. Forscher in Cambridge haben herausgefunden, dass BTC mit einem Verbrauch von über 121,36 Terawattstunden (TWh) pro Jahr mehr Strom verbraucht als ganz Argentinien. Laut Gates sei es möglich, eine digitale Währung zu kreieren, die weniger Stromverbrauch erfordert. Gates deutete an, dass eine digitale Währung bei seiner Stiftung in Arbeit sein könnte.

    Richtungsweisender Börsengang

    Extrem wichtig für die gesamte Branche wird der Börsengang der größten US-Handelsplattform für Digitalwährungen, Coinbase, an die US-Technologiebörse Nasdaq. Das in San Francisco niedergelassene Unternehmen beantragte die Erstnotiz am 25. Februar bei der US-Börsenaufsicht SEC und legte dabei im Wertpapierprospekt auch ihre jüngsten Geschäftszahlen offen. Und diese sehen spektakulär aus. So hat sich der Umsatz 2020 auf rund 1,3 Mrd. USD verdoppelt, der Gewinn ist nach einem Minus von 30 Mio. USD in 2019 zuletzt auf plus 322 Mio. USD explodiert. Insgesamt besitzt der Branchenprimus im Moment knapp 43 Mio. User, die monatlich mindestens einmal handeln. Anfang des Jahres wurde bereits eine Direktplatzierung bei der SEC beantragt. Hier werden Aktien ohne Begleitung durch Investmentbanken und ein vorheriges Preisbildungsverfahren direkt an die Börse geführt. Dieses Verfahren ist flexibler und günstiger.

    Vor Coinbase waren mit diesem Schachzug schon andere größere Firmen wie der Musikdienst Spotify oder die Bürochat-App Slack erfolgreich. Einzelheiten über die Bewertung des Unternehmens, welche bei der letzten Finanzierungsrunde 2018 bereits mit ungefähr 8,0 Mrd. USD bewertet wurde, sowie ein genauer Termin stehen noch nicht final fest. Unserer Meinung dürfte das Börsendebüt jedoch die nächsten vier Wochen über die Bühne gehen. Klar ist jedoch, dass bei einem erfolgreichen IPO auch die deutschen Aktien wie Bitcoin Group oder Northern Data vom Hype um Bitcoin & Co. Kapital schlagen könnten.

    Hauptprofiteur aus Kanada

    Besonders profitieren vom erfolgreichen Abschneiden des Coinbase-IPO könnte das Unternehmen von BIGG Digital Assets, liegen die Kanadier doch in der direkten Peer-Group. So betreibt BIGG über Netcoins eine eigene Handelsplattform für Kryptowährungen. Nachdem die Anträge bereits bei den Behörden gestellt wurden, soll Netcoins die erste regulierte Handelsplattform Kanadas werden. Und die Geschäfte brummen. So wurde vergangene Woche erstmals in der Geschichte der Tagesumsatz von 100.000 USD geknackt. Das Netcoins-Einkommensmodell ist ausschließlich vom Handel abhängig, bei dem ein Prozentsatz jedes Handels als Einkommen verbucht wird, unabhängig vom Preis des zugrunde liegenden Krypto-Assets, das gehandelt wird.

    Hoch volatile Tage für Bitcoin und Krypto-Vermögenswerte treiben höhere Handelsvolumina und höhere Einnahmen, auch wenn die Vermögenswerte nach unten tendieren. Somit profitiert BIGG bei jeder Marktlage. Nebenbei verfügt das Unternehmen über insgesamt 300 eigene Bitcoin. Erst vergangene Woche wurden erneut 60,7 Bitcoin dazugekauft, die für den operativen Float der Netcoins verwendet werden und auch Teil von BIGGs langfristigen Treasury-Beständen werden.

    Geordnete Verhältnisse

    Das zweite wichtige Asset der Kanadier ist das Segment Blockchain Intelligence Group mit der eigenprogrammierten Software QLUE. Hier werden verdächtige Geldtransaktionen getrackt und nachverfolgt. Mit größerer forensischer Tiefe wird untersucht, woher die entsprechenden Gelder stammen, wohin sie überwiesen werden und welche Profile die beteiligten Organe haben. Kunden der Software sind beispielsweise Strafverfolgungsbehörden, Banken und Börsen. Mit der U.S. Homeland Security und dem U.S. Department of Justice wurden im vergangenen Jahr langlaufende Verträge unterschrieben. Die Aktie, die die Krypto-Leitwährung in den vergangenen Monaten outperformen konnte, schwankte entsprechend mit und notierte zuletzt bei 1,18 CAD. Ein wieder steigender Kurs des Bitcoins dürfte auch BIGG Digital Assets weiteres Potenzial in Richtung Norden verleihen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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