Menü schließen




16.01.2026 | 05:00

Grünes Kapital 2.0: Wie RE Royalties die Lücke zwischen Hannon Armstrong und Altius schließt

  • Regenerative Energie
  • Royalties
  • Solarenergie
  • Dividende
Bildquelle: KI

Das Ende des billigen Geldes zwingt Entwickler von Wind- und Solarparks in eine neue Realität: Klassische Banken ziehen sich aus der Risikofinanzierung zurück, doch der Investitionsdruck für die Energiewende bleibt unvermindert hoch. In dieses Vakuum stoßen spezialisierte Royalty-Finanzierer. Während Giganten wie Hannon Armstrong und Altius Renewable Royalties den Markt bereits dominieren, bietet der noch unentdeckte Player RE Royalties Anlegern jetzt die Chance, am Anfang einer ähnlichen Wachstumskurve zu stehen. Die massive Lücke zwischen dem Kapitalbedarf der Entwickler und dem Angebot der Banken ist der perfekte Nährboden für dieses Geschäftsmodell.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Rückzug der Banken und Kapitallücke begünstigen Royalty-Modell

    Um das Potenzial von RE Royalties komplett zu erfassen, muss man zunächst das makroökonomische Umfeld analysieren, das laut aktuellen Berichten der Internationalen Energieagentur (IEA) und McKinsey eine drastische Ausweitung der Investitionen verlangt. Die Experten sind sich einig: Um die globalen Klimaziele bis 2050 zu erreichen, müssen sich die jährlichen Investitionen in saubere Energien verdreifachen. Doch genau in diesem Moment der größten Notwendigkeit versagt der traditionelle Bankensektor, da strengere Eigenkapitalvorschriften und Risikoaversion die Kreditvergabe an Projekte im Entwicklungsstadium massiv einschränken.

    Für Projektentwickler entsteht dadurch ein existenzielles Dilemma. Eigenkapital ist aufgrund gesunkener Bewertungen im Sektor extrem teuer geworden und führt zu einer schmerzhaften Verwässerung der Altaktionäre. Fremdkapital ist oft schlicht nicht verfügbar oder mit Covenants belastet, die die operative Flexibilität einschränken. In diesem strukturellen Engpass erweisen sich flexible Royalty-Finanzierungen als der entscheidende Problemlöser, da sie Liquidität bereitstellen, ohne Anteile zu verwässern oder starre Rückzahlungspläne zu diktieren. Das ist der ideale Nährboden, auf dem Unternehmen wie RE Royalties gedeihen können, da sie Kapital gegen eine prozentuale Beteiligung am Bruttoumsatz der Projekte tauschen indem sie auf das Royalty-Modell setzen.

    Altius und Apollo: Der Ritterschlag für das Geschäftsmodell

    Dass dieses Modell nicht mehr nur eine Nischenerscheinung ist, sondern im Zentrum professioneller Investoren angekommen ist, beweist der Blick auf Altius Renewable Royalties. Das Unternehmen hat durch seine strategische Partnerschaft mit dem Private-Equity-Riesen Apollo Global Management ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Gründung des Joint Ventures Great Bay Renewables demonstriert eindrucksvoll, dass das Royalty-Modell im Sektor der erneuerbaren Energien institutionell vollständig akzeptiert und validiert ist.

    Apollo, einer der bekanntesten Vermögensverwalter der Welt, investiert nicht in Experimente, sondern in kalkulierbare Erträge. Das Royalty-Modell bietet genau das: Einen direkten Zugriff auf die Einnahmen aus der Stromproduktion, bevor operative Kosten oder Schulden bedient werden müssen. Großinvestoren suchen händeringend nach diesen stabilen, inflationsgeschützten Cashflows, wie sie Altius durch Lizenzgebühren auf sauberen Strom generiert, da sie eine geringe Korrelation zu den volatilen Aktienmärkten aufweisen. Altius hat gezeigt, dass man mit diesem Ansatz viel Kapital mobilisieren kann. Für RE Royalties ist dieser Erfolg des „großen Bruders“ die beste Werbung, da er das Geschäftsmodell für den breiten Markt validiert.

    Hannon Armstrong: Der Beweis für die Skalierbarkeit

    Während Altius die Qualität des Modells beweist, zeigt Hannon Armstrong Sustainable Infrastructure in den USA, wie enorm skalierbar spezialisierte „Klima-Finanzierer“ sind. Hannon agiert zwar eher wie ein Hypotheken-REIT für grüne Energie, doch die zugrundeliegende Logik ist identisch: Man finanziert die Lücke, die Banken lassen. Laut aktuellen Daten von Investing.com konnte das Unternehmen im dritten Quartal 2025 ein Rekordergebnis beim Gewinn pro Aktie vermelden. Das beeindruckende Wachstum der verwalteten Assets von 15 % im Jahresvergleich beweist, dass der Markt für spezialisierte Energiefinanzierung tief genug ist, um Milliardenbeträge effizient zu allokieren.

    Hannon Armstrong wird an der Börse mit rund 4,2 Mrd. USD bewertet, weil das Unternehmen bewiesen hat, dass es als Kapitalgeber der Wahl für die größten Entwickler der USA fungieren kann. Die wiederkehrenden Einnahmen ermöglichen eine attraktive Dividendenpolitik und stetiges organisches Wachstum. Investoren honorieren diese Vorherrschaft mit einem Premium-Multiple, was Hannon Armstrong zur Blaupause für jeden aufstrebenden Finanzierer in diesem Sektor macht. Doch genau diese hohe Bewertung macht den Einstieg für neue Investoren teuer – und lenkt den Blick auf günstigere Alternativen.

