04.05.2026 | 06:30
Hochtief, Renk, Elmos & Co. heben die MKK auf ein neues Level
Der geopolitische Konflikt rund um den Iran bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die globalen Kapitalmärkte. Insbesondere die Lage an der Straße von Hormus, über die ein signifikanter Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird, steht zunehmend im Fokus. Einschränkungen im Schiffsverkehr sowie eine steigende militärische Präsenz belasten die Energieversorgung und führen zu spürbaren Preissteigerungen bei Öl und Gas. In der Folge nehmen Inflationsrisiken zu, während gleichzeitig die Planbarkeit für Unternehmen und Investoren sinkt.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Stefan Feulner
ISIN:
ELMOS SEMICOND. INH O.N. | DE0005677108 , HOCHTIEF AG | DE0006070006 , RENK AG O.N. | DE000RENK730
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Stefan Feulner
Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.
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Vor diesem anspruchsvollen makroökonomischen Hintergrund fand die 41. MKK – Münchner Kapitalmarktkonferenz der GBC AG statt. Über zwei Tage hinweg wurde München erneut zum Treffpunkt der deutschsprachigen Kapitalmarktszene. Über 50 Unternehmen präsentierten sich einem breiten Publikum aus rund 500 Investoren, Analysten und Finanzjournalisten und nutzten die Plattform für den direkten Austausch. Die anhaltend hohe Nachfrage nach 1on1-Gesprächen sowie gut besuchte Präsentationen unterstrichen die Relevanz des Formats, gerade in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit.
Größer, relevanter, hochkarätiger – die MKK wächst weiter
Die 41. Auflage der MKK bestätigte den strukturellen Wachstumskurs der Veranstaltung. Neben klassischen Small- und Midcap-Unternehmen nehmen zunehmend größere börsennotierte Gesellschaften teil. Mit Hochtief (ISIN: DE0006070006), Renk (ISIN: DE000RENK730) , Elmos Semiconductor (ISIN: DE0005677108) , Knorr-Bremse (ISIN: DE000KBX1006) oder der tonies SE (ISIN: LU2333563281) präsentierten sich mehrere etablierte Industrie- und Technologiekonzerne, die das Format weiter aufwerteten.
Diese Entwicklung verdeutlicht die zunehmende Positionierung der MKK als Schnittstelle zwischen wachstumsstarken Mittelstandsunternehmen und etablierten MidCaps im Milliardenbereich. Der Bedarf an direkter Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ist in einem volatilen Umfeld besonders hoch. Entsprechend intensiv wurde die Möglichkeit zum persönlichen Austausch genutzt.
GBC-Chefanalyst Manuel Hölzle zog dementsprechend ein klares Fazit:
„Die 41. MKK in München war erneut ein voller Erfolg. Das Konzept, eine breite Bandbreite vom mittelständischen Unternehmen bis hin zum MidCap im Milliardenbereich sowie ausgewählte internationale Unternehmen zusammenzubringen, hat sich klar bestätigt. Die starke Resonanz und das hohe Investoreninteresse zeigen, dass dieses Format weiterhin sehr gut funktioniert und einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit der Unternehmen am Kapitalmarkt leistet."
Internationalisierung nimmt weiter zu – Rohstoffthemen gewinnen an Bedeutung
Ein wesentlicher Trend der diesjährigen Konferenz war die zunehmende Internationalisierung. Immer mehr Unternehmen aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus nutzen die MKK als Plattform, um sich Investoren zu präsentieren.
