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15.03.2023 | 06:00

JinkoSolar, Manuka Resources, BYD – Vanadium Rohstoff als Geheimtipp

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Die beiden Hauptproduzenten von Vanadium sind China und Russland, wobei im Reich der Mitte im Jahr 2022 mit 70.000 Tonnen mehr als 4-mal so viel Vanadium wie in Russland produziert wurde. Auf Platz 3 landete Südafrika mit 3.000 Tonnen. Daher hat es das Metall in den USA und Europa auf die Liste der kritischen Rohstoffe geschafft. Neben den gängigen Anwendungen bei der Stahlherstellung, Katalysatoren oder der Luft- und Raumfahrt rückt der Rohstoff nun aufgrund der neuen Vanadium-Redox-Batterien in den Fokus, die als Energiespeicher genutzt werden können und eine höhere Lebensdauer aufweisen. Die Batterien sind skalierbar, sicherer, umweltfreundlicher und können somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Kommerzialisierung beginnt bereits, doch Vanadium ist rar.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: Manuka Resources Limited | AU0000090292 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    JinkoSolar – Marge schrumpft

    Vanadium-Redox-Batterien (VRB) sind eine vielversprechende Technologie zur Speicherung von Energie aus Solaranlagen. Die meisten Solaranlagen erzeugen Energie nur tagsüber wenn die Sonne scheint und haben daher begrenzte Kapazitäten zur Stromversorgung während der Nacht oder bei schlechtem Wetter. VRB können jedoch überschüssige Energie speichern die tagsüber erzeugt wird und sie bei Bedarf abgeben, um eine kontinuierliche Stromversorgung sicherzustellen. Die Erneuerbaren Energien werden derzeit in den USA und Deutschland stark gefördert. Ideale Voraussetzungen für den Solarmodulhersteller JinkoSolar.

    Am 10. März legte der Konzern seine Zahlen zum 4. Quartal vor die deutlich zeigen, dass man von der Energiewende profitiert. Das Unternehmen konnte seine Modullieferungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Im Dezember 2022 stellte die hocheffiziente monokristalline Silizium-Solarzelle vom Typ N von JinkoSolar mit einem maximalen Wirkungsgrad von 26,4 % einen neuen Rekord auf. Im 4. Quartal wurden N-Typ-Module mit einer Kapazität von etwa 7 GW ausgeliefert, womit das gesetzte Ziel von 10 GW erreicht werden konnte. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal einen Gesamtumsatz von 4,41 Mrd. USD, ein Plus von 55,8 % gegenüber dem Vorquartal und von 85,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Bruttogewinn belief sich auf 620 Mio. USD, ein Plus von 39,2 % gegenüber dem Vorquartal und von 61,7 % gegenüber dem Vorjahr.

    Auf den ersten Blick sehr gute Zahlen, allerdings ist die Marge gesunken. Das ist den Aktionären übel aufgestoßen und so wurde die Aktie bis auf 46 USD auf Talfahrt geschickt. Dabei spielt das China-Risiko sicherlich ebenfalls eine Rolle. Langfristig sollten aber mehr und mehr Mitbewerber in dem Preiskampf auf der Strecke bleiben. Aktuell zahlt man schon wieder 50,46 USD für einen Anteilsschein. Die meisten Analysten bleiben bullish für die Aktie.

    Manuka Resources – 25.000 Tonnen Vanadium im Jahr möglich

    Manuka Resources betreibt das Gold Mt. Boppy Projekt und das Silber Wonawinta Projekt in New South Wales, Australien. Beide Liegenschaften befinden sich im Cobar Becken und haben historische Produktionen vorzuweisen. Am 14. Februar veröffentliche das Unternehmen einen strategischen Explorationsbericht, der das Potential der Projekte unterstreicht. In diesem und nächstem Jahr sollen 8 Mio. AUD in Explorationsaktivitäten fließen, um den Bestand an angedeuteten Mineralressourcen zu erhöhen. Neben Gold, Silber und Kupfer sollen auch andere Basismetalle bei dem 24.000m Bohrprogramm zutage gefördert werden. Als Ressourcenziel wurden 22-35 Mio. Unzen Silber und 250.000 bis 530.000 Unzen Gold ausgegeben. Eine Verarbeitungsanlage existiert bereits.

