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05.01.2022 | 05:30

Gazprom, Almonty Industries, Standard Lithium – Investieren in Rohstoffe mit hoher Nachfrage

  • Gazprom
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  • Erdgas
  • Pipeline
  • Wolfram
  • Molybdän
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Bildquelle: pixabay.com

2021 war das Jahr der explodierenden Rohstoffpreise. Dabei spielten viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen natürlich die Corona Pandemie, die viele Unternehmen ihr Produktion zurückfahren ließ. Als sich die Wirtschaft schneller als gedacht erholte, waren die Märkte unterversorgt. Hinzu kamen Lieferkettenschwierigkeiten, Naturkatastrophen sowie Exportbeschränkungen. Hier zeigen sich teilweise die Abhängigkeiten von China. Aktuell wird zu wenig Magnesium produziert, weil das Reich der Mitte unter Stromengpässen leidet. Wir sehen uns heute drei Rohstoffproduzenten an, bei denen wir auch in 2022 von einem hohen Nachhfragen an Rohstoffen ausgehen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078 , ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Gazprom – hohe Preise helfen dem Unternehmen

    Nachdem die EU-Kommission sich entschieden hat, Gaskraftwerke als nachhaltig anzuerkennen, ist absehbar, dass es EU-Förderungen geben wird. Auch Deutschland setzt auf Gaskraftwerke um die Versorgungslücke durch die Erneuerbaren Energien zu schließen. Schon Mitte Dezember warnte RWE vor Betriebsunterbrechungen bei den Gaskraftwerken, weil schlicht und ergreifend Gas fehlt. Gazprom könnte da aushelfen, doch aufgrund der Nord Stream 2 Problematik zeichnet sich eher ein zähes Ringen ab.

    Das Unternehmen hat 2021 zwar 3,2% mehr Erdgas an ausländische Kunden geliefert, aber weniger als 2018 und 2019. Im Dezember schickten die US-Gas-Konzerne 30 Tanker nach Europa, da man dort den 7-fachen Preis erzielen kann. In den USA würde es zwischen 1,90 USD und 3,80 USD pro 26,4 Kubikmeter Erdgas geben, in Deutschland erhält man für die gleiche Menge 27,20 USD. Gazprom würde gerne seine Nord Stream 2 Pipeline in Betrieb nehmen, da man so die Transitkosten über die Ukraine sparen würde. Der Chef des Energiekonzerns Uniper Maubach sagte: „Nord Stream 2 ist wichtig. Jede zusätzliche Import-Möglichkeit hilft, die Lage auf dem Gasmarkt zu entspannen.

    Der Firmenlenker hofft, dass die Pipeline Mitte 2022 an den Start geht. Das hängt von der Netzagentur ab, die die Genehmigung erteilen muss. Wir haben in diesem Jahr einen milden Winter. Bei einem harten Winter würden die Preise vermutlich noch weiter klettern. Die hohen Preise und die steigende Nachfrage spielen Gazprom bei dem Genehmigungsprozess in die Karten. Die Aktie hat 2021 schon einen echten Höhenflug hingelegt und bietet bei Genehmigung der Pipeline weiteres Potential. Aktuell notiert die Aktie bei 8,31 EUR.

    Almonty Industries – Sandong Mine im Zeitplan

    2018 begann der Handelskrieg zwischen den USA und China und spätestens mit Ausbruch der Corona Pandemie hat die Welt verstanden, wie abhängig man in vielen Bereichen von China ist. Wie in der Einleitung bereits erwähnt gilt dies für Magnesium, aber auch Seltene Erden, Wolfram und einige andere Rohstoffe. Für die Wolfram-Abhängigkeit zeichnet sich eine Lösung durch Almonty Industries ab. Das Unternehmen ist dabei, der größte Produzent außerhalb Chinas zu werden. Damit hat das Unternehmen das Potential einen großen Anteil des weltweiten Bedarfs außerhalb von Chinas zu decken. Das gibt der researchanalyst.com in seiner Analyse an.