Auffällig war dabei insbesondere die steigende Präsenz von Unternehmen aus rohstoffnahen und energiebezogenen Sektoren. Bei Green X Metals (ISIN: AU0000198939) liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit auf dem Kupferprojekt Tannenberg in Deutschland, das sehr aussichtsreich für sedimentgebundene Kupferlagerstätten ist. Mit Power Metallic Mines (ISIN: CA73929R1055) präsentierte sich ein kanadisches Unternehmen, dass das NISK-Projekt in Québec zu einer polymetallischen Mine entwickeln will. Der Fokus von Military Metals Corp. (ISIN: CA5997841054) wiederum liegt auf der Exploration des kritischen Rohstoffs Antimon, der für militärische Anwendungen wie Munition, Sensorik und Hightech-Ausrüstung elementar ist, während Lahontan Gold (ISIN: CA50732M1014) die Potenziale ihrer Gold- und Silberprojekte in Nevada aufzeigte.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und potenzieller Versorgungsengpässe rückt die Sicherung kritischer Ressourcen zunehmend in den Fokus institutioneller Investoren. Themen wie Energieversorgung, Rohstoffverfügbarkeit und resiliente Lieferketten gewannen entsprechend an Bedeutung und spiegelten sich auch im Interesse der Konferenzteilnehmer wider.
Analysten-Fokus: Skalierbare Geschäftsmodelle und Turnaround-Chancen
Neben den makroökonomischen Trends standen konkrete Investmentstorys im Fokus, insbesondere aus dem Coverage-Universum der GBC-Analysten.
Die Verve Group SE (ISIN: SE0018538068) überzeugte die Finanzexperten mit einem skalierbaren AdTech-Geschäftsmodell, das vom strukturellen Wachstum im digitalen Werbemarkt profitiert. Mit zunehmender Daten-Monetarisierung und steigender Profitabilität sehen die Analysten ein Kursziel von 7,65 Euro.
Die UmweltBank AG (ISIN: DE0005570808) wiederum stellt eine klassische Turnaround-Story dar. Verbesserte Effizienzkennzahlen, eine sinkende Cost-Income-Ratio sowie struktureller Rückenwind durch nachhaltige Finanzierungen stützen das Kursziel von 9,00 Euro. NanoRepro (ISIN: DE0006577109) adressiert mit ihrem Fokus auf Point-of-Care-Diagnostik und Prävention einen wachsenden Gesundheitsmarkt.
Zusätzliche Potenziale ergeben sich durch margenstärkere Plattform- und Markenansätze. Das Kursziel liegt bei 4,50 Euro.
Mit der Finexity AG (ISIN: DE000A40ET88) rückt ein innovativer Player im Bereich der Tokenisierung von Assets in den Fokus. Die skalierbare Plattform bietet erhebliches Wachstumspotenzial, was sich im Kursziel von 72,00 Euro widerspiegelt, während die International School Augsburg AG (ISIN: DE000A2AA1Q5) durch ein planbares Geschäftsmodell mit stabilen Cashflows überzeugt. Der Ausbau des Schulcampus gilt als zentraler Wachstumstreiber. Die Analysten sehen hier ein Kursziel von 19,50 Euro.
MKK bleibt zentraler Treffpunkt der Kapitalmarktszene
Die 41. MKK hat erneut gezeigt, dass der direkte Austausch zwischen Unternehmen und Investoren auch in einem herausfordernden Marktumfeld von hoher Bedeutung bleibt. Die Kombination aus wachstumsstarken Small Caps, etablierten MidCaps sowie einer zunehmenden internationalen Beteiligung unterstreicht die strategische Weiterentwicklung des Formats.
Auch nach der 41. MKK Münchner Kapitalmarktkonferenz bietet die GBC AG im Laufe des Jahres mit weiteren Formaten die Möglichkeit, Kapitalmarktteilnehmer mit interessanten Mittelstandsunternehmen zu vernetzen. Bereits am 20. Mai findet gemeinsam mit der Apaton AG das erfolgreiche Onlineformat, das 19. IIF – International Investment Forum, statt. Der 5. Züricher Investorentag mit sechs vortragenden Unternehmen folgt am 29. September 2026. Mit rund 60 teilnehmenden Unternehmen soll in der bayerischen Landeshauptstadt schließlich am 11. und 12. November 2026 die 42. Auflage der MKK Münchner Kapitalmarktkonferenz erneut im The Charles Hotel veranstaltet werden.
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