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24.11.2025 | 03:15

Friedensplan Ukraine! Verluste bei Rheinmetall, Renk und Hensoldt, Oklo und Kobo Resources schon kaufenswert?

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Bildquelle: pixabay.com

Die Kapitalmärkte befinden sich in der politischen Zange. So haben die Milliarden-Ankündigungen zur Aufrüstung der NATO-Staaten zu Traum-Kurszuwächsen bei Rheinmetall & Co. geführt, teilweise mit Renditen von über 600 % per annum. Diese Zeiten scheinen mit fortschreitenden Veröffentlichungen zu möglichen Friedensoptionen wohl vorbei. Anleger reflektieren ad hoc die seit Monaten vorliegende Überbewertung und reagieren mit Gewinnmitnahmen. Gerade Rheinmetall hatte sein Hoch bei 2.005 EUR seit langem nicht mehr anlaufen können. Hier bahnen sich weitere Turbulenzen an. Bei Oklo und Kobo Resources hingegen scheinen die Korrekturbewegungen zu einem Ende zu kommen. Wir gehen im Folgenden noch etwas tiefer.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , OKLO INC | US02156V1098

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Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall, Renk und Hensoldt – Trumps Friedensplan als Verkaufs-Trigger

    Die Aktien der Rüstungsunternehmen Rheinmetall, Renk und Hensoldt sind jüngst stark gefallen, obwohl es kaum operative Gründe für diesen Einbruch gibt. Auslöser der Korrektur waren Medienberichte über mögliche Geheimpläne der USA und Russlands für ein Ende des Ukraine-Kriegs. Viele Anleger fürchten, ein schneller politischer Deal könne die europäischen Aufrüstungsprogramme abrupt abbremsen. Am Wochenende wird kolportiert, dass der US-Friedensplan im Kreml aufgesetzt und von der Trump-Administration ins Amerikanische übersetzt wurde, folgt man den Aussagen einiger Sprachwissenschaftler und Internet-Notizen. Damit würde klar werden, dass Putin mit Hilfe von US-Präsident Trump, die westlichen Staaten in eine „gewünschte Lösung“ überführen möchte. Widersprüchliche Äußerungen des US-Außenministers Rubio untermauern diese These.

    Analysten hingegen sind gespalten. Während einige fundamental orientierte Kommentare die jüngste Korrektur als Überfällig bezeichnen, sieht David Perry von J.P. Morgan die heftige Marktreaktion als klare Übertreibung nach unten an. Er macht klar, dass die vorgelegten Punkte für die Ukraine oder europäische Partner ohnehin nicht akzeptabel sind. Ergo würden die aktuellen Bemühungen die bereits geplanten Verteidigungsausgaben nicht beeinflussen. Gleichzeitig rechnet die Investmentbank im Basisszenario damit, dass der Krieg noch weit in das Jahr 2026 hinein andauern wird. Renk bekräftigte auf dem letzten Kapitalmarkttag seine Vision 2030 mit einem Umsatzziel von rund 3 Mrd. EUR. Laut der Plattform LSEG wird der Umsatz für 2025e bei 1,35 nach 1,14 Mrd. EUR erwartet. Das 2023er Szenario ist damit noch recht weit weg. Technisch hat die Renk-Aktie allerdings stark gelitten und wichtige Unterstützungen sowie den 200-Tage-Durchschnitt deutlich unterboten. Beim Branchen-Mitstreiter Hensoldt sieht es nicht recht viel besser aus. Nach einem Hoch bei 117,60 EUR im Oktober verliert der Titel bis Freitag knapp 40 % auf 71,60 EUR. Mit einer Marktkapitalisierung von 8,4 Mrd. EUR wird der Umsatz 2025e von 2,52 Mrd. EUR wenigstens nur noch 3,4-mal abgebildet. Dennoch ambitioniert! Die laufende Korrektur dürfte also in beiden Titeln noch etwas anhalten. Auch Rheinmetall hat nun erst gut 20 % verloren, hier gibt es technisches Korrektur-Potenzial bis 1.200 EUR. Spannend!