    Möglich wird dies durch die Sandong Mine in Südkorea, die schon 2022 in Produktion gehen soll. Das Unternehmen achtet bei der Erschließung auf die Einhaltung von ESG-Standards und arbeitet eng mit den Behörden und Anwohnern zusammen. Ende November wurde bekannt gegeben, dass die neue Straße und das Flussverlegungsprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Damit sind die Vorbereitungen zum Bau der Flotationsanlage abgeschlossen und die Arbeiten liegen gut im Zeitplan. Im Dezember unterzeichnete Almonty eine Absichtserklärung mit der Yeongwol Korea Fire Meister High School, um aussichtsreichen Talenten die Möglichkeit einer Ausbildung zu bieten. Außerdem wurden 25.000 USD gespendet, um eine katholische Kirche nach einem Brand wiederaufzubauen.

    Auf dem Projektgebiet befindet sich ebenfalls ein größeres Molybdän Vorkommen, dass in diesem Jahr näher erkundet werden soll. Neben der Mine in Korea besitzt das Unternehmen bereits produzierende Wolfram-Minen in Spanien und Portugal. Die Aktie die 2021 ihren Höchststand bei 1,30 Kanadischen Dollar (CAD) hatte, schloss das Jahr bei 0,89 CAD ab und konnte Mitte Dezember einen doppelten Boden bei 0,80 CAD ausbilden. Das Potential für Wolfram ist in den nächsten Jahren groß, vor allem, weil das Metall als kritischer Rohstoff eingestuft wurde.

    Standard Lithium – auf dem Weg zum Produzenten

    Die Nachfrage nach Lithium steigt und so klettert auch der Preis in immer neue Sphären. Das hat eine Spirale in Gang gesetzt. Durch den sprunghaften Anstieg des Lithium Bedarfs, aufgrund der Neuausrichtung der Automobilindustrie, kämpfen nun viel mehr Marktteilnehmer um Versorgungssicherheit. Hinzu kommt, dass die Autohersteller unter dem Chipmangel leiden und so etwas nach Möglichkeit in Zukunft bei Lithium vermieden werden soll. Ein Profiteur dieser Knappheit ist Standard Lithium, das zum großen Produzenten aufsteigen will.

    Möglich wird das durch eine große Finanzspritze der Koch Investments Group, die Aktien im Wert von 100 Mio. USD erwarb. Am 15. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass es sich die Unterstützung der Koch Engineered Solutions gesichert hat, zur technischen Vorplanung der ersten kommerziellen Produktionsanlage innerhalb der Lanxess-Anlage in Arkansas. Mit Lanxess arbeitet das Unternehmen schon länger als Partner zusammen. Pro Jahr sollen 30.000 Tonnen batteriefähiges Lithium hervorgebracht werden.

    Wenn man sich vor Augen hält, dass der Absatz von Lithium von 305.000 Tonnen 2020 bis 2030 auf 1,5-3 Mio. Tonnen ansteigen soll, erkennt man das Potential. Man sollte aber auch berücksichtigen, dass der Lihiumpreis durchaus auch kurzfristig zurückkommen kann, sobald mehr Angebot verfügbar ist. Die Aktie steckt noch immer in ihrer Dreiecksformation fest und notiert aktuell bei 12,27 CAD. Die Marktkapitalisierung beträgt momentan fast 2 Mrd. CAD, was recht hoch ist, solange nicht im großen Maßstab produziert wird. Anleger sollten momentan abwarten.


    Die Nachfrage bei allen drei Rohstoffen ist momentan höher als das Angebot. Gazprom könnte mehr Erdgas liefern, will aber die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 durchsetzen. Almonty wird in absehbarer Zeit zum größten Wolfram-Produzenten außerhalb Chinas. Sobald die Sandong Mine eröffnet ist sollte die Aktie anziehen. Standard Lithium ist in einem Hype-Markt. Gelingt der Sprung in die Produktion ist die Bewertung gerechtfertigt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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