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Humphrey Hale, CEO, Managing Geologist, Carnavale Resources Ltd.

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Interview Carnavale Resources: Gute Karten für den langfristigen Erfolg


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Interview Theta Gold Mines: Dieses Team hat schon 20 Minen in Produktion gebracht


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Interview NewPeak Metals: Viele Chancen auf den großen Erfolg


22.02.2021 | 05:10

Deutsche Rohstoff, Glencore, Standard Lithium, Millennial Lithium: Die besten Rohstoff-Werte finden!

  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die Metallpreise gehen ordentlich durch die Decke! Seitdem klar ist, dass e-Mobilität und dezentrale Stromspeicherung zum Top-Investitionsthema der nächsten Jahre geworden sind, fliegen die Metalpreise. Nickel und Kupfer erreichten so mit 18.900 USD bzw. 8.440 USD neue 5 Jahreshochs. Getrieben von unerwarteter industrieller Nachfrage laufen auch die Minen auf höchster Taktung. Grund ist sicherlich die Fehleinschätzung des fundamentalen Konjunkturtrends der Marktteilnehmer, denn von Abkühlung ist in den technologiegetriebenen Produktionsunternehmen trotz Pandemie keine Spur. Wir blicken hier auf einige Gewinner dieses Trends.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: André Will-Laudien

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Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
"[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Deutsche Rohstoff – Ein Potpourri an Chancen

Dr. Thomas Gutschlag weiß, von was er spricht. Seit Jahren ist ihm klar, dass die Welt in ein Knappheitsproblem bei gewissen Rohstoffen geraten wird. Deswegen hat sich die Deutsche Rohstoff AG mit Sitz in Mannheim schon frühzeitig auf die Suche nach Chancen im Rohstoffmarkt begeben. Der erste Megaerfolg gelang, als man im Niedergang der US-Schieferöl-Baisse 2008-2009 die ersten Liegenschaften erwarb. Damals sackte der Ölpreis bis auf unter 35 USD ab. Die Gruppe besitzt heute Projekte in Colorado, North Dakota und Utah. Deutsche Rohstoff hat die erworbenen Projekte seit jener Zeit konsequent weiterentwickelt, seit 2016 ist man ein etablierter Öl- und Gasproduzent mit geförderten 8,5 Mio. BOE (Fördereinheiten auf Barrels umgerechnet). Gut diversifiziert ist die Deutsche Rohstoff auch mit seinen Wolfram-Liegenschaften Almonty in Südkorea, hier besitzt man einen 12%-Anteil.

Die Fähigkeit von Deutsche Rohstoff, eine gewisse Zeit niedrigerer Rohstoffpreise zu überstehen wurde auch in 2020 wieder deutlich unter Beweis gestellt. Im April 2020 war WTI-Öl an den Optionsmärkten kurzzeitig unter die Null-Linie gefallen, die hohen Lagerkosten hatten den Lieferkontrakt ins Minus getrieben, niemand wollte das Öl abnehmen. Der Preis erholte sich im Jahresverlauf zwar und stieg wieder über die wichtige 50 USD-Marke im WTI, die alten Höhen von vor der Coronakrise wurden jedoch nicht mehr erreicht. Verbunden mit der gestiegenen Volatilität des Ölpreises, bedeutet dies für Deutsche Rohstoff, dass die noch unbebohrten Knight- und Wyoming-Assets des Unternehmens einen erheblichen Optionswert haben. Anfang Februar 2021 hat die Beteiligung Cub Creek Energy nun mit Bohrungen am Knight-Bohrplatz begonnen. Vorgesehen sind bis zu 12 Horizontalbohrungen mit 2,25 Meilen horizontaler Länge, voraussichtlich werden diese Plätze im vierten Quartal 2021 mit der Produktion beginnen.

Aktuell wurde die Öl- und Gasproduktion in den Liegenschaften wieder deutlich hochgefahren. Denn bei den aktuellen Ölpreisen jenseits der 55 USD-Marke kann die Gesellschaft profitabel arbeiten und positive Cashflows erzielen, wie Dr. Gutschlag betont. Die Deutsche Rohstoff AG wird in diesem Jahr weitere Produktionen anschließen können und aller Voraussicht nach mit 6.000 Barrel Öläquivalent pro Tag deutlich mehr produzieren als im letzten Jahr. Durch das Hedging konnte Deutsche Rohstoff das Jahr 2020 gut überbrücken, das könnte auch in 2021 noch ergänzende Sicherheit bescheren.

Deutsche Rohstoff diversifiziert sein Rohstoffportfolio weiter. Die Ausverkaufspreise im April 2020 nutzte man zum Aufbau von Ölaktien und -anleihen sowie einige Goldwerte im Umfang von 25 Mio. USD, teilweise wurden die Gewinne zum Jahresende 2020 wieder glattgestellt. Bei Almonty gibt es auch schon einen Abnehmer für die Wolframkonzentrate, die in der Mine ab 2022 produziert werden sollen, es ist die österreichische Plansee-Gruppe. Die liquiden Mittel beliefen sich per Ende September 2020 auf 39,4 Mio. EUR. Der Deutsche Rohstoff-Kurs sprang letzte Woche schon über die 12 EUR-Marke, da ist u.E. noch viel mehr drin!

