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31.10.2022 | 06:00

Deutsche Bank, Globex Mining, Vonovia – Basisinvestments über Aktien mit Potential abdecken

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Die Experten raten immer zu einer Diversifikation im eigenen Portfolio. Ein paar Aktien, etwas Edelmetall und Immobilienbesitz, dann ist man ordentlich aufgestellt. Eigener Immobilienbesitz ist heutzutage bei den hohen Preisen nicht mehr ganz so einfach und auch der Ankauf von Edelmetallen unterliegt in Deutschland gewissen Grenzen. Einfacher wäre es also, diese Basisinvestments über Aktien abzubilden. Daher werfen wir heute einen Blick auf Deutsche Bank als Aktieninvestment, Globex Mining für den Edelmetall- bzw. Rohstoffsektor und Vonovia als Immobilienanlage.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

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Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Bank – beste Quartalszahlen seit 2006

    Als der Chef der Deutschen Bank Christian Sewing 2019 die Marschroute ausgab, den Konzern bis Ende 2022 zu sanieren, waren viele Anleger misstrauisch. Doch es ging langsam bergauf, auch wenn nicht immer alle Ziele erreicht werden konnten. Jetzt im Jahr 2022 ziehen die Zinsen endlich wieder an und trotz eines sich ändernden wirtschaftlichen Umfelds durch den Ukraine-Konflikt scheint es, als wenn das Unternehmen die selbstgesteckten Ziele größtenteils erreichen könnte. Das letzte Damoklesschwert bleibt die Untersuchung gegen die DWS Tochter, bei der der Verdacht auf Greenwashing besteht.

    Die Zahlen zum 3. Quartal, die der Konzern am 26. Oktober vorlegte, konnten überzeugen. Die Erträge kletterten im Vorjahresvergleich um 15% auf 6,9 Mrd. EUR. Unter dem Strich steht mit 1,6 Mrd. EUR der größte Vorsteuergewinn im 3. Quartal seit 2006. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Nachsteuergewinn mit 1,2 Mrd. EUR mehr als verdreifacht. Der Konzern konnte in allen vier Kerngeschäftsbereichen ein Wachstum erzielen. Hervorzuheben ist hier die Unternehmensbank mit einem Plus von 25%. CEO Christian Sewing kommentierte: „Wir haben die Ertragskraft der Deutschen Bank deutlich verbessert und liegen voll auf Kurs, unsere Ziele für das Jahr 2022 zu erreichen.“

    Die Prognose für das aktuelle Jahr sieht die Erträge bei 26 - 27 Mrd. EUR und die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital bei 8%. In den ersten neun Monaten liegt man bei letzterem mit 8,1% auf Kurs. Als Anleger kann man mit dem erreichten durchaus zufrieden sein. Seit Anfang Oktober spiegelt sich das auch im Aktienkurs wieder, der von 7,25 EUR bis auf aktuell 9,82 EUR kletterte. Goldman Sachs gab im Anschluss an die Zahlen eine Kaufempfehlung heraus mit dem Kursziel von 18,20 EUR.

    Globex Mining – Bewertung viel zu gering

    Globex Mining kann man als ein Rohstoffliegenschaften-Depot bezeichnen. Das Unternehmen hat 217 Rohstoffprojekte in seinem Portfolio. Davon weisen 111 Projekte Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin oder Palladium auf. 62 Liegenschaften können mit Buntmetallen wie Kupfer, Zink, Blei oder Nickel aufwarten. 44 Projekte haben Vorkommen von Sondermetallen und Mineralen wie Eisen, Seltene Erden, Uran, Lithium, Kobalt und vielem mehr. Gerade letztere nehmen bei der Energiewende eine wichtige Rolle ein. 55 Projekte weisen historische oder NI 43-101 konforme Ressourcenschätzungen auf. Alle Grundstücke befinden sich in sicheren Jurisdiktionen in Nordamerika und Deutschland. Globex kauft aussichtsreiche Projekte günstig und wertet sie mit eigenen Explorationen auf.

