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17.05.2021 | 04:21

Gazprom, K+S, Blackrock Silver: Achtung Turnaround – Nicht verpassen!

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  • Silber
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Bildquelle: pixabay.com

Das war eine turbulente letzte Börsenwoche. Der deutsche Leitindex war seit Montag unter Druck und erreichte am Donnerstagmorgen sein Tief bei rund 14.820 Punkten. Dann drehte er aber stark ein und vollzog den größten 24 Stunden-Aufschwung seit gut 3 Jahren hin. Ganze 4,4 Prozent legte der Index am Ende zu und landete bei 15.472 auf einem neuen Alltime-High. Verantwortlich waren insbesondere Autotitel, Siemens und Versicherer, die beide ex Dividende gehandelt wurden. Wir blicken auf weitere Turnaround-Kandidaten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA09261Q1072 , DE000KSAG888 , US3682872078

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Gazprom – Ausbruch nach oben trotz Hick-Hack um Nord Stream 2

    Der Rohstoff-Riese aus Russland hat wie immer mit politischen Themen zu kämpfen. Die Schlagzeilendichte bezüglich Gazprom und der Nordsee-Pipeline „Nord Stream 2“ nahm zuletzt aber deutlich ab. Ob das damit zusammenhängt, dass der Bau der EU-Pipeline nach der Klage des Naturschutzbundes kurzfristig gestoppt ist? Möglich ist das, denn immerhin hat die Klage eine aufschiebende Wirkung bis zu einem Gerichtsentscheid erzielt. Das kann freilich noch dauern, die Mühlen des Gesetzes mahlen bekanntlich langsam.

    In der deutschsprachigen Ausgabe von UKR-Inform ist zu lesen, dass der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen die Sorgen der Ukraine teilt. Seiner Ansicht nach dürfen die Bedürfnisse der Ukraine bei Nord Stream 2 nicht von dem Projekt getrennt betrachtet werden. Die Ukraine möchte für den Transit des russischen Gases in die EU umfangreich entschädigt werden. Das klingt alles nach politischem Stillstand und Berücksichtigung vieler Einzelinteressen. Nach einer kurzen Kritikphase, hat die EU-Spitzenpolitik aber verkündet, dass man solidarisch mit Deutschland für den Bau der EU-Pipeline eintrete. Weder die Ukraine noch der Fall Nawalny und vor allem nicht die US-Sanktionen haben daran bis jetzt etwas geändert.

    Die Zahlen von Gazprom lesen sich indes wirklich gut. So ist es Gazprom gelungen, den Gas-Export in Länder außerhalb der ehemaligen Sowjetunion in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres um 28% zu steigern. Damit dürfte im laufenden Jahr die Scharte aus den Vorjahren ausgewetzt werden. Gazprom kann die Verzögerungen um Nord Stream 2 getrost aussitzen, denn die Gasreserven in der Nordsee schwinden. Schon deswegen wird der Importanteil von Erdgas aus Norwegen und Großbritannien in den kommenden Jahren eher sinken, der von Russland folglich eher steigen – andere Alternativen wären das Fracking-Gas aus den USA oder Lieferungen aus Katar oder dem Iran, aber das will wohl niemand.

    Gazprom bleibt aus politischen Gründen ein heißes Eisen. Allerdings hat die Aktie bei einem Kurs von 5,53 EUR ein KGV von 5 und eine Dividende von über 8%. Damit bleibt Gazprom einer der günstigsten Rohstoffwerte, egal wie lange sich Nord Stream 2 noch hinauszögert.

    Kali & Salz (K+S) – Wenn da die Schulden nicht wären

    Der Dünger- und Salzkonzern Kali und Salz (K+S) blickt dank eines florierenden Geschäfts mit Auftausalz und der Erholung der globalen Agrarmärkte positiver in die Zukunft. Unternehmens-Chef Lohr rechnet 2021 nun mit einem Anstieg des EBITDA auf 500 bis 600 Mio. EUR. Im Ausblick enthalten ist weiterhin ein für den Sommer erwarteter Einmalertrag von 200 Mio. EUR aus der Gründung des Joint-Ventures REKS, in dem die Kasseler ihr Entsorgungsgeschäft mit dem der Remondis-Tochter Remex bündeln. Die EU-Kartellwächter müssen dem Deal allerdings noch zustimmen.