Glencore – Der langjährige Chef geht, das Geschäft boomt

Bei Glencore ging es die vergangene Woche ordentlich nach oben. Getrieben von den höheren Rohstoffpreisen explodierte die Aktie um ganze 13% von 3,05 auf 3,45 EUR. Grund waren auch die guten Zahlen für 2020, der Nettogewinn vor Sonderposten betrug 2,5 Mrd. USD, was immerhin einem Plus von 2% gegenüber 2019 entspricht. Der freie Cashflow war angesichts des expansiven Umfelds mit 4,3 Mrd. USD extrem stark, das ist ein Plus von 65% gegenüber dem Vorjahr. Dies lässt eine gute Ausschüttung von 0,12 USD zu. Das Geschäftsmodell, die Strategie und der Anlagenmix in den Glencore-Aktivitäten sorgen für nachhaltig wachsende Renditen.

Ivan Glasenberg, der langjährige Chef des Rohstoffkonzerns Glencore, präsentierte zum letzten Mal die Unternehmenszahlen 2020. Er hinterlässt seinem Nachfolger Gary Nagle die Rückkehr zu einer höheren Gewinnausschüttung. Glasenberg, der seit 2002 dem Unternehmen vorsteht, hielt am Dienstag seine letzte Bilanzpressekonferenz für Glencore ab, er ist mit rund 9% der größte Einzelaktionär und wird dem Unternehmen weiterhin treu zur Seite stehen. Auch wird er mittelfristig an seinem Aktienpaket festhalten, einen Sitz im Verwaltungsrat strebt er jedoch nicht mehr an. Die Wachablösung soll in der ersten Jahreshälfte erfolgen. Gute Zeiten für Glencore, weiter zukaufen!

Standard Lithium – Große Kapitalerhöhung geglückt

Standard Lithium Ltd. ist ein innovatives Technologie- und Lithiumunternehmen. Das Vorzeigeprojekt des Unternehmens befindet sich im südlichen Arkansas, wo es sich mit der Erprobung und dem Nachweis der kommerziellen Rentabilität der Lithiumextraktion aus über 600.000 Hektar genehmigter Solebetriebe beschäftigt. Das Unternehmen hat seine erste Demonstrationsanlage zur direkten Lithiumextraktion im industriellen Maßstab in der Lanxess-Anlage South Plant im Süden von Arkansas in Betrieb genommen. Die Demonstrationsanlage nutzt die firmeneigene LiSTR-Technologie zur selektiven Extraktion von Lithium aus der Lanxess-Sole. Die Demonstrationsanlage wird für Proof-of-Concept- und kommerzielle Machbarkeitsstudien eingesetzt.

Standard Lithium Ltd. hat nun eine große Kapitalerhöhung abgeschlossen. Insgesamt wurden 15.697.500 Stammaktien des Unternehmens zu einem Preis von 2,20 USD pro Aktie emittiert und damit ein Bruttoerlös von 34,6 Mio. USD erzielt. Der Erlös aus der Emission wird zur Finanzierung der laufenden Arbeitsprogramme zur Weiterentwicklung des Lanxess-Projekts verwendet, einschließlich der Fortsetzung der laufenden Test- und Optimierungsarbeiten in der SiFT-Lithiumkarbonat-Kristallisations-Pilotanlage und der LiSTR-Demonstrationsanlage zur direkten Lithiumextraktion. Die Standard Lithium-Aktie erreichte in 2021 ihr Hoch bei 3,05 EUR. Mit dem Kapitalerhöhungsbeschluss ging es auf 2,46 EUR zurück. Vorerst ist das kein Beinbruch.

Millennial Lithium – Auch hier wurde eingesammelt

Auch Millennial Lithium besorgt sich frisches Geld. Die angekündigte Bought-Deal-Finanzierung von 8.625.000 Einheiten zu einem Preis von 4,00 USD pro Einheit wurde erfolgreich abgeschlossen, damit erzielt man einen Bruttoerlös von insgesamt 34,5 Mio. USD.

Farhad Abasov, Präsident und Chief Executive Officer von Millennial, kommentierte: "Wir freuen uns über die verstärkte institutionelle Unterstützung nach dieser Finanzierungsrunde. Der Abschluss der Emission hat unsere Bilanz gestärkt, und mit einer soliden Cash-Position von etwa 50 Mio. USD kann Millennial einige seiner technischen Programme, einschließlich der laufenden Pilotbetriebe, beschleunigen. Das Unternehmen ist weiterhin in einer starken Position, um strategische Partnerschaften und Abnahmeverhandlungen mit verschiedenen Parteien fortzusetzen."

Die Verarbeitungsanlage des Pastos Grandes Projekts soll in 2022 Jahren an den Start gehen. Bei der aktuellen Lithiumpreis-Entwicklung gibt es jetzt vermutlich sogar ein Wettrennen um die besten Abnahmeverträge. Millennial ist einer der Schnellsten am Start – die Story bleibt weiterhin spannend, immerhin hat die Aktie von ihrem Hoch bei 3,84 EUR schon über 30% konsolidiert.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens

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