    Das Geschäftsmodell sieht vor, den Aufbau der Projekte anderen Unternehmen zu überlassen und von diesen im Gegenzug Bargeld, Aktien oder Optionen sowie Förderabgaben (Royalties) zu erhalten. Für insgesamt 89 Projekte sind derzeit Royalties vereinbart. Aufgrund der Vielzahl der Projekte und der unterschiedlichen Explorer gibt es einen stetigen Newsflow rund um das Unternehmen. Am 27. September konnte Labyrinth Resources die Goldressourcenschätzung auf 500.000 Unzen erhöhen. Startet die Produktion, erhält Globex zu Beginn 5%, später 3% Lizenzgebühr. Am 12. Oktober veroptionierte Globex das Duquesne West/Ottoman Gold Projekt an Emperor Metals. Innerhalb von fünf Jahren erhält Globex 10 Mio. CAD, mindestens 15 Mio. Aktien mit einem Mindestpreis von 0,20 CAD sowie 3% Royalties.

    Nur einen Tag später veröffentlichte der Explorer Cartier Resources eine Ressourcenschätzung nach NI 43-101 Standard wonach sich auf dem Globex Projekt Nordeau West Gold 311.000 Unzen Gold befinden. Die Royalities betragen 3% und je Unze erhält Globex 64,80 CAD. Somit hat allein dieses eine Projekt einen Wert von über 20 Mio. CAD.

    Aktuell ist Globex bei einem Kurs von 0,65 CAD aber nur mit 34 Mio. CAD bewertet. Dabei dürften auch noch etwa 12 Mio. CAD in der Kasse sein. Das Unternehmen hat bis zum 1. August 2023 die Möglichkeit, 1 Mio. Aktien zurückzukaufen, was bei der derzeitigen Unterbewertung Sinn machen würde. Wer Geld in Rohstoffen anlegen möchte, ist mit dem breit diversifizierten Portfolio von Globex gut aufgestellt. Interessierte Anleger können sich am 4. und 5. November das Unternehmen auf der Internationalen Edelmetall- und Rohstoffmesse in München ansehen.

    Vonovia – harte Zeiten für Anleger

    Die Anleger von Vonovia hatten in der vergangenen Woche vor allem den EZB-Zinsentscheid im Blick. Obwohl die Anhebung um 0,75% erwartet worden war, gab die Aktie im Anschluss deutlich nach und ging am Freitag mit einem Minus von fast 5% aus dem Xetra-Handel. Steigende Zinsen sind Gift für das Wohnimmobilienunternehmen, denn die hohen Schulden müssen über kurz oder lang refinanziert werden. Es rächt sich, dass die EZB sehr lange gezaudert hat, die Zinsen anzuheben. Jetzt ist die Inflation exorbitant gestiegen und man muss gegensteuern. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, wie weit an der Zinsschraube gedreht werden muss.

    Das Management versucht gegenzusteuern und will über einen Teilverkauf seiner Immobilien rund 13 Mrd. EUR einnehmen. Schaut man auf die Halbjahreszahlen, so war das Ergebnis bei Funds from Operations mit 1,34 EUR je Aktie ordentlich. Der Buchwert je Aktie lag Ende 2021 bei 42,86 EUR. Substanziell sieht es also gut aus, allerdings werden sich die steigenden Zinsen auch auf die Verkaufspreise auswirken. Experten gehen davon aus, dass sich so mancher Immobilienkonzern gesundschrumpfen muss. Zumal Anfang kommenden Jahres möglicherweise neues Ungemach droht. Niemand weiß, wie viele Mieter die hohen Nebenkosten zahlen können.

    Am 4. November gibt der Konzern eine Zwischenmitteilung zum 3. Quartal heraus. Dann wird die Entwicklung zeigen, ob die Fund from Operations stabil bleiben. Ist das der Fall, bleibt es bei der Einschätzung, dass die Aktie unter Wert gehandelt wird. Aktuell zahlt man für einen Anteilsschein 22 EUR was deutlich unter Buchwert ist. Allerdings gibt es auch einige Unsicherheiten, die aber eingepreist sein sollten. Hält das Unternehmen an seiner Dividende fest, kommt man zum aktuellen Kurs auf eine Dividendenrendite von über 7,5%.


    An der Börse hat es zuletzt „gedonnert“, doch das sind die Zeiten an denen sich Möglichkeiten auftun. Gerade Werte aus der zweiten Reihe sind übertrieben stark abgestraft worden. Die Deutsche Bank scheint den Turnaround bereits initiiert zu haben. Die Quartalszahlen waren überzeugend. Globex Mining ist auf dem aktuellen Niveau klar unterbewertet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Aktie wieder anspringt. Vonovia leidet unter den Zinsanhebungen und der hohen Inflation. Das hat zu starken Abschlägen geführt. Fundamental sieht es aber aktuell gut aus.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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