    Bislang hatte das Management für das laufende Jahr ein EBITDA von 440 bis 540 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Selbst ohne den REKS-Effekt traut sich K+S für 2021 somit eine ordentliche Steigerung des operativen Gewinns zu. Im schwierigen Pandemiejahr 2020 waren es gerade mal 267 Mio. EUR. Das Gewinnwachstum bremsen weiterhin gestiegene Fracht- und Energiekosten. Und auch die Kosten im Zusammenhang mit Umweltauflagen in Deutschland bleiben hoch. Mit einem Rückgang rechnet das K+S-Management erst ab kommendem Jahr.

    Im ersten Quartal erzielten die Nordhessen dank des winterlichen Wetters und der Erholung der Landwirtschaft einen Umsatzanstieg von 13% auf 733 Mio. EUR. Das EBITDA kletterte um mehr als ein Viertel auf 126 Mio. EUR. Wegen der aufgehellten Perspektiven passte K+S die Bewertung von Anlagen in der Bilanz an. Daraus ergibt sich den Angaben zufolge im ersten Quartal eine Werterhöhung um 180 Mio. EUR. Diese kommt der Bilanz des Konzerns zugute, denn im Vorjahr musste K+S in Reaktion auf die sehr schwierigen Agrarmärkte markante 1,9 Mrd. EUR wertberichtigen. Das war zwar weniger als zunächst angekündigt, hatte das Eigenkapital aber wegen bereits hoher Schulden deutlich nach unten gedrückt.

    Mittlerweile kam aber auch reichlich Geld in die Kasse. So schloss K+S den Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts Ende April ab. Unter Berücksichtigung von Schulden und Barmitteln betrug der Verkaufspreis umgerechnet rund 2,6 Mrd. EUR und damit etwas mehr als vorher avisiert. Das Geld soll nun vollständig in die schrittweise Reduzierung der Schulden fließen. Die K+S-Aktie hatte letzte Woche kurz über die 10 EUR-Marke gelugt, nun muss der nachhaltige Ausbruch auch gelingen.

    Blackrock Gold – Da fehlt nicht mehr viel zur Rallye

    Bei der Blackrock Silver Aktie gab es eine langandauernde Konsolidierung, die nun oberhalb der 0,80 CAD-Marke abgeschlossen scheint. Denn parallel zur Erholung der Edelmetallmärkte im Mai, konnte auch von guten Bohrergebnisse berichtet werden. Blackrock verfügt über exzellente Liegenschaften in Tonopah West, die sich entlang des etablierten Rifts von Northern Nevada im nördlichen Zentralnevada und dem Walker-Lane-Trend im westlichen Nevada befinden.

    Die jüngsten Bohrungen entlang der östlichen Grenze des Projekts Tonopah West sind nun zu 65% abgeschlossen. Aktuelle Kernbohrungen konzentrieren sich weiterhin auf das Ziel Victor und die Abgrenzung der DPB-Ressourcen. Das DPB-Programm besteht aus etwa 30.000m Diamantkernbohrungen von 20 Bohrstandorten innerhalb eines großen, mehrstöckigen Ziels. Dieses breite, hochgradige Mehrachsensystem befindet sich in einem Gebiet von 1.500 mal 600m. Die bisherigen Bohrungen haben bereits vier neue Adern identifiziert, womit sich die Gesamtzahl aller Adern innerhalb des DPB auf sechs erhöht.

    Die Blackrock-Aktie kostet derzeit rund 0,82 CAD und befindet sich charttechnisch in einer Warteposition. Die größeren Edelmetall-Förderer sind bislang leicht angesprungen. Auch in der letzten Korrekturwoche konnten sich die positiven Trends bestätigen. Mit einem Schlusskurs von 27,40 USD steht auch Silber kurz vor einem massiven Ausbruchssignal.

    Wer sich bei Blackrock Silver positioniert, setzt auf ein aussichtsreiches Bohrprogramm und kann die technische Entwicklung beim Silberpreis ruhig abwarten, denn die Reaktion nach oben sollte schon bald eingeleitet werden.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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