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07.01.2026 | 04:30

Experten tippen auf einen Silber-Boom bis 250 USD! Gehören Rheinmetall, Silver Viper und Aixtron jetzt ins Depot?

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Bildquelle: pixabay.com

Der Anstieg des Silberpreises von über 160 % in nur 12 Monaten ist schon phänomenal. Das Aufwärts-Szenario scheint aber unausweichlich: Denn Berichte zu Schieflagen in der physischen Belieferung von Termingeschäften seitens Institutioneller führen zu jedem Fälligkeitstermin zu erneuten Preisanstiegen. Seitdem das Edelmetall bei ca. 38 USD ein starkes Kaufsignal generieren konnte, strebt der Kurs nach oben. Im gestrigen Handel wurde sogar schon die 80-USD-Marke überschritten. Angeblich fehlen zum März-Settlement über 700 Mio. Unzen Silber, was 90 % einer gesamten Jahresproduktion entspricht. Neben dem sehr interessanten Silber-Explorer Silver Viper befassen wir uns auch mit Rheinmetall und Aixtron, zwei Hightech-Abnehmer des kritischen Metalls. Wenn die Belieferung ausfällt, stehen die Bänder wohl für einige Zeit still! Hier ein paar Einblicke.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SILVER VIPER MINER. CORP. | CA8283344098 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Die Abhängigkeit von strategischen Metallen ist gegeben

    Die Rheinmetall AG stand in den letzten 3 Jahren so ziemlich auf jeder Einkaufsliste europäischer Fondsmanager und Privatinvestoren. Während der großen Aufwertung zwischen 2022 und 2025 konnte sich der Titel verzwanzigfachen von etwa 95 EUR auf 2.005 EUR in der Spitze. Seit Erreichen des historischen Levels Ende September riss der Kaufstrom jedoch ab. Seit dieser Zeit oszilliert die Aktie zwischen 1.500 und 1.900 EUR und wird nur gelegentlich durch Meldungen zum „Friedensprozess“ in der Ukraine hin- und hergeworfen.

    Wie abhängig ist der Rüstungskonzern von Silber? Als großer Rüstungskonzern ist man zwar stark von verschiedenen strategischen Metallen abhängig, doch Silber selbst spielt eher eine untergeordnete Rolle in der Lieferkette. In modernen Waffensystemen – speziell in der Elektronik- und Sensorik-Sparte „Electronic Solutions“ – wird Silber wegen seiner hervorragenden elektrischen und thermischen Leitfähigkeit eingesetzt, etwa für Kontakte, Leiterbahnen und Wärmeableitung, was den Bedarf an dem Edelmetall für bestimmte Bauteile begründet, ohne dass genaue Mengen öffentlich sind. Strategisch wichtiger für Rheinmetall sind jedoch Seltene Erden und High-Tech-Rohstoffe, deren Versorgung zu einem Großteil aus China kommt und die für Präzisionslenkwaffen, Sensorik, Kommunikationstechnik und Elektronik unverzichtbar sind.

    Ist nun Rheinmetall ein Investment wert? Auf der Experten-Plattform LSEG herrscht Einigkeit über den Wachstumspfad der Düsseldorfer, die auf 2026er Basis nun ein KGV von 41 verkörpern. Viel wichtiger erscheint aber das erwartete Umsatzwachstum auf rund 36 Mrd. EUR in 2029. Eine glatte Vervierfachung in 5 Jahren. Damit scheint die Marktkapitalisierung von 73,5 Mrd. EUR auch nicht mehr so hoch. Erstaunlich nur, dass Anleger das Wachstum der nächsten 5 Jahre bereits heute im Kurs abbilden. Dafür gibt es eigentlich keinen Grund und es birgt Risiken für eine operative Enttäuschung, die dem Kurs sicherlich hohe Verluste bescheren könnte. Ein Einsammeln im Korridor 1.200 bis 1.500 EUR erscheint uns eher sinnvoll und offeriert laut Analysten bis zu 50 % Aufwertungspotenzial. Eine solche Kaufgelegenheit gab es zuletzt im November. Für einen moderaten Einstieg braucht es viel Geduld, denn die Aktie liegt äußerst stramm im Markt.

