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04.11.2025 | 07:10

Insiderwissen treibt die Kurse: Was hat CEO Lewis Black von Almonty als nächstes vor? Insiderkäufe bei TKMS und Aixtron lassen aufhorchen!

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Bildquelle: pixabay.com

Das Gipfeltreffen der Staatsoberhäupter der Vereinigten Staaten und Chinas endete jüngst mit einem vorläufigen Handelsabkommen, das zumindest für die kommenden zwölf Monate eine Phase relativer Stabilität verspricht. Doch die Vereinbarungen wirken eher symbolisch als substanziell - kaum konkrete Schritte, um die strukturellen Spannungen im Welthandel zu entschärfen. Fest steht: Die USA und Europa stehen unter Handlungsdruck. Ohne eine entschlossene Strategie zum Ausbau alternativer Produktionsstandorte und zur Rückverlagerung strategischer Lieferketten in westliche Gefilde droht langfristig ein geopolitischer und wirtschaftlicher Super-GAU.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , TKMS AG & CO KGAA | DE000TKMS001 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Almonty Industries – Wettbewerbsposition nochmals gestärkt

    Almonty Industries wird in naher Zukunft die Sangdong-Mine in Südkorea in Betrieb nehmen, welche gemessen am Produktionsvolumen die weltweit größte Anlage außerhalb Chinas darstellt. Auf einen genauen Produktionsstart wollte sich CEO Lewis Black jedoch zuletzt nicht festnageln lassen. Momentan durchlaufen alle Bereiche der Produktion einem Stresstest, so Black in einem kürzlich veröffentlichten Interview.
    Der Wolframmarkt wird dominiert von China, Russland und Nord-Korea. Die Sangdong-Mine gilt schon heute als das wichtigste westliche Wolframprojekt. Bei voller Produktionsauslastung soll sie über 80 % der westlichen Nicht-China-Produktion abdecken. Durch langfristige Abnahmeverträge und attraktive Preisuntergrenzen würde Almonty selbst in einem sehr unrealistischen Szenario, in dem China den Markt mit Wolfram flutete, einen Cashflow von mindestens 10 bis 12 Mio. CAD pro Jahr erwirtschaften, unterstrich der Unternehmenslenker. Zwei wichtige Punkte sprechen jedoch gegen das Gedankenspiel eines stark steigenden Angebots von Seiten der Volksrepublik: China sitzt derzeit anscheinend auf nicht so viel Material. Zweitens wird oft vergessen, dass auch Russland und Nordkorea größere Produzenten des kritischen Metalls sind und somit auch den Markt prägen.
    Mit Sangdong und der bereits bestehenden Produktion in Portugal ist Almonty im Prinzip der einzige westliche Player, der über umfangreiches Know-how beim Abbau und der Produktion von Wolfram verfügt. Noch entscheidender ist die Modernität der Anlagen und Prozesse – Almonty ist hier China um über 10 Jahre voraus. Aktuell befindet sich die Produktionsstätte in Portugal kurz vor dem Hochfahren auf eine neue Stufe, bei der Wolfram mit höheren Graden produziert werden soll. Dieser Effekt werde den Output um 40 % erhöhen, so Black.
    Einen wesentlichen strategischen Schritt vollzog das Unternehmen jüngst durch die verbindliche Vereinbarung zum Erwerb des Wolframprojekts Gentung Browns Lake im US-Bundesstaat Montana. Das Projekt befindet sich in einem historischen Wolframgebiet, das einst die strategischen Reserven der USA belieferte, und könnte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Produktion gehen. Der Deal hat ein Volumen von rund 9,75 Mio. USD.
    Mit dem Schritt in die Vereinigten Staaten festigt Almonty seine Position als weltweit führender nicht-chinesischer Anbieter von Wolframkonzentrat. Mit dem Produktionshochlauf und weiteren strategischen Zukäufen dürfte der Aktienkurs weiter zulegen. Almonty hat sich bereits umfangreiche Optionen zur Kapitalbeschaffung gesichert, die aber nur zum Tragen kommen, wenn dadurch Mehrwerte für Aktionäre geschaffen werden. CEO Lewis Black selbst ist der zweitgrößte Aktionär und hat damit genügend "skin in the game".
    (https://youtu.be/O-T9OTg8vLU)

    TKMS – Anhaltende Insiderkäufe

    Die Insiderkäufe von Aufsichtsräten und Vorstand haben sich in den letzten Tagen fortgesetzt. Insidertransaktionen sind unter Timing-Gesichtspunkten oft ein gutes Signal für Anleger. Die Börsenhistorie der Marinetochter von Thyssenkrupp ist erst einige Wochen alt, kann aber als Erfolg gewertet werden. Die Aktie notiert momentan gut 30 % über dem Ausgabekurs von 60 EUR.
    Analysten verleihen den Anteilsscheinen mehrheitlich das Votum „Hold“, verweisen aber unisono auf die gute strategische Position als einer der weltweit führenden Anbieter von maritimen Verteidigungslösungen. Anleger spekulieren auf mehrere Großaufträge in naher Zukunft, was die aktuellen Prognosen als zu konservativ erscheinen lassen würde. Am 8. Dezember veröffentlicht TKMS die vorläufigen Eckdaten des abgelaufenen Geschäftsjahres.

    Aixtron – Belebung des Geschäfts in 2026?

    Die Zahlen des dritten Quartals, die Aixtron zuletzt veröffentlichte, waren unter dem Strich nur eine Randnotiz. Für viel mehr Schwung und Phantasie sorgt der Ausblick. Die Gesellschaft hofft mit Blick auf das kommende Jahr auf eine Nachfragesteigerung seitens der Solar- und LED-Industrie. Aixtron mache erste Anzeichen für Reinvestitionen in Solar-, ROY-LED- und Micro-LED-Anwendungen aus, so die Gesellschaft. Auch Analysten bekräftigen größtenteils die bestehenden Kaufempfehlungen. Warburg und DZ Bank formulieren Kursziele von 15,50 EUR bzw. 20 EUR. Bei aktuellen Kursen erwarb zuletzt einer der Aufsichtsräte die Anteilscheine.

    Fazit

    Insiderkäufe geben oft ein wichtiges Signal für Anleger. Offensichtlich sind Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder von einer sich abzeichnenden guten Geschäftsentwicklung überzeugt. Aus diesem Grund gehören aktuell die Aktien von TKMS und Aixtron auf die Watchlist. An Almonty geht durch die weltweit führende Position als nicht-chinesischer Anbieter von Wolframkonzentrat kein Weg vorbei. Produktionsstart der Sangdong-Mine und weitere News zu US-Assets oder anderen Wachstumsplänen sollten den Kurs positiv beeinflussen.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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