    RE Royalties: Die Goldlöckchen-Zone für Investoren

    Genau in der lukrativen Lücke zwischen den Milliarden-Playern und den kapitalhungrigen Projektentwicklern positioniert sich RE Royalties. Das kanadische Unternehmen operiert in dem Bereich, der für Hannon Armstrong oft zu klein und granular ist, aber für klassische Banken zu komplex. Mit einem wachsenden Portfolio bietet das Unternehmen Anlegern die Chance, frühzeitig in ein Geschäftsmodell zu investieren, das die bewährte Skalierbarkeit von Hannon Armstrong mit den attraktiven Margen von Altius verbindet. Erst Anfang Januar vermeldete RE Royalties weitere Investitionen in Solarenergie in Kalifornien.

    Chart sendet Comeback-Signale - obendrauf gibts eine stattliche Dividende von rund 15%.

    RE Royalties kauft Royalties von kleinen bis mittelgroßen Entwicklern, die oft über exzellente Projekte verfügen, aber keinen guten Zugang zum Kapitalmarkt haben. Durch diese Strategie kann RE Royalties Konditionen aushandeln, die überdurchschnittliche Renditen versprechen. Das Portfolio ist dabei bereits erstaunlich robust diversifiziert und reicht von Solarprojekten in Nordamerika bis hin zu Windparks in Europa, was das Klumpenrisiko minimiert und einen stetigen Strom an Einnahmen aus verschiedenen Jurisdiktionen und Währungsräumen sichert. Anders als ein Projektentwickler trägt RE Royalties dabei nicht das Risiko von Kostenüberschreitungen beim Bau oder technischen Defekten im Betrieb – die Royalty fließt, sobald der Strom fließt. Das sind auch für Aktionäre von RE Royalties gute Voraussetzungen – dank der Quartalsdividende von 0,01 CAD bietet der Wert neben Kurspotenzial auch eine attraktive Ausschüttung.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 15.01.2026 | 06:00

    Unterbewertet im Umbruch plus Dividende? Die Analyse zu Mercedes-Benz, WashTec und Sixt

    • Mercedes-Benz
    • WashTec
    • Sixt
    • Elektromobilität
    • Elektroautos
    • Verbrenner
    • Waschanlagen
    • Waschstrasse
    • SaaS
    • Mietwagen
    • Mietfahrzeuge
    • Dividende
    • Dividendenrendite

    Der fundamentale Wandel der Mobilität erzeugt zwei gegensätzliche Realitäten: Während etablierte Hersteller unter massivem Innovationsdruck und schwindenden Margen stöhnen, entstehen in den Nischen des Wandels überraschende Gewinnchancen. Die strategischen Antworten auf diese Zerrissenheit könnten nicht unterschiedlicher ausfallen. Ein Premiumhersteller, ein Ausrüster für die Fahrzeugpflege und ein Mobilitätsdienstleister zeigen exemplarisch, wo die Zukunft des Fahrens auch für Anleger lukrativ werden kann. Daher lohnt ein genauer Blick auf die Wege von Mercedes-Benz, WashTec und Sixt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 15.01.2026 | 05:00

    Doppelte Rendite: Wie Char Technologies die Lücke zwischen ArcelorMittals Kohle-Hunger und Montauks Gas-Gewinnen schließt

    • Biokohle
    • erneuerbares Erdgas
    • Stahlindustrie
    • Regenerative Energie

    Wir erleben einen historischen Wendepunkt für die globale Schwerindustrie. Wir beobachten derzeit nicht nur eine technologische Evolution, sondern eine fundamentale Neubewertung industrieller Assets, getrieben durch zwei parallele Megatrends: Die Dekarbonisierung der Primärstahlproduktion und die monetäre Aufwertung von Abfallströmen zur Energiesicherheit. Während Stahlgiganten wie ArcelorMittal durch regulatorische Daumenschrauben gezwungen sind, ihre Hochöfen neu zu erfinden und Spezialisten wie Montauk Renewables beweisen, welche enormen Bewertungen im Markt für erneuerbares Erdgas (RNG) möglich sind, positioniert sich Char Technologies genau an der Schnittstelle dieser zwei Welten. Das kanadische Unternehmen liefert mit seiner proprietären Hochtemperatur-Pyrolyse die Antwort auf beide Fragen gleichzeitig: Es produziert Biokohle für die Stahlindustrie und RNG für das Energienetz – aus einer einzigen Abfallquelle.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 29.12.2025 | 06:00

    TUI zahlt wieder Dividende, RE Royalties Dividende über 10 %, die Allianz sichert die Stabilität – ein starkes Ertragsportfolio

    • TUI
    • RE Royalties
    • Allianz
    • Quartalszahlen
    • Touristik
    • Dividende
    • Dividendenrendite
    • Erneuerbare Energien
    • Windparks
    • Solarparks
    • Energiespeicher
    • Versicherung

    In turbulenten Märkten suchen kluge Anleger nach robusten Einkommensströmen, die verschiedenen Konjunkturphasen standhalten. Die Lösung liegt in einem dreigleisigen Ansatz, der zyklische Erholung, strukturelles Zukunftswachstum und defensive Stabilität klug vereint. Dieses Prinzip lässt sich konkret mit drei komplementären Positionen umsetzen: dem Tourismuscashflow von TUI, den regenerativen Royalties von RE Royalties und der verlässlichen Kapitalrückgabe der Allianz.

    Zum Kommentar