Menü schließen




19.06.2019 | 10:23

Crescent Point Energy, Husky Energy, Saturn Oil & Gas – Grünes Licht für Trans-Mountain-Pipeline

  • Erdöl
  • Kanada
  • Politik
Bildquelle: pixabay.com

Erdöl zu produzieren ist ein lukratives Geschäft. Es kann Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz schaffen und Investoren eine ordentliche Rendite bescheren. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Zugang zum Markt, also zu den Abnehmern gesichert ist. Und genau hier drückte in Kanada in den vergangenen Jahren mächtig der Schuh. Mit wachsenden Produktionsraten und gleichbleibenden Transportmöglichkeiten, kam es zu einer klassischen Flaschenhals Situation – die nun gelöst zu sein scheint.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: CA80412L1076

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Ryan McDermott, CEO, Phoenix Copper
    "[...] Wenn wir unsere Ziele gewissenhaft verfolgen, wird der Markt seine Bewertung auch anpassen, da bin ich mir sicher. Oftmals braucht es nur einen Auslöser. [...]" Ryan McDermott, CEO, Phoenix Copper

    Zum Interview

     

    Highflyer Saturn Oil & Gas

    Das junge Wachstumsunternehmen Saturn Oil & Gas ist in der kanadischen Öl-Hauptstadt Calgary beheimatet und gehörte in 2018 zu den besten Öl-Aktien. 150% Rendite waren vom Tief bei 0,12 CAD bis zum Hoch bei 0,30 CAD möglich. Das Unternehmen hatte viel vor und es auch umgesetzt. Im ersten Quartal 2019 erwirtschaftet das Unternehmen 4,6 Mio. CAD Umsatz und unterm Strich blieb 1,6 Mio. CAD hängen. Die Gebiete des Unternehmens sind in der Provinz Saskatchewan, die den Ruf genießt, besonders aufgeschlossen gegenüber Rohstoffunternehmen zu sein. Geographisch und aufgrund der Produktionsmenge von rund 1.000 Barrel pro Tag genießt Saturn eine gewisse Flexibilität beim Zugang zum Markt und kann das Erdöl per Tankwagen in verschiedene Richtungen veräußern. Trotzdem wurde das Unternehmen mit der Konkurrenz in Sippenhaft genommen und es kam zu einem dramatischen Kursverfall auf unter 0,10 CAD, der nun zu Ende zu sein scheint und ein Turnaround einsetzt.

    Zugang zum Markt

    Von Saturn’s Flexibilität können die Riesen Crescent Point Energy mit rund 175.000 BOE pro Tag und Husky Energy mit rund 300.000 BOE pro Tag nur träumen. Diese Unternehmen sind auf eine stabile Infrastruktur angewiesen, damit der Absatz zum Markt funktioniert. Weltweit werden täglich rund 100 Mio. Barrel Erdöl verbraucht. Für die kanadischen Exporteure ist es daher wichtig global flexibel aufgestellt zu sein, da der Heimatmarkt die geförderte Menge allein nicht verbrauchen kann. Neben Tankwagen und Zügen werden vor allem Pipelines für den Export in die benachbarte USA verwendet.

    Premierminister Justin Trudeau erteilt grünes Licht

    Kanada wird nachgesagt, dass es als Land mit den strengsten Auflagen in der Rohstoffförderung, zu den umweltfreundlichsten Produktionsländern der Welt zählt. Die Politik steht jedoch auch in der Verantwortung die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern. Vor diesem Hintergrund hat die kanadische Regierung am Dienstag einer Erweiterung der Erdölpipeline Trans Mountain zugestimmt. Bereits in diesem Sommer soll mit den Arbeiten begonnen werden, um zukünftig die Exportkapazitäten von Edmonton, Alberta, in den Hafen von Vancouver, British Columbia, auf 890.000 Barrel pro Tag zu verdreifachen. Die Regierung ist der Ansicht, dass die notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllt sind und zudem die Unabhängigkeit des Landes von den USA durch die Exportmöglichkeit nach Asien verringert wird.