    Kobo Resources – Westafrikas Goldreserven auf dem Plan

    Westafrika rückt immer stärker in den Fokus internationaler Rohstoffinvestoren, wobei die Elfenbeinküste dank politischer Verlässlichkeit und gut ausgebauter Infrastruktur eine Schlüsselrolle einnimmt. In diesem Umfeld treibt Kobo Resources sein Kossou-Projekt im Birimian-Gürtel zügig voran, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Yamoussoukro entfernt. Die bisherigen Bohrkampagnen mit mehr als 24.000 Metern haben eine durchgehende Goldvererzung insbesondere in den Bereichen Road Cut und Jagger sichtbar gemacht. Auffällige Treffer, darunter Intervalle von 17 Metern mit 3,87 g/t Gold und 9 Metern mit 6,84 g/t Gold, unterstreichen die besondere Qualität der mineralisierten Zonen. Zusätzlich deuten Bohrungen bis in 240 Meter Tiefe darauf hin, dass sich die Struktur über mehrere Kilometer erstrecken könnte. Um die Datenbasis für eine erste Ressourcenschätzung zu schaffen, läuft aktuell ein weiteres Bohrprogramm mit 12.000 bis 15.000 Metern Umfang. Auf Kotobi hat das Unternehmen mittlerweile vier klar abgegrenzte Goldanomalien kartiert, die das Gebiet als äußerst aussichtsreich einstufen lassen. Besonders hervorzuheben ist eine 700 Meter lange Bodenanomalie bei Kotobi 1, in der Spitzenwerte von bis zu 1.420 ppb Gold gemessen wurden und erste Trenching-Arbeiten eine durchgängige Mineralisierung im Grundgebirge bestätigen.

    Aktuelle Bohrergebnisse auf Kossou lieferten zudem neue, solide Abschnitte, darunter 9 Meter mit 3,60 g/t Gold und 8 Meter mit 2,54 g/t Gold in der Jagger-Zone. Ebenso wurden im Road-Cut-Sektor weitere signifikante Treffer an einer bedeutenden Störungszone erzielt, was die räumliche Ausdehnung der Vererzung erneut bestätigt. Da bislang weniger als ein Viertel der Lizenzfläche systematisch erkundet wurde, bestehen weiterhin Spielräume für neue Entdeckungen.

    Eine im August abgeschlossene Finanzierung über 3,9 Mio. CAD sorgt dafür, dass sowohl die Arbeiten auf Kossou als auch metallurgische Studien und Explorationsschritte auf dem nahegelegenen Kotobi-Projekt fortgesetzt werden können. Angesichts der noch geringen Marktkapitalisierung von rund 25 Mio. CAD erscheint Kobo als potenziell attraktives Ziel für etablierte Produzenten. Vor Ort tummeln sich kapitalstarke Adressen wie Barrick, Perseus oder Endeavour. Nach einer überraschenden 50 % Korrektur ist die Kobo-Aktie (Kürzel: KRI) jetzt hochinteressant, auch Atrium Research votiert mit Kauf und Kursziel 0,60 CAD!

    Oklo – Kleinreaktoren im Fokus

    Schon oft hatten wir über Oklo Inc. berichtet. Wie erwartet hat die Aktie in den letzten 4 Wochen nun ordentlich korrigiert, denn Investoren hegen zunehmend Zweifel an der finanziellen Stemmbarkeit der vielen Vorhaben. Für die komplette Umsetzung von Nuklear-Projekten braucht es Fremdinvestoren, den Staat und öffentliche Förderprogramme, um die anstehenden Milliarden-Investitionen zu stemmen. Von diesen Zusagen hört man bislang zu wenig, Oklo selbst hat so gut wie kein Wachstumskapital auf der hohen Kante, um entsprechende Summen aufzubringen. Dennoch ist die Pipeline gut gefüllt. So steht z. B. die Erweiterung der Zusammenarbeit mit dem Idaho National Laboratory auf dem Plan, damit stärkt man die Verfügbarkeit von wichtigen Materialien und Brennstoffen. Die Auswahl für gleich drei DOE-Reaktor-Pilotprojekte in den USA signalisiert hohes politisches Vertrauen und beschleunigt die Realisierung der von Oklo entwickelten Aurora-Schnellreaktoren. Gleichzeitig adressiert das Unternehmen regelmäßig die öffentlichen Stellen, um in den Themen voranzukommen. Seit dem Allzeithoch im Oktober bei 195 USD hat sich der Kurs auf bis zu 80 USD ermäßigt. Anleger sind jetzt wieder hellhörig, wie es im Sektor weitergeht. Doch lassen sie Vorsicht walten: Für Umsätze oder Gewinne gibt es für Oklo auf der Plattform LSEG bis 2029 keinerlei Hinweise. Beobachten!

    Der Chart von Kobo Resources ist kein Grund in Jubel zu verfallen. In den letzten 2 Monaten hat sich der Kurs glatt halbiert. Aussagen des Managements deuten aber darauf hin, dass der große Verkäufer bald aus dem Markt verschwunden ist. Es lohnt sich daher, erste Käufe zu initialisieren. Quelle: LSEG vom 23.11.2025

    Die Börse ist in ein sehr unruhiges Fahrwasser geraten. Während Tech- und AI-Aktien ihr fragliches Aufgeld zur Realität allmählich abbauen, haben Gold- und Silbertitel nur einen Teil der potenziellen Höherbewertung abgearbeitet. Ein Kuriosum ist Kobo Resources. Denn obwohl die Bohr-Resultate immer besser werden, konsolidiert die Aktie weiter. Tut sich hier eine riesige Kaufgelegenheit auf?


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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