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22.05.2026 | 05:30

Fahrplan zur Produktion steht: Wer bei Lahontan Gold jetzt nicht hinschaut, könnte es bereuen

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Bildquelle: pixabay.com

Das kanadische Unternehmen Lahontan Gold arbeitet sich in Nevada Stück für Stück vom Explorer zum Minenbauer. Die Finanzierung steht, die Bohrer laufen, und der Fahrplan ist klar. Wer jetzt genau hinschaut, erkennt ein Muster aus kontrollierten Schritten und realen Fortschritten. Das ist keine Wette auf eine geologische Sternstunde, sondern die Umsetzung eines handfesten Plans. Die nächsten Monate könnten zeigen, dass man aus einem historischen Abbaugebiet einen neuen Goldproduzenten machen kann.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Der finanzielle Startschuss

    Im April 2026 schloss Lahontan Gold eine Finanzierungsrunde über 13,6 Mio. CAD ab. Das war die letzte Tranche einer Platzierung, die das Unternehmen nach eigener Aussage vollständig bis ins Jahr 2027 finanziert. Genau jenes Jahr, in dem die Goldproduktion anlaufen soll.

    Die Struktur der letzten Finanzierung ist vorteilhaft. Die neuen Einheiten bestehen aus einer Aktie und einem halben Warrant mit Ausübungspreis von 0,60 CAD. Gleichzeitig trieb das Management die Ausübung älterer Warrants voran, was zusätzliches Geld in die Kasse spült. Für ein Entwicklungsprojekt in dieser Phase bedeutet das eines: das Team kann sich auf die Arbeit konzentrieren, statt ständig neue Runden zu organisieren.

    Bohrerfolge an mehreren Fronten

    Die zweite Phase des Bohrprogramms 2025 lieferte durchweg positive Nachrichten. Im York Bereich erweiterte eine Bohrung die bekannte Goldzone um mehr als 100 m nach Norden. Auf über 114 m zeigte sich mineralisiertes Material, darunter ein besonders hochgradiger Abschnitt.

    Im Slab Bereich trafen mehrere Bohrungen auf flache oxidische Goldzonen. Eine vertikale Bohrung durchteufte auf fast 30 m Gehalte unterhalb der bisherigen Grubenplanung. Das eröffnet die Möglichkeit, die Grube in einer aktualisierten Ressourcenschätzung tiefer zu ziehen. Eine weitere Bohrung lieferte auf fast 70 m durchgehend Gehalte.

    Das Satellitenprojekt West Santa Fe brachte starke Ergebnisse. Die erste Bohrung zeigte auf fast 55 m einen Gehalt von 1 g/t Goldäquivalent. Ein späteres Loch durchteufte über 41,2 m fast 2 g/t, mit einem Kern von über 9,1 m, der 4,14 g/t erreichte. Die Nähe zur Hauptmine ist entscheidend. Nur 13 km trennen die Lagerstätte von der bestehenden Infrastruktur. Jede dort gefundene Unze lässt sich ohne großen Zusatzaufwand transportieren.

    Die alten Halden als Bonus

    Ein ungewöhnliches, aber umso interessanteres Element sind die vier historischen Haufenlaugungshalden. Zwischen 1988 und 1994 produzierte die Santa Fe Mine rund 359.000 Unzen Gold und 700.000 Unzen Silber. Was damals als Abraum auf den Halden landete, könnte heute wirtschaftlich sein. Schätzungen zufolge liegen dort noch etwa 200.000 Unzen Gold.

    Im April 2026 begann eine spezielle Schallbohrung auf den Halden. 96 Löcher werden gebohrt, um das verbliebene Potenzial genau zu beziffern. Das Material ist bereits zerkleinert. Es muss nicht neu gebrochen werden, nur von einer Halde zur nächsten bewegt. Sollten sich die Schätzungen bestätigen, wäre das ein erheblicher zusätzlicher Cashflow nahezu ohne Investitionskosten.

    Ressourcenupdate und Wirtschaftlichkeit

    Die aktuelle Mineralressourcenschätzung stammt aus einer früheren Phase. Sie basiert noch auf alten Grubenmodellen und geringeren Goldpreisen. In den kommenden Wochen soll ein Update veröffentlicht werden. Die Modellierungsarbeiten eines externen Beraters aus Reno sind weit fortgeschritten.

    Im September 2026 soll die aktualisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie folgen. Sie wird höhere Metallpreise, die neuen Bohrdaten und optimierte Grubenkonturen berücksichtigen. Die bisherige Studie war nur ein Ausgangspunkt. Das Management spricht selbst davon, dass die PEA eine Benchmark war, von der aus das Unternehmen weiterwachsen kann.

    Der Weg durch die Behörden

    Nevada ist bekannt für klare und berechenbare Genehmigungsverfahren. Lahontan hat diesen Vorteil strategisch genutzt. Vor dreieinhalb Jahren, als die Märkte schwierig waren, traf das Management eine ungewöhnliche Entscheidung. Statt in großflächige Bohrungen zu investieren, konzentrierte man sich auf die Genehmigungen.

    Diese Geduld zahlt sich jetzt aus. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen die Zulassung für einen erweiterten Explorationsbetriebsplan. Das gesamte Gebiet ist nun für Bohrungen freigegeben. Die Minengenehmigung selbst wird für das erste Halbjahr 2027 erwartet.

    Bau und erste Produktion

    Mit der Genehmigung beginnt die Bauphase. Das Management setzt auf Vertragsbergleute, in Nevada das Standardmodell zur Risikominimierung. Der Bau der Mine wird mit 4-6 Monaten angegeben. Die Infrastruktur ist weitgehend vorhanden. Drei eigene Brunnen mit allen Wasserrechten gehören zum Projekt. Ein eigenes Umspannwerk sorgt für günstigen Strom. Was fehlt, sind die Aufbereitungsanlage und der Brecher. Aber beides ist Standardtechnik.

    Wenn alles nach Plan läuft, wird noch im Jahr 2027 das erste Gold gegossen. Das wäre ein schneller Übergang von der Exploration in die Produktion. Möglich wird das durch die historische Vorgeschichte des Projekts.

    Der klare Fahrplan

    Die anstehenden Katalysatoren sind definiert. In den kommenden Wochen wird die aktualisierte Ressource bekanntgegeben. Im September folgt die neue PEA. Im ersten Halbjahr 2027 wird die Minengenehmigung erwartet. Gegen Ende 2027 soll die Produktion beginnen. Dazwischen liegen weitere Bohrergebnisse, Fortschritte bei der Haldenbewertung und die ersten Vertragsabschlüsse für den Bau.

    Das Tempo ist ambitioniert, aber die Voraussetzungen sind besser als bei den meisten Explorerprojekten. Das Unternehmen hat einen etablierten Standort, ein Team mit Erfahrung, eine gesicherte Finanzierung und ein Projekt, das bereits früher Gold geliefert hat.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,375 CAD.

    Chart Lahontan Gold, Stand 20.05.2026, Quelle: Refinitiv

    Lahontan Gold befindet sich auf der Zielgeraden zur Produktion. Die Finanzierung bis zum Bau der Mine ist gesichert, die Bohrergebnisse sind stark, und jeder Schritt folgt einem klaren Plan. Für Anleger, die früh in einen zukünftigen Produzenten einsteigen wollen, bietet sich eine seltene Kombination aus geringem technischem Risiko und erheblichem Wertsteigerungspotenzial. Ein etablierter Standort in Nevada, ein erfahrenes Team und ein Projekt mit Vergangenheit, das sind die Zutaten für eine vielversprechende Entwicklung. Die Zeichen stehen gut.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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