    Sicherheit steht über Moral und Image

    Auch aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes ist der Transport von Erdöl in Pipelines sicherer als mit der Bahn. Makroökonomisch ist nicht zu leugnen, dass Erdöl für Sicherheit und Wohlstand von elementarer Bedeutung ist und eine moralische Abkehr von Investoren zwangsläufig zu einer Förderverknappung und anschließendem Preisanstieg führen wird. Der Rückzug aus dem Energiesektor von Banken und Fonds aus Imagegründen spielt am Ende des Tages den unabhängigen Investoren und Unternehmen in die Karten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Fonds – Fonds werden von Kapitalanlagegesellschaften gegründeten, um Anlegern themenspezifisch Investitionsinstrumente zu bieten.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
    3. Erdöl – Fossiler Energieträger, welcher als ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen in der Erdkruste vorkommt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 28.12.2022 | 05:05

    Outperformer-Aktien 2023? BioNTech, Steinhoff, Saturn Oil + Gas, K+S

    • Energie
    • Erdöl
    • Biotechnologie
    • Handel

    Werden Energie-Aktien auch in 2023 zu den Outperformern gehören? In 2022 hat der MSCI World Energy jedenfalls den MSCI World deutlich geschlagen. Bei Einzeltiteln hat beispielsweise Shell im laufenden Jahr über 45% zugelegt. Jefferies empfiehlt die Aktie weiter zum Kauf mit einem Kursziel von 3100 GPX (Pence). Auch Warren Buffett hat 2022 Milliarden in die Öl-Branche investiert. Chevron und Occidental Petroleum gehören zu den sieben größten Beteiligungen von Berkshire Hathaway. Denn Energie dürfte auch 2023 gefragt sein. Wer auf einen Nachzügler setzen will, sollte sich Saturn Oil & Gas anschauen. Der kanadische Ölproduzent steht 2023 vor einem Meilenstein und Analysten sehen über 200% Kurspotenzial. Mit einem starken Newsflow geht BioNTech in das neue Jahr. Und was macht Steinhoff nach der Horror-Meldung?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 21.09.2022 | 06:00

    BP, Saturn Oil + Gas, Shell – Öl-Aktien profitieren von der kälteren Jahreszeit

    • BP
    • Saturn Oil + Gas
    • Shell
    • Öl
    • Erdöl
    • Erdgas
    • Erneuerbare Energien
    • Transformation
    • Ethan
    • Polyethylen

    Im September gab es viele für den Ölpreis relevante Nachrichten. Anfang des Monats verkündete Gazprom, aufgrund eines Öl-Lecks kein Gas mehr durch Nord Stream 1 zu schicken. Kurz darauf beschlossen die G7-Staaten eine Preisobergrenze für russisches Öl, die ab Dezember greifen soll. Die OPEC gab am 5. September die Drosselung der Produktion bekannt. Als Grund wurde die Angst vor einer wirtschaftlichen Abschwächung genannt. Die EU beschloss ebenfalls verschiedene Maßnahmen, um der Energieknappheit Herr zu werden, unter anderem ein Solidaritätsbeitrag der Unternehmen für fossile Brennstoffe zur Unterstützung sozial schwacher Haushalte. Auch wenn der Ölpreis zuletzt aus Rezessionsangst etwas nachgegeben hat, so zeigt ein Blick auf die Saisonalitäten, dass der Preis im Dezember wieder anziehen dürfte. Der Winter sorgt für zusätzlichen Bedarf an Öl.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 20.07.2022 | 05:40

    BP, Saturn Oil + Gas, Shell – der richtige Einstiegszeitpunkt bei Öl-Aktien?

    • BP
    • Shell
    • Öl
    • Erdöl
    • Erdgas
    • grüner Wasserstoff
    • Windkraft
    • Saturn Oil + Gas

    Seit Mitte Juni hat sich der Ölpreis auf Talfahrt begeben. Da sind zum einen die Sorge vor einer Rezession, zum anderen hat die OPEC zumindest bis Ende August die Fördermenge um über 600.000 Barrel pro Tag erhöht um den Produktionswegfall von Russland aufzufangen. Damit steigt die weltweit produzierte Menge an Öl an, denn auch Russland verkauft sein Öl noch immer an Länder, die sich den Sanktionen nicht angeschlossen haben. Wieso sind dann Analysten wie Goldman Sachs noch immer bullish auf Öl? Zum einen scheint der Ukraine Konflikt noch länger anzudauern. Außerdem ist China durch seine Zero-Covid Strategie aktuell weit von seiner normalen Nachfrage entfernt. Ändert die chinesische Regierung ihr Vorgehen wird der Ölpreis langfristig weiter ansteigen, auch aufgrund ausbleibender Investitionen der Ölmultis.

    Zum Kommentar