    Silver Viper – Auf starker Expansionstour in Mexiko

    Silver Viper entwickelte sich mit über 400 % in 12 Monaten noch wesentlich stärker als der Rohstoff selbst und ließ auch Rheinmetall blass aussehen. Das kanadische Explorationsunternehmen, hat seine Aktivitäten klar auf Gold- und Silberprojekte in Mexiko ausgerichtet und dort vor allem auf die Liegenschaften La Virginia und Coneto. Durch die jüngste Kapitalerhöhung in Höhe von rund 17 Mio. CAD konnte sich die Gesellschaft eine solide Finanzbasis sichern und das Interesse institutioneller Investoren auf sich lenken. Die frischen Mittel reichen aus, um die Oberflächenarbeiten auf La Virginia fortzuführen und letztlich eine umfangreiche Bohrkampagne vorzubereiten. Die bereits vorhandene Ressourcenschätzung lässt sich nach Ansicht des Managements weiter ausbauen. Die regionale Lage spricht historische Bände. Parallel arbeitet Silver Viper daran, die vollständige Kontrolle über das Coneto-Projekt zu übernehmen, das sich in einer der bedeutendsten Silberregionen des Landes befindet. Ein strategischer Pluspunkt sind die Beteiligungen von Fresnillo und Orex, welche sowohl die industrielle Glaubwürdigkeit als auch regionales Know-how in die Weiterentwicklung der Projekte einbringen. Zusätzlich stärkt die Kapitalstruktur mit Optionsscheinen die finanzielle Flexibilität, da bei steigenden Kursen weiteres Kapital zufließen kann.

    Neu hinzugekommen ist ein weiterer Governance-Impuls: Mit Jeff Couch wurde ein erfahrener Kapitalmarkt- und Rohstoffspezialist in den Vorstand berufen. Couch bringt tiefgehende Erfahrung aus internationalen Bergbau- und Private-Equity-Strukturen mit und hat über viele Jahre leitende Funktionen im Investmentbanking innegehabt. Seine Berufung soll die nächste Wachstumsphase unterstützen und die Kapitalmarktausrichtung weiter professionalisieren. Silver Viper positioniert sich damit als wachstumsorientierter Explorer mit klarer Strategie in einem hochattraktiven Silberzone. Mit 2,56 CAD erreichte der Kurs im Dezember ungeahnte Höhen, aktuell konsolidiert der Wert bei etwa 1,87 CAD und schafft damit neue Einstiegslevels. Der mittelfristige Ausblick für die dynamischen Kanadier herausragend! Akkumulieren sie geschickt im Korridor 1,70 bis 2,00 CAD.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit dem Chairman Adam Cegielski von Silver Viper zur weiteren Explorationsstrategie in Mexico.

    https://youtu.be/PGZQrHs3RW4

    Aixtron – Zurück auf dem Wachstumspfad

    Mit dem jüngsten Ausbruch über 20 EUR überraschte der Aixtron-Kurs die meisten Marktteilnehmer und lässt die niedrigen Schätzungen der Analysten erstmal verblassen. Grund für die Fantasie besteht in der Überzeugung, dass für das Unternehmen gute KI-Wachstumsperspektiven bestehen. Denn mit 800-V-Architekturen, hochmodernen MOCVD-Analgen und den Produkten GaN- und Opto-Elektronik treffen die Herzogenrather den Bedarf einer neuen Generation von Großrechner-Infrastrukturen. Denn es handelt sich um Materialien, welche für energieeffiziente Halbleiter und Datenkommunikationslaser benötigt werden.

    Bank of America sticht mit seinem Kursziel von 25,10 EUR heraus. Das Investmenthaus hatten die Aktie im Dezember auf „Buy“ hochgestuft und ein deutlich höheres Kursziel als den LSEG-Marktkonsens bei ca. 18,50 EUR ausgerufen. Barclays und Berenberg bleiben mit 20 bzw. 21 EUR hier noch etwas zurück, haben aber ebenfalls positive Kommentare geliefert. Gestern legte der beliebte deutsche Tech-Titel um 5 % auf 21,25 EUR zu. Charttechnisch könnte der Kurs jetzt sehr schnell in die Zone 23 bis 25 EUR vorstoßen. Das Top aus dem Jahr 2023 rangiert bei ca. 38 EUR. Na dann!

    Mit einem klaren Vervierfacher seit Mitte 2025 führt Silver Viper den 12-Monats-Renditevergleich an. Rheinmetall hat in Q4 eine 30 % Korrektur erlebt, strebt aber jetzt wieder nach oben. Auch Aixtron konnte im Dezember seine Konsolidierung abschließen, hier ging es in den letzten Tagen zur Sache. Quelle: LSEG vom 06.01.2026

    Die Börse zeigt sich gnadenlos und lässt keine Schwäche zu. Schlimmer noch der Silbermarkt. Er illustriert plastisch eine massive Short-Verwerfung, die in einen epischen Squeeze münden könnte. Dynamische Anleger sollten breit über Defense-, Security- und Rohstoffsegmente streuen, dabei aber strikt disziplinierte Stop-Loss-Grenzen einhalten. Silver Viper hält eine starke Position in Mexiko und hat großes mittelfristiges Potenzial.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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