    Verarbeitungsanlage. Quelle: Manuka Resources

    Das sind gute Voraussetzungen um die neueste Errungenschaft, das Taranaki Green VTM Projekt vor der Küste Neuseelands, mit zu finanzieren. Das Gebiet enthält 3,2 Mrd. Tonnen Eisensand, Vanadium und Titan laut einer JORC-konformen Studie. Mit 1,6 Mio. t Vanadium gehört es zu den größten Lagerstätten der Welt. Aktuell geht man von einer jährlichen Produktionskapazität von 25.000 t Vanadium aus. Damit würde das Unternehmen auf einen Schlag zum zweitgrößten Produzenten weltweit aufsteigen. Der Titananteil liegt bei 8,4 % und der des Eisenerzes bei 55-57 %. Eine Bergbaulizenz liegt bereits vor und die Kosten für den Abbau sind sehr günstig und gleichzeitig liegen die CO2-Emissionen im Vergleich zur Konkurrenz im sehr niedrigen Bereich.

    Der Abbau erfolgt via Schiff, dass den Sand aufsaugt, und mit Hilfe eines Magnetabscheiders. Da die Nachfrage vor allem nach Vanadium in den kommenden Jahren deutlich ansteigen dürfte sind die Wachstumsaussichten sehr gut. Wer weitere Informationen zum Unternehmen haben möchte sollte sich die Unternehmenspräsentation auf Youtube vom International Investment Forum ansehen. Mit Bekanntgabe der Übernahme des Vanadium Projekts im letzten November war der Kurs bis auf 0,205 AUD angestiegen. Aktuell ist die Aktie für gerade einmal 0,065 AUD zu haben. Gelingt es dem Unternehmen die Finanzierung für das Schiff wie geplant im 1. Quartal 2024 zu sichern steht die Aktie vor einer Neubewertung.

    BYD – Bloomberg Bericht dementiert

    Ob Vanadium auch für die Akkus der Elektroautos eine Option ist muss sich erst noch zeigen. BYD verfügt mit seinen Blade Batterien über die führenden Akkus für die Elektromobilität. Der jüngste Bloomberg Bericht in dem es hieß, dass BYD nicht mehr an Tesla liefern würde, wurde zunächst von BYD dementiert. Mittlerweile wies auch Elon Musk den Bericht zurück und twitterte: „Der Medienreport ist falsch. Die Beziehung zwischen Tesla und BYD ist positiv.“. Das sollte wieder für Entspannung bei den Aktionären sorgen.

    Mit seinen Elektroautos will der Konzern den Markt außerhalb Chinas erobern. Gleichzeitig sind massive Investitionen im Bereich Nutzfahrzeuge geplant. Über 20 Mrd. USD sollen bis 2025 in diese Sparte fließen, wie das Wall Street Journal berichtet. Insbesondere sollen Forschung, Kapazitätserweiterungen und Produktentwicklung finanziert werden. Aktuell bietet das Unternehmen vor allem elektrische Busse an. Schaut man sich die Verkaufszahlen an, so führt das Unternehmen den umkämpften chinesischen Markt an.

    Trotz der optimistischen Aussichten gibt es derzeit Bedenken aufgrund der angespannten chinesisch-amerikanischen Verhältnisse. Wie auch bei JinkoSolar und Alibaba gibt aufgrund dieses Risikos Abschläge bei den Aktien. Die Aktie notiert momentan bei 23,67 EUR und hat mit dem letzten Kursrutsch einen Abwärtstrend ausgebildet. Zudem dürften die Verkäufe von Berkshire Hathaway von Warren Buffet noch immer für Zurückhaltung bei den Käufern sorgen.


    Vanadium könnte für die Energiewende essentiell werden. Will man sich nicht in die Abhängigkeit von China und Russland begeben sollte man selbst Alternativen entwickeln. Eine dieser Alternativen könnte Manuka Resources heißen. Dort könnte ab dem 1. Quartal 2026 die Produktion starten. Jinkosolar könnte von den neuen Batterien ebenfalls profitieren, denn damit würde die Solarenergie noch attraktiver werden. BYD hat aktuell seine Blade Batterien im Angebot. Ob Vanadium auch Einzug in die Akkus von Elektroautos hält lässt sich aktuell noch nicht sagen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Lexikon